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Nachrichten

17.12.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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US-Präsident Barack Obama hat bei der Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs in Newtown indirekt strengere Waffengesetze gefordert. Die USA hätten ihre Kinder nicht ausreichend geschützt und das müsse sich ändern, sagte Obama in der Kleinstadt im US-Bundesstaat Connecticut. Er werde seine ganze Macht einsetzen, damit sich solche Taten künftig nicht mehr wiederholen könnten, betonte Obama. In einer Grundschule in Newtown hatte der 20-Jährige Adam Lanza am Freitag 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen. Das Tatmotiv liegt weiter im Dunklen. Der Präsident sicherte den Angehörigen der Opfer die Hilfe und Solidarität des ganzen Landes zu: "Newtown, du bist nicht allein", betonte Obama.

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Im Osten Afghanistans hat die Explosion einer Landmine zehn Mädchen in den Tod gerissen. Nach Behördenangaben hatten die Kinder im Alter von neun bis elf Jahren in der östlichen Provinz Nanagahar Brennholz gesammelt. Eines von ihnen habe zufällig mit einer Axt auf die Mine geschlagen.

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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat sich besorgt über die Entwicklung in Ägypten geäußert. Es sei zu befürchten, dass das Land unter Präsident Mohammed Mursi und der Muslimbruderschaft in eine Diktatur abgleite, sagte der FDP-Politiker der "Berliner Zeitung". Deutschland habe die Regierungskontakte zu Ägypten bis auf weiteres eingeschränkt. Auch der geplante teilweise Schuldenerlass von bis zu 240 Millionen Euro werde verschoben, teilte Niebel mit. Wenn Ägypten sich aber hin zu mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit entwickeln wolle, werde Deutschland es dabei unterstützen.

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Libyen hat die vorübergehende Schließung seiner Grenzen zu den Nachbarländern Niger, Tschad, Sudan und Algerien angekündigt. Die Nationalversammlung in Tripolis beschloss entsprechende Schritte aufgrund der verschlechterten Sicherheitslage im Süden des Landes, wie aus Regierungskreisen verlautete. Der Süden Libyens wurde demnach zu einer geschlossenen Militärzone erklärt. Eine Abgeordnete verwies auf eine wachsende Zahl illegaler Einwanderer, die aus Furcht vor einer möglichen internationalen Militärintervention im Norden Malis über die Grenze kämen, sowie auf einen Anstieg von Gewalt und Drogenkriminalität in der Region. Mali grenzt an den Süden Algeriens.

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Nach ihrem klaren Wahlsieg haben die japanischen Konservativen angekündigt, die Wirtschaft des Landes anzukurbeln. Der Vizechef der siegreichen Liberaldemokraten (LDP), Shigeru Ishiba, nannte es als wichtigste Aufgabe, das Land aus der Rezession herauszuholen und Wirtschaftswachstum zu erreichen. Das Land drückt schon seit Jahrzehnten eine deutliche Schuldenlast, die laut Internationalem Währungsfonds jetzt bei 236 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt. Die Demokratische Partei (DPJ) von Regierungschef Yoshihiko Noda wurde nach drei Jahren an der Macht vernichtend abgestraft, woraufhin Noda seinen Rückzug als Parteichef der DPJ ankündigte. Nach dem Stand der Auszählung kommt seine Partei auf 57 Sitze, die LDP des früheren Regierungschefs Shinzo Abe ist demnach mit 294 Abgeordneten vertreten. Die mit der LDP verbündete Komeito-Partei kann mit 31 Sitzen rechnen, womit ihre Koalition auf eine Zweidrittelmehrheit kommt.

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