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Nachrichten

18.01.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:48

Nachrichten von Montag, 18. Januar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Clinton und Sanders liefern sich aggressive TV-Debatte:

Bei der letzten Fernsehdebatte vor der ersten Vorwahl haben sich die Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten heftige Wortgefechte geliefert. Ex-Außenministerin Hillary Clinton und ihr Kontrahent Bernie Sanders griffen sich mehrmals scharf an. Bislang waren die Debatten der Demokraten - im Gegensatz zu den konservativen Republikanern - recht friedlich verlaufen. Clinton warf dem Senator von Vermont etwa vor, zweimal für ein Gesetz gestimmt zu haben, das Waffenverkäufer vor Klagen schützt. Sanders entgegnete, Clintons Umgangston bei dem Thema sei unredlich. Kurz vor der Vorwahl in Iowa geht eine Umfrage von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Bewerbern aus, eine andere prophezeit dem Senator von Vermont einen Vorsprung vor Clinton.

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst dramatisch:

Die weltweite soziale Ungleichheit nimmt dramatisch zu und das schneller als erwartet. Wie die Entwicklungsorganisation Oxfam mitteilte, besitzen die 62 reichsten Menschen der Welt die Hälfte des weltweiten Vermögens. Das Vermögen der ärmeren Weltbevölkerungshälfte sei dagegen in den vergangenen fünf Jahren um 41 Prozent geschrumpft, heißt es in dem Bericht. Bereits im Jahr 2015 habe das oberste Prozent der Weltbevölkerung über mehr Vermögen verfügt, als der Rest der Welt zusammen, teilte Oxfam weiter mit. Diese Entwicklung hatte die Organisation erst für das laufende Jahr 2016 vorhergesagt. Ein Grund für die Entwicklung sei die unzureichende Besteuerung von großen Vermögen und Kapitalgewinnen, aber auch die Verschiebung von Gewinnen in Steueroasen. Die soziale Ungleichheit drohe die Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zunichtezumachen, warnte Oxfam.

Von der Leyen hält Libyen-Einsatz der Bundeswehr für möglich:

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen schließt einen Einsatz der Bundeswehr in Libyen nicht aus. Deutschland werde sich nicht der Verantwortung entziehen können, sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung. Das wichtigste sei jetzt, das von Islamisten bedrohte Land zu stabilisieren und dafür zu sorgen, dass Libyen eine funktionsfähige Regierung bekomme. Es müsse zudem verhindert werden, dass der islamistische Terror im Norden Afrikas eine Achse bilden könne. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" suche in Libyen die Verbindung zur Islamisten-Organisation Boko Haram im zentralen Afrika. Wenn das gelinge, entstehe eine Achse des Terrors, die neue Flüchtlingsströme zur Folge habe, so von der Leyen weiter.

Chinas Staatsfernsehen zeigt verschwundenen Verleger aus Hongkong:

Das chinesische Staatsfernsehen hat einen vermissten Mitarbeiter eines chinakritischen Verlags aus Hongkong gezeigt. Gui Minhai legte im Sender CCTV das Geständnis ab, vor elf Jahren betrunken einen tödlichen Autounfall verursacht zu haben. Nun sei er nach China zurückgekehrt, um sich seiner "rechtlichen Verantwortung" zu stellen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, aus juristischer Sicht sei das Video wertlos. Nicht auszuschließen sei, dass er unter Zwang ausgesagt habe. Gui und vier weitere Mitarbeiter seines Verlags gelten seit Monaten als vermisst. Es gibt Vermutungen, dass die Männer von chinesischen Sicherheitskräften verschleppt wurden. Hintergrund ist mutmaßlich ein geplantes Buch über eine ehemalige Geliebte des chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

BBC: Manipulationen bei Profi-Tennis:

Nach Informationen der britischen Rundfunkanstalt BBC hat es in den vergangenen zehn Jahren mehrere Fälle von Spielmanipulationen im Profi-Tennis gegeben. Insgesamt 16 Tennisprofis aus den Top 50 sollen demnach in Spielabsprachen verwickelt gewesen sein, unter ihnen Sieger von Grand-Slam-Turnieren. Die BBC beruft sich auf Informationen aus geheimen Dokumenten, die ihr nach eigenen Angaben vorliegen, nennt aber keine Namen. Auch das US-Internetmagazin "BuzzFeed" berichtet von Manipulationen im Profi-Tennis. Dabei sollen Wett-Syndikate aus Russland und Italien Gewinne von mehreren Hundertausend Dollar gemacht haben. Einige der beschuldigten Spieler stehen den Berichten zufolge bei den diesjährigen Australian Open am Start. Der Chef der Spielervereinigung ATP, Chris Kermode, dementierte, dass Informationen über vermeintliche Absprachen von Tennisspielen zurückgehalten würden. Die International Tennis Federation (ITF) kündigte an, sich im Laufe des Tages zu den Vorwürfen zu äußern.

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