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Aktuell Welt

18 Millionen Hektar neuer Wald

Knapp zehn Monate nach der Waldkonferenz "Bonn Challenge" wollen mehrere Länder zerstörte Waldgebiete wieder aufbauen. Insgesamt geht es um eine Fläche, die über viermal so groß ist wie die Schweiz.

Die vereinbarte weltweite Initiative von Bonn zur Wiederaufforstung kommt in Fahrt. Ein Bündnis bestehend aus den USA, dem afrikanischen Staat Ruanda und Brasilien hat sich zum Wiederaufbau von 18 Millionen Hektar (180.000 Quadratkilometer) Waldfläche verpflichtet. Das teilte die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Natur) kurz vor Beginn des UN-Nachhaltigkeitsgipfels im brasilianischen Rio de Janeiro mit.

Mit der Verpflichtung zur Wiederaufforstung setzen die drei Länder einen Teil der internationalen Waldschutz-Konferenz um, die im September in Bonn stattfand. Damals hatte ein breites Bündnis von Regierungen, Unternehmen und gesellschaftlichen Organisationen vereinbart, bis 2020 weltweit rund 150 Millionen Hektar an verlorenen und geschädigten Wäldern wieder aufzuforsten. Von den Zusagen entfallen 15 Millionen Hektar auf die USA, zwei Millionen auf Ruanda und eine Million auf Brasilien.

"Historische Ankündigung"

"Die größte Wiederaufforstungsinitiative, die die Welt je gesehen hat, ist nun wirklich auf dem Weg", erklärte IUCN-Generaldirektorin Julia Marton-Lefcvre. Es entstehe weltweit ein riesiger Nutzen für Einkommen, Nahrungsmittelsicherheit und Klimaschutz. Die IUCN sprach von einer "historischen Ankündigung". Marton-Lefcvre: "Wir mahnen andere Länder, diesem Beispiel zu folgen".

Weltweit gehen jährlich fast 13 Millionen Hektar - eine Fläche etwa von der Größe Griechenlands - an Wäldern verloren. In Brasilien wurden von August 2010 bis Juli 2011 rund 6400 Quadratkilometer (640.000 Hektar) Regenwald zerstört. Das waren acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum 2009/2010. Brasilien will seine CO2-Emissionen bis 2020 drastisch reduzieren und die Waldabholzung dazu um 80 Prozent verringern.

pg/GD (dpa, afp)