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Nachrichten

18.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Bundesversammlung wählt an diesem Sonntag in Berlin den Nachfolger für den im Februar zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff. Als Favorit gilt der ehemalige Leiter der Stasiunterlagenbehörde, der ostdeutsche Theologe Joachim Gauck. Der 72-Jährige wird von einer Fünf-Parteien-Koalition aus CDU, CSU, SPD, Grünen und FDP unterstützt. Die Linkspartei schickt die als "Nazi-Jägerin" bekannt gewordene Beate Klarsfeld ins Rennen. Bei der letzten Wahl im Juni 2010 war Gauck noch dem CDU-Politiker Wulff unterlegen. Die Bundesversammlung besteht je zur Hälfte aus den 620 Mitgliedern des Bundestages und aus Delegierten, die von den Länderparlamenten entsandt werden. Dazu gehören auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

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Die SPD hat den Rücktritt von Finanzminister Wolfgang Schäuble für den Fall gefordert, dass er als Nachfolger von Jean-Claude Juncker an die Spitze der Eurogruppe tritt. Sollte Schäuble den Vorsitz übernehmen, wäre das mit den Herausforderungen des Amtes des Finanzministers nicht vereinbar, sagte der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Schäuble gilt als möglicher Kandidat für den Vorsitz der Eurogruppe. Der luxemburgische Regierungschef Juncker will die Leitung Ende Juni abgeben.

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In ungewöhnlich scharfen Worten hat Russland die syrische Regierung aufgefordert, die Friedensmission des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan zu unterstützen. Man erwarte dasselbe aber auch von der Opposition, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Annan vermittelt im Auftrag der Vereinten Nationen und Arabischen Liga. Am Sonntag wird in der syrischen Hauptstadt Damaskus ein "technisches Team" der Vereinten Nationen erwartet, das neue Missionen von Annan vorbereiten soll. Unterdessen hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die jüngsten Anschläge in Damaskus verurteilt. Durch zwei Autobomben waren am Samstag laut syrischen Medien mindestens 27 Menschen getötet worden.

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Ungeachtet internationaler Proteste hat Weißrussland auch den zweiten angeblichen Minsker U-Bahn-Attentäter, Dmitri Konowalow, hingerichtet. Das berichteten weißrussische Staatsmedien. Bereits am Samstag wurde die Tötung des 26-jährigen Wladislaw Kowaljow bekannt. Gegen die Hinrichtung hatten die EU und Deutschland scharf protestiert. Der Prozess gegen die beiden Angeklagten war umstritten, denn die Schuld der beiden Männer war aus Sicht von Experten nicht erwiesen. Ihnen wurde vorgeworfen, den Anschlag auf die Minsker U-Bahn am 11. April 2011 verübt zu haben. Dabei wurden 15 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt. Der als letzter Diktator Europas kritisierte weißrussische Staatschef Alexander Lukaschenko hatte zuvor eine Begnadigung der beiden abgelehnt. Weißrussland vollstreckt als einziges Land in Europa bis heute die Todesstrafe.

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Guinea-Bissau wählt einen neuen Präsidenten. Fast 600.000 Menschen sind in dem armen westafrikanischen Land zur Stimmabgabe aufgerufen. Neun Kandidaten bewerben sich um den Posten des Staatschefs. Die größten Chancen werden Carlos Domingos Gomes Junior eingeräumt, der seit dem Tod von Präsident Malam Bacai Sanha im Januar als Interimspräsident regiert. Ergebnisse werden nicht vor Ende der Woche erwartet. Sollte kein Kandidat eine absolute Mehrheit erzielen, kommt es zu einer Stichwahl.

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In Kolumbien sind elf Soldaten bei einem Überfall mutmaßlicher linker Rebellen getötet worden. Das Militär teilte mit, eine Armee-Einheit sei in der Provinz Arauca nahe der Grenze zu Venezuela wahrscheinlich von Kämpfern der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) überfallen worden. Die Farc ist nach offiziellen Angaben mit bis zu 11.000 Mitgliedern die größte Rebellengruppe in Kolumbien. Schlagzeilen machte die Farc vor allem durch Entführungen. Im Februar hatte die marxistische Gruppierung aber angekündigt, die Geiselnahmen zu beenden. Die letzten zehn Geiseln würden freigelassen, wenn die Regierung einer Gruppe von Aktivisten erlaube, inhaftierte Guerrillakämpfer zu besuchen, teilte die Farc am Samstag in einer Erklärung mit.

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Beim ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison hat sich Titelverteidiger Sebastian Vettel mit Platz zwei begnügen müssen. Den Sieg vor dem Red-Bull-Piloten sicherte sich in Melbourne der Brite Jenson Button im McLaren. Buttons Teamkollege Lewis Hamilton wurde beim Großen Preis von Australien Dritter. Michael Schumacher schied wegen eines Getriebeschadens an seinem Mercedes schon in der zwölften Runde aus.

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