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Nachrichten

17.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In der ägyptischen Hauptstadt ist es zu den heftigsten gewaltsamen Zusammenstößen seit Beginn der Parlamentswahlen gekommen. Die Zahl der Toten bei den Straßenschlachten in Kairo erhöhte sich in der Nacht zum Samstag nach offiziellen Angaben auf mindestens acht. Der Regierungssitz in Kairo wurde mit einem massiven Aufgebot von Armee und Polizei gesichert und mit Stacheldraht abgeriegelt. Sicherheitskräfte hatten eine seit drei Wochen bestehende Blockade im Parlamentsviertel aufgelöst und das Protestlager gestürmt. Militärpolizisten schlugen mit Stöcken auch auf Frauen ein, die Demonstranten warfen Steine und Brandsätze. Sie forderten ein Ende der Herrschaft des Militärrats und der Übergangsregierung.

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Während in Syrien hunderttausende Menschen gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad demonstrieren, berät der Dachverband der Opposition, der syrische Nationalrat, in Tunesien über Wege zum Machtwechsel und ein Programm für die Ära nach Assad. Rund 200 Mitglieder des Nationalrats (SNS) versammelten sich für drei Tage in einem Hotel nahe Tunis. In den letzten Wochen hatte die Auseinandersetzung in Syrien immer stärker bürgerkriegsähnliche Formen angenommen, immer häufiger war es zu Gefechten zwischen Armee und Deserteuren gekommen. --- Die Arabische Liga verschob eine Krisensitzung über Syrien, die Vereinten Nationen wollen deren Entscheidung abwarten. Russland nährte mit einem neuen Resolutionsentwurf Hoffnungen des Westens, doch noch ein gemeinsames Vorgehen gegen die Gewalt aushandeln zu können. - Die EU warnte vor einer weiteren Eskalation und forderte von Damaskus, medizinische Hilfe für die Opfer zuzulassen.

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Zwei Monate nach dem Tod des Diktators Muammar al-Gaddafi kann Libyen auf Milliardenhilfe für den Wiederaufbau hoffen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hob die Sanktionen gegen die libysche Zentralbank und eine weitere Staatsbank auf. Damit können Milliardenbeträge, die das Gaddafi-Regime im Ausland angelegt hatte, nach Bedarf in das weitgehend zerstörte Land zurückfließen. Unmittelbar nach der Entscheidung im Sicherheitsrat gab die US-Regierung eingefrorene libysche Vermögen in Höhe von mehr als 30 Milliarden Dollar frei. Vermögenswerte der Familie des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi und von Mitgliedern der früheren Regierung bleiben jedoch eingefroren.

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Durch verheerende Überschwemmungen und Schlammlawinen in Folge des Tropensturms "Washi" sind im Süden der Philippinen mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der Hafenstadt Cagayan de Oro seien bisher 97 Leichen geborgen worden, in Iligan 75 Todesopfer, berichteten Militär und Zivilschutz. Bis zu 400 Menschen werden vermisst. Der Sturm "Washi" mit seinen schweren Regenfällen hatte am Freitag viele Flüsse auf der Insel Mindanao über die Ufer treten lassen. --- Rund 2000 Personen konnten mit Booten und Hubschraubern gerettet werden.

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Auch nachdem Bundespräsident Christian Wulff sein Bedauern über unvollständige Angaben zu seinem Immobilienkredit ausgedrückt hat, dauert der Wirbel um den Fall an. Das Magazin "Der Spiegel" berichtet, Äußerungen des mit Wulff befreundeten Unternehmers Egon Geerkens ließen den Schluss zu, faktisch sei das Darlehen über 500.000 Euro im Jahre 2008 von diesem und nicht von seiner Frau Edith gekommen. Anwälte von Wulff und Geerkens wiesen diese Darstellung zurück. Der Kreditvertrag sei mit Frau Geerkens abgeschlossen worden. 2010 hatte Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident im Landtag erklärt, er habe keinerlei Geschäftsbeziehungen zu Egon Geerkens, den Privatkredit von dessen Frau aber nicht erwähnt. Am Donnerstag hatte Wulff bedauert, dass dadurch ein falscher Eindruck entstanden sei.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden neben Wolken auch einige Auflockerungen. Sonst dicht bewölkt mit teils kräftigen Schauern, bis in tiefe Lagen als Graupel oder Schnee. Tageshöchstwerte um sieben Grad an der Nordsee und null Grad an den Alpen. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag Wechsel aus Wolken, Schnee- oder Regenschauern und etwas Sonne. Tageswerte zwischen minus einem und plus sechs Grad.

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