1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

18.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat den Vereinten Nationen Unterstützung für die Beobachtermission in Syrien zugesichert. Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten seien bereit, "jegliche angeforderte Hilfe" zu gewähren, sagte die Britin im Europaparlament in Straßburg. Sie habe dem Syrien-Sonderbeauftragten Kofi Annan und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ein entsprechendes Angebot gemacht. Ban hatte in Luxemburg vorgeschlagen, dass die EU Hubschauber und Flugzeuge beisteuern könnte. Die UN-Militärbeobachter konnten in ihren Verhandlungen mit der syrischen Regierung noch keinen entscheidenden Erfolg vermelden, durften aber immerhin die Provinz Daara besuchen. --- Aktivisten der Opposition berichteten, allein am Dienstag seien bei Kämpfen mindestens 77 Menschen getötet worden. Dies wäre die höchste Opferzahl seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 12. April.

***

Die ägyptische Wahlkommission hat ihre Entscheidung bekräftigt, zehn Kandidaten von der Präsidentenwahl auszuschließen. Verworfen wurden in Kairo auch die Einsprüche von drei populären und aussichtsreichen Bewerbern um das höchste Staatsamt. Damit sind der ehemalige Geheimdienstchef Omar Suleiman, der Kandidat der Muslimbruderschaft Chairat al-Schater sowie der radikal-islamistische Prediger Hasem Abu Ismail aus dem Rennen. Die am Dienstag von der amtlichen Nachrichtenagentur MENA verbreitete Entscheidung bestätigte die am Wochenende ausgesprochenen Disqualifikationen. Anhänger Abu Ismails protestierten vor der Zentrale der Wahlkommission. --- Ab dem 23. Mai sollen die Ägypter über ein Jahr nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak einen neuen Präsidenten wählen.

***

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, hat die Freilassung von hunderten Häftlingen im Golfstaat Bahrain gefordert. Mehr als ein Jahr nach den Protesten im Zuge des Arabischen Frühlings würden in Bahrain noch immer mehrere hundert der damaligen Demonstranten festgehalten, sagte Löning der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich warf er der vor allem von Sunniten unterstützten Staatsmacht vor, die schiitische Bevölkerungsmehrheit nicht zu ihren Rechten kommen zu lassen. Auch die Organisation Amnesty International hatte vor dem für das Wochenende geplanten Formel-1-Rennen in Bahrain anhaltende Menschenrechtsverletzungen in dem Golfstaat kritisiert. Dort sind seit Beginn der Proteste der von den Schiiten dominierten Opposition im Februar 2011 bereits fast 50 Menschen getötet worden. Immer wieder kommt es zu blutigen Zusammenstößen.

***

Nach internationaler Kritik an seinem jüngsten Raketenstart hat Nordkorea sein Moratorium für die Urananreicherung sowie Atomversuche und Tests von Langstreckenraketen quasi aufgehoben. Man fühle sich nicht mehr an ein entsprechendes Abkommen mit den USA gebunden, erklärte das Außenministerium in Pjöngjang. Außerdem drohte der kommunistische Staat mit nicht näher bezeichneten "Vergeltungsmaßnahmen". Nordkorea reagierte damit auf die Erklärung des UN-Sicherheitsrats, in der alle Ratsmitglieder - auch China und Russland - den versuchten Raketenstart verurteilt hatten. Die Mehrstufenrakete war am Freitag kurz nach dem Abheben explodiert.

***

Die deutsche Bundesregierung will an diesem Mittwoch das Bundeswehr-Mandat zur Bekämpfung der Piraterie vor den Küsten Somalias ausweiten. Künftig sollen im Rahmen der europäischen "Atalanta"-Mission auch Luftangriffe bis zu zwei Kilometer ins Landesinnere erlaubt sein. Das bisherige Mandat des Bundestags erlaubt nur Einsätze auf See. Das Parlament wird vermutlich im nächsten Monat darüber entscheiden.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema