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Nachrichten

18.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Nach der Libyen-Entscheidung der Vereinten Nationen berät der Nato-Rat zur Stunde über die möglichen militärischen Konsequenzen. Der UN-Sicherheitsrat hatte zuvor ein Flugverbot über Libyen beschlossen. Erlaubt ist militärisch fast alles - bis auf einen Einsatz von Bodentruppen. Deutschland, die Vetomächte Russland und China sowie Indien und Brasilien enthielten sich bei der Abstimmung. Das Golfemirat Katar erklärte als erstes arabisches Land offiziell seine Bereitschaft, sich an möglichen Militäraktionen gegen Libyen zu beteiligen. Die Truppen des libyschen Machthabers Gaddafi haben unterdessen ihre Angriffe auf die von Regimegegnern kontrollierte Stadt Misurata verstärkt. Die eingekesselte Stadt werde seit Stunden heftig beschossen, sagte ein Sprecher der Aufständischen dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira.

BERLIN: Der deutsche Außenminister Westerwelle hat die Resolution der Vereinten Nationen zu einer Flugverbotszone über Libyen grundsätzlich begrüßt, ein militärisches Eingreifen allerdings skeptisch beurteilt. Darin sehe er große Gefahren und Risiken und habe deshalb diesem Teil der Resolution nicht zugestimmt, verlautete offiziell vom Auswärtigen Amt in Berlin. Deutsche Soldaten würden sich an einem militärischen Einsatz in Libyen nicht beteiligen.

BERLIN: Der Bundesrat berät über die Folgen der Atom-Katastrophe in Japan. SPD-geführte Länder wollen nach eigenen Angaben beantragen, die von der Koalition von CDU/CSU und FDP verabschiedete Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zurückzunehmen. Unterdessen wurde bekannt, dass die Bundesregierung eine Verschärfung der Sicherheitskriterien plant. So sollen sämtliche Reaktoren unter anderem hochwasser- und erdbebensicher gemacht werden, berichtete das deutsche Fernsehen unter Berufung auf ein Papier des Umweltministeriums.

TOKIO: Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben und der zerstörerischen Tsunami-Welle haben Menschen überall in Japan während einer Schweigeminute der Opfer der Katastrophe gedacht. Die Zahl der Toten und Vermissten ist nach örtlichen Berichten auf mittlerweile mehr als 16.000 gestiegen. Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima haben inzwischen Soldaten und Feuerwehrleute mit einem weiteren Kühlversuch begonnen. Einsatzfahrzeuge der Armee richteten ihre Wasserfontänen auf die strahlenden Reaktoren. Außerdem wurden Arbeiten fortgesetzt, um die für die Kühlung der Brennstäbe notwendige Stromversorgung an dem Kraftwerk provisorisch wieder herzustellen.

TOKIO: Ein gemeinsames Einschreiten der führenden sieben Industriestaaten hat den Höhenflug der japanischen Währung vorerst gestoppt. Japan, die USA, Großbritannien, Kanada und die Europäische Zentralbank griffen mit koordinierten Verkäufen des Yen und Ankäufen des Dollar ein. Die japanische Währung verlor daraufhin deutlich an Boden, Dollar und Euro verteuerten sich. Die G7-Finanzminister und Notenbankpräsidenten hatten ihr gemeinsames Vorgehen zuvor in einer Telefonkonferenz beschlossen.

WELLINGTON: Der britische Prinz William hat auf einer Trauerfeier den Opfern des Erdbebens in der neuseeländischen Stadt Christchurch gedacht. Mehr als 40.000 Menschen versammelten sich im Hagley Park in der Nähe des schwer beschädigten Geschäftsviertels zu der ersten offiziellen Gedenkfeier nach dem Beben. Bei den Erdstößen der Stärke 6,3 waren am 22. Februar mindestens 166 Menschen ums Leben gekommen, tausende Gebäude in der Innenstadt wurden beschädigt.

ZUM FUßBALL: Nur zwei Tage nach seiner Trennung von Schalke 04 hat Felix Magath wieder einen neuen Job beim Liga-Konkurrenten Wolfsburg gefunden. Der 57-Jährige werde den abstiegsbedrohten Verein sofort übernehmen und Übergangs-Trainer Littbarski ablösen, bestätigte der Meister des Jahres 2009. Magath werde zudem sportlicher Geschäftsführer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Südosten hin dichter bewölkt und zeitweise Regen oder Schnee. Sonst vereinzelt kurze Schauer mit Auflockerungen. Höchstwerte vier bis elf Grad. Zuletzt meldeten bei meist regnerischem Wetter: Hamburg: 3 Grad; Berlin: 2 Grad; Dresden: 3 Grad; Köln/Bonn: 5 Grad; Frankfurt am Main: 6 Grad sowie München: 6 Grad.

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