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Nachrichten

18.03.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Zypern soll heute über das umstrittene Hilfspaket der Europäischen Union abgestimmt werden, mit dem das Land vor der Pleite bewahrt werden soll. Die darin vorgesehene Zwangsabgabe auf Sparguthaben stößt vor allem bei den Bürgern Zyperns auf schwere Kritik. Präsident Nikos Anastasiades warb in einer Fernsehansprache für die Annahme des Rettungspakets durch das Parlament in Nikosia. Zugleich forderte er Nachverhandlungen in Brüssel, um die Auswirkungen auf die Kleinsparer zu begrenzen. Die zyprischen Banken bleiben wegen eines Feiertages heute geschlossen. Sollte das Rettungspaket vom Parlament abgelehnt werden, müssten die Institute wohl auch am Dienstag noch geschlossen bleiben, damit Sparer nicht in Panik ihre Konten leer räumen. Von der Zwangsabgabe sind auch zahlreiche Briten und Russen betroffen. Allein die Guthaben von Russen sollen einen Gesamtbetrag von rund 15 Milliarden Euro ausmachen.

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China ist zum fünftgrößten Rüstungsexporteur der Welt aufgestiegen und hat nach Berechnungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri Großbritannien von diesem Platz verdrängt. Größter Kunde der chinesischen Waffenhersteller ist demnach Pakistan. Die Waffenverkäufe Chinas stiegen laut dem am Montag veröffentlichten Bericht zwischen 2008 und 2012 um 162 Prozent im Vergleich zu den Jahren davor. Der Anteil des Landes am weltweiten Rüstungshandel habe sich damit von zwei auf fünf Prozent erhöht. Die größten Waffenhändler sind laut Sipri nach wie vor die USA und Russland. Deutschland folgt mit großem Abstand auf Platz drei.

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Zu Beginn seines viertägigen Besuches in Äthiopien hat Bundespräsident Joachim Gauck Fortschritte bei der Demokratisierung der afrikanischen Länder gewürdigt. Allerdings gebe es auch Sorge über die Menschenrechtslage, sagte Gauck nach einem Gespräch mit dem äthiopischen Ministerpräsidenten Hailemariam Desalegn in der Hauptstadt Addis Abeba. Deutschland biete beim Prozess der Demokratisierung seine Hilfe an, fügte der Bundespräsident hinzu. An diesem Montag, dem ersten Jahrestag seines Amtsantritts, spricht Gauck vor der ständigen Versammlung der Afrikanischen Union. Die AU hat ihren Sitz in Addis Abeba und feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen.

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere reist an diesem Montag nach Mali, um sich vor Beginn des dortigen Bundeswehr-Einsatzes ein Bild von der Lage zu machen. Die deutschen Soldaten sollen von April an im Rahmen eines EU-Einsatzes bei der Ausbildung der malischen Armee helfen. Insgesamt schickt die Europäische Union etwa 550 Soldaten. Die Bundeswehr beteiligt sich mit etwa 80 Soldaten an der Mission. Zuvor hatte de Maiziere bereits den Nachbarstaat Senegal besucht, wo knapp 90 deutsche Soldaten mit drei Transportflugzeugen und einem Airbus zur Luftbetankung stationiert sind. Sie sorgen im Rahmen eines separaten Mandats für die logistische Unterstützung der westafrikanischen Truppen, die Mali stabilisieren sollen.

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In Ungarn haben rund 4 000 Menschen gegen die Politik der Regierung von Ministerpräsident Victor Orban demonstriert. In der Hauptstadt Budapest trugen die Kundgebungsteilnehmer europäische und ungarische Flaggen sowie Transparente, auf denen der Regierungschef als "Viktator" bezeichnet wurde. Seit Tagen gibt es im In- und Ausland heftige Proteste gegen die vom ungarischen Parlament gebilligten einschneidenden Verfassungsänderungen. Am vergangenen Montag hatte die konservative Regierungsmehrheit unter anderem die weitgehende Entmachtung des Verfassungsgerichts beschlossen. Dem Staatspräsidenten wird zudem nur noch das Recht zugestanden, Gesetze auf Formfragen hin zu überprüfen.

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Mit einem Besucherrekord ist die Leipziger Buchmesse zu Ende gegangen. Bis zum Sonntag hatten sich rund 168.000 Literaturinteressierte über Neuerscheinungen und Trends informiert. Das Buch in seiner Vielfalt stehe ungebrochen bei den Lesern hoch im Kurs, konstatierte die Messeleitung zum Abschluss des viertägigen Treffens der Buchbranche. Mit einem umfangreichen Kinder- und Jugendprogramm habe sich die Buchmesse auch als Bildungsmesse etabliert, hieß es. So seien Fachveranstaltungen für Lehrer, Erzieher und Pädagogen auf großes Interesse gestoßen. In rund 500 Veranstaltungen wurde Kinder- und Jugendliteratur für unterschiedliche Altersgruppen präsentiert.

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