1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

18.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Fraktionsvorsitzende der FDP , Rainer Bruederle, kommt am 18.02.12 in Berlin in das Bundeskanzleramt.

Beratungen ueber die Nachfolge des zurueckgetretenen Bundespraesidenten Christian Wulff

Die Spitzen von Union und FDP beraten weiter über die Nachfolge des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff. An den Gesprächen im Kanzleramt nehmen die Partei- und Fraktionschefs von Union und SPD teil. Bereits am Freitagabend hatten sich die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Philipp Rösler (FDP) getroffen. Ergebnisse der gut vierstündigen Beratungen wurden nicht bekannt. Union und FDP dringen bei der Kandidatensuche zur Eile, sie wollen auch SPD und Grüne einbinden, um einen Bundespräsidenten zu finden, der von einer breiten Mehrheit getragen wird. In der Bundesversammlung hat Schwarz-Gelb keine verlässliche Mehrheit.

***

Die Staatsanwaltschaft Hannover will bereits an diesem Samstag Ermittlungen gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff aufnehmen, dessen Immunität mit seinem Rücktritt vom Freitag erloschen ist. Es geht im Zusammenhang mit Beziehungen Wulffs zu einem Filmunternehmer um den Verdacht der Vorteilsnahme beziehungsweise der Vorteilsgewährung. Wulff stand seit Wochen wegen enger Beziehungen zu Unternehmern in der Kritik.

***

Die griechische Regierung will nach einem Bericht der Agentur AFP Pensionen kürzen, um von der Eurogruppe geforderte weitere Einsparungen in Höhe von 325 Millionen Euro in diesem Jahr zu erbringen. Pensionen von mehr als 1300 Euro pro Monat sollten um zwölf Prozent gekürzt werden, meldete AFP unter Berufung auf das Arbeitsministerium in Athen. Sie waren 2010 bereits um zehn Prozent gekappt worden. Zusatz-Pensionen von über 200 Euro monatlich sollen ebenfalls beschnitten werden. Die Finanzminister der Eurogruppe werden voraussichtich am Montag in Brüssel über das zweite Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro entscheiden.

***

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und US-Außenministerin Hillary Clinton haben die Bereitschaft des Iran begrüßt, die Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm wieder aufzunehmen. Ashton sagte nach einem Treffen mit Clinton in Washington, sie sei vorsichtig und optimistisch zugleich, dass Teheran tatsächlich zu Verhandlungen bereit sei. Clinton forderte den Iran auf, sich ernsthaft um eine Lösung des Atomkonflikts zu bemühen. Der iranische Atomunterhändler Said Dschalili hatte in einem Brief an Ashton vorgeschlagen, die Gespräche so schnell wie möglich zu beginnen. Der Iran steht in Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Die Regierung in Teheran bestreitet dies.

***

Ungeachtet wachsender Kritik der internationalen Staatengemeinschaft gehen die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit unverminderter Härte gegen Regierungskritiker vor. Bei einer der größten Demonstrationen in der Hauptstadt Damaskus seit Beginn des Aufstands vor knapp einem Jahr erschossen Soldaten mindestens drei Oppositionelle, wie Menschenrechtsaktivisten in der Nacht zu Samstag erklärten. Im Stadtteil Mezze seien tausende Menschen auf die Straßen gezogen und hätten den Rücktritt Assads gefordert. Daraufhin hätten die Truppen das Feuer auf die Demonstranten eröffnet. Auch in zahlreichen anderen Städten kam es nach Angaben der Opposition wieder zu Großkundgebungen. Nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden am Freitag bei Protesten und Kämpfen mindestens 26 Menschen getötet.

***

Die US-Bundespolizei FBI hat einen mutmaßlichen Terroristen in eine Falle gelockt, der nach offiziellen Angaben einen Selbstmordanschlag auf das Kapitol verüben wollte. Der 29-jährige gebürtige Marokkaner sei seit mehr als einem Jahr observiert worden, teilte das US-Justizministerium mit. Als Terroristen getarnte FBI-Beamte hätten dem Mann eine vermeintlich mit Sprengstoff gefüllten Weste übergeben und ihn festgenommen, als er sich auf den Weg zum Kapitol machte. Die Weste habe keinen funktionsfähigen Sprengstoff enthalten, betonte das Ministerium.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema