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Nachrichten

18.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:49

Nachrichten von Freitag, 18. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Der Genfer Gipfel zur Ukraine-Krise hat sich überraschend auf einen Friedens-Fahrplan geeinigt. Demnach müssen die prorussischen Separatisten im Osten des Landes ihre Waffen niederlegen und die von ihnen besetzten öffentlichen Gebäude verlassen. Ihnen soll jedoch Straffreiheit gewährt werden, soweit sie sich keines Kapitalverbrechens schuldig gemacht haben. US-Außenminister John Kerry erklärte, Russland habe deutlich gemacht, dass es seine Truppen von den Grenzen der Ukraine zurückziehen wolle, wenn der Friedensfahrplan umgesetzt werde. Im Gegenzug würden die USA die Aufhebung von Sanktionen gegen einzelne Russen prüfen. An dem Treffen in Genf nahmen neben Kerry auch sein russischer Kollege Sergej Lawrow, der ukrainische Außenminister Andrej Deschtschiza und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teil. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte in einer ersten Reaktion, der Frieden in der Ukraine sei mit der jetzt erzielten Einigung noch nicht gesichert. Auch US-Präsident Barack Obama sprach lediglich von einem Hoffnungsschimmer.

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Bei einem Angriff auf einen UN-Stützpunkt im Südsudan, in den tausende Zivilisten geflohen waren, sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Die US- Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, äußerte sich entsetzt über die heimtückische Attacke, bei der außerdem etwa 70 Menschen verletzt wurden. In dem UN-Komplex in Bor haben fast 5000 Zivilisten Schutz vor der anhaltenden Gewalt in dem afrikanischen Land gesucht. Power verurteilte den "schamlosen, unmenschlichen Angriff auf unbewaffnete Zivilisten". Soldaten der UN-Mission im Südsudan UNMISS hätten zurückgeschossen und sich ein erbittertes Feuergefecht mit den Angreifern geliefert, bevor sich diese zurückzogen. Die Angreifer hätten sich dem Lager zunächst "als friedliche Demonstranten getarnt" genähert, bevor sie das Feuer eröffneten.

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Das türkische Parlament hat eine umstrittene Geheimdienstreform gebilligt. Damit erhält der nationale Nachrichtendienst deutlich mehr Befugnisse als bisher. Das entsprechende Gesetz wurde laut Medienberichten nach einer tumultartigen Debatte mit der absoluten Mehrheit der Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan angenommen. Es sieht vor, dass der Geheimdienst künftig weitgehend freie Hand bei Spionagetätigkeiten im In- und Ausland hat. Dazu gehört auch das Abhören privater Telefonate. Außerdem soll es Gefängnisstrafen für Journalisten geben, die vertrauliche Geheimdienst-Informationen veröffentlichen. Erdogan war zuletzt zunehmend in die Kritik geraten, weil er Internetseiten sperren ließ, nachdem dort unter anderem von ihm geführte Telefongespräche veröffentlicht worden waren.

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Vor der Küste von Südkorea geht die Suche nach den Opfern des schweren Fährunglücks weiter. Nach Agenturberichten wurden inzwischen 25 Tote aus dem Wasser geborgen, mehr als 250 Menschen werden noch vermisst. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, schwindet jedoch zusehends. Gleichzeitig werden immer mehr Vorwürfe gegen den Kapitän und die Besatzung der Fähre laut. Überlebende erklärten, es hätten mehr Passagiere gerettet werden können, wenn das Schiff früher evakuiert worden wäre. Die Fähre "Sewol" war am Mittwochmorgen auf dem Weg zur südlich des Festlands gelegenen Insel Jeju gekentert und anschließend gesunken. An Bord waren etwa 450 Menschen, die meisten von ihnen Schüler auf einer Klassenfahrt.

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Der kolumbianische Schriftsteller Gabriel García Márquez ist tot. Er starb nach Medienberichten im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Mexiko-Stadt. García Márquez war einer der bekanntesten Autoren Lateinamerikas. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die Romane "Hundert Jahre Einsamkeit" und "Die Liebe in Zeiten der Cholera", aber auch Erzählungen wie "Chronik eines angekündigten Todes". 1982 erhielt García Márquez den Literatur-Nobelpreis. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit engagierte er sich auch politisch. So vermittelte er in seiner Heimat Kolumbien im Dauerkonflikt mit den FARC-Rebellen. Auf Kritik stießen die Kontakte des Schriftstellers ins kommunistische Kuba. García Márquez war erst in der vergangenen Woche nach einer schweren Lungenentzündung aus dem Krankenhaus entlassen worden.

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