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Nachrichten

18.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 11:23

Nachrichten von Mittwoch, 18. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Biden gibt Russland und Separatisten Schuld für Bruch der Waffenruhe:

US-Vizepräsident Joe Biden hat Russland und die prorussischen Kämpfer für den Bruch der Waffenruhe in der Ostukraine verantwortlich gemacht. Biden verurteile die Verletzung der Feuerpause durch die Separatisten scharf, erklärte das Weiße Haus. Die Kämpfer agierten "in und um die Stadt Debalzewe im Einklang mit den russischen Kräften", hieß es. Der Erklärung ging demnach ein Gespräch Bidens mit dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko voraus. Wenn Russland weiterhin die Minsker Vereinbarungen missachte, werde es das mit einem "höheren Preis" bezahlen, warnte Biden demnach. Biden und Poroschenko erklärten zudem, die Mission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) habe bestätigt, dass die Waffenruhe gebrochen worden sei. Trotz einer eigentlich seit dem Wochenende geltenden Waffenruhe hatte es am Dienstag in Debalzewe erbitterte Kämpfe zwischen Rebellen und der ukrainischen Armee gegeben. Anschließend erklärte ein Anführer der prorussischen Kämpfer, diese hätten weite Teile der Stadt erobert.

Griechenland will Hilfsprogramm offenbar verlängern:

In den Schuldenstreit zwischen Griechenland und der Eurogruppe kommt offenbar Bewegung. Wie aus Regierungskreisen in Athen bekannt wurde, will der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis noch an diesem Mittwoch eine Verlängerung des Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms beantragen. Nicht geklärt ist allerdings, ob Athen nun auch bereit ist, die bisher vereinbarten Auflagen der internationalen Geldgeber zu akzeptieren. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble äußerte sich in einem Fernsehinterview skeptisch zur jüngsten Entwicklung. Griechenland wolle natürlich weiter Kredite bekommen, aber die notwendigen Bedingungen nicht erfüllen, erklärte der Minister. In Frankfurt will die Europäische Zentralbank über weitere Notkredite für griechische Banken beraten. Erst vergangene Woche hatte die EZB den Kreditrahmen von 60 auf 65 Milliarden Euro erhöht, um die Geldinstitute des Landes finanziell über Wasser zu halten.

Zahl der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg erreicht Rekordstand:

Der Afghanistan-Krieg hat im letzten Jahr des internationalen Kampfeinsatzes mehr zivile Opfer gefordert als jemals zuvor seit Beginn der systematischen UN-Erhebung 2009. 2014 seien 3699 Zivilisten getötet und 6849 weitere verwundet worden, teilte die UN-Mission der Vereinten Nationen (Unama) in Kabul mit. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum habe die Zahl der Toten damit um ein Viertel zugenommen, die der Verwundeten um ein Fünftel. Der Anstieg sei besonders auf zunehmende Bodengefechte zurückzuführen, die mit 34 Prozent erstmals die meisten der zivilen Opfer forderten. In ihrem Jahresbericht zum Schutz von Zivilisten in Afghanistan macht Unama regierungsfeindliche Kräfte wie die Taliban für 72 Prozent der 2014 getöteten oder verwundeten Unbeteiligten verantwortlich. Zwölf Prozent gingen demnach auf das Konto der afghanischen Sicherheitskräfte, weitere zwei Prozent auf das der internationalen Truppen, deren Kampfeinsatz zum Jahreswechsel auslief. Die verbliebenen Opfer konnten keiner Konfliktpartei zugeordnet werden. Seit Beginn der systematischen Erhebung vor sechs Jahren registrierten die Vereinten Nationen 17.774 getötete Zivilisten in Afghanistan. 29.971 Zivilisten wurden verwundet.

"Islamischer Staat" finanziert sich auch durch Organhandel:

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" steht im Verdacht, ihren Kampf auch mit dem Handel von Organen zu finanzieren. Der irakische UN-Botschafter Mohamed Alhakim sagte in New York, in Massengräbern seien in den vergangenen Wochen Leichen mit operativen Einschnitten und fehlenden Nieren gefunden worden. Auch seien in Mossul Ärzte getötet worden, die sich geweigert hätten, sich an der Organentnahme zu beteiligen. Alhakim informierte den Rat über die allgemeine Lage im Irak und beschuldigte die IS-Terrormiliz, "Völkermord" an ethnischen Gruppen zu begehen.

Syrien offenbar zu Waffenruhe in Aleppo bereit:

Die syrische Regierung ist offenbar dazu bereit, ihre Luftangriffe und den Artilleriebeschuss auf die umkämpfte Stadt Aleppo für sechs Wochen einzustellen. Das berichtet der UN-Sondergesandte für das Land, Staffan de Mistura, in New York. Der Zeitpunkt werde von der Regierung in Damaskus festgelegt, erklärte de Mistura. Er wolle nun auch mit Vertretern der Rebellen sprechen, damit diese ihre Angriffe auf die nordsyrische Stadt ebenfalls stoppten. Ziel sei es, so viele Zivilisten wie möglich zu verschonen, während nach einer politischen Lösung gesucht werde. Zudem sollen während der Feuerpause auch humanitäre Güter verteilt werden. In Syrien sind seit Ausbruch des Bürgerkriegs vor knapp vier Jahren Schätzungen zufolge mehr als 210.000 Menschen getötet worden. Erst am Dienstag hatten syrische Regierungstruppen eine neue Offensive auf die von Rebellen kontrollierten Stadtviertel in Aleppo gestartet.

Politischer Aschermittwoch in Bayern:

In Bayern haben die Parteien zu ihren traditionellen politischen Aschermittwochs-Kundgebungen eingeladen. In Passau sprechen der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer und der Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber. Auf der SPD-Veranstaltung in Vilshofen wird Parteichef und Vizekanzler Sigmar Gabriel als Redner erwartet. Die Grünen haben Parteichef Cem Özdemir nach Landshut eingeladen und in Passau hat sich der Linken-Fraktionschef Gregor Gysi angekündigt. Die wichtigste CDU-Veranstaltung findet dagegen bereits zum 20. Mal in Mecklenburg-Vorpommern statt. In Demmin wird am Abend Bundeskanzlerin Angela Merkel den politischen Aschermittwoch zelebrieren. In diesem Jahr dürften vor allem die aktuellen internationalen Konflikte wie der Krieg in der Ukraine im Mittelpunkt der Reden stehen.

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