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Nachrichten

17.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:55

Nachrichten von Mittwoch, 17. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Nach Schul-Massaker dreitägige Staatstrauer in Pakistan :

Nach dem Massaker islamistischer Taliban an einer vom Militär betriebenen Schule in Peschawar hat in Pakistan eine dreitägige Staatstrauer begonnen. Bei dem bislang blutigsten Angriff der pakistanischen Taliban wurden mindestens 141 Menschen ermordet, unter ihnen 132 Schulkinder. Regierungschef Nawaz Sharif sprach von einer "nationalen Tragödie" und berief eine Krisenkonferenz aller Parteien ein. Ein Sprecher der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) wollte das Blutbad als Vergeltung für eine Offensive der Armee in den Stammesgebieten rechtfertigen. Die afghanischen Taliban verurteilten jedoch den verheerenden Terrorangriff vom Dienstag als "nicht mit den Idealen des Islam vereinbar". - Das Massaker wurde auch international mit Entsetzen und Abscheu aufgenommen. Der indische Premierminister Narendra Modi bot Pakistan Hilfe an.

USA wollen neue Sanktionen gegen Russland:

Angesichts der Ukraine-Krise will US-Präsident Barack Obama rasch ein Gesetz über neue Sanktionen gegen Russland unterzeichnen. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses mitteilte, soll die Unterschrift innerhalb weniger Tage erfolgen. Das Gesetz, das der Kongress am Wochenende verabschiedet hatte, erlaubt neben härteren Strafmaßnahmen gegen russische Energiekonzerne erstmals die Lieferung tödlicher Waffen an das ukrainische Militär. - Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach in einer Telefonkonferenz mit den Präsidenten Frankreichs, der Ukraine und Russlands, François Hollande, Petro Poroschenko und Wladimir Putin. Alle wünschten ein baldiges Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe mit dem Ziel eines umfassenden Waffenstillstandes, teilte die Bundesregierung mit.

Rubelverfall und Sanktionen: Starkes Minus bei Russland-Geschäften :

Angesichts von Rubelverfall und sinkender Kaufkraft rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mit drastischen Rückgängen bei deutschen Exporten nach Russland. In diesem Jahr werde das Minus etwa 20 Prozent betragen, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Für das kommende Jahr trübten sich die Geschäftsaussichten weiter ein, auch die Investitionen gingen zurück. Deutsche Autofabriken seien bereits seit einigen Wochen auf Kurzarbeit geschaltet oder hätten Mitarbeiter entlassen, berichtete Treier. Die Sanktionen gegen Russland wirkten als Katalysator dieser Entwicklung, die sich allerdings bereits zuvor abgezeichnet habe.

Bruder von George W. Bush will US-Präsident werden:

Der US-Republikaner Jeb Bush hat die Weichen für eine Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2016 gestellt. Der Sohn von Ex-Präsident George H. W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush erklärte, er werde eine mögliche Bewerbung "aktiv prüfen". In Washington gilt dies als klares Signal für eine Kandidatur. Der 61-Jährige wurde bereits seit Wochen als Spitzenmann für den kommenden Wahlkampf gehandelt. Unter Konservativen werden dem ehemaligen Gouverneur von Florida große Chancen auf einen Sieg eingeräumt. Allerdings sind bei den Republikanern noch weitere mögliche Präsidentschaftskandidaten im Gespräch.

Medien: Bundesregierung plant Fonds für Atomabfälle:

Die Bundesregierung plant nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" einen Fonds, um die Entsorgung der deutschen Atomabfälle sicherzustellen. Das gehe aus einem internen Papier des Wirtschafts- und des Umweltministeriums hervor. Wie das Blatt weiter schreibt, sollen die Betreiber stufenweise rund 17 Milliarden Euro in den Fonds einzahlen, um die langfristigen Verpflichtungen im Rahmen der Entsorgung zu garantieren. Nur das Geld für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Zwischenlagerung sollen die Unternehmen aus eigenen Rückstellungen begleichen. Die vier Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW haben dem Bericht zufolge etwa 36 Milliarden Euro für nukleare Altlasten zurückgestellt. Doch es sei ungewiss, ob das Geld auch in ferner Zukunft noch vorhanden sei.

Todesschütze von Pennsylvania tot aufgefunden:

Nach dem blutigen Familiendrama im US-Bundesstaat Pennsylvania hat sich der mutmaßliche Täter offenbar das Leben genommen. Die Polizei habe die Leiche des Schützen mit Stichwunden in der Nähe seines Hauses entdeckt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Wie der Fernsehsender ABC berichtet, wurde der ehemalige Soldat in Militärkleidung mit einem Schwert in seinem Bauch gefunden. Die Stichwaffe sei auch bei den Morden verwendet worden. Der 35-Jährige, der als Marineinfanterist im Irak eingesetzt war, soll seine Ex-Frau und fünf ihrer Verwandten nach einem Streit um das Sorgerecht für seine Kinder erschossen haben.

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