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Nachrichten

17.11.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:02

Nachrichten von Dienstag, 17. November 2015 – langsam gesprochen als MP3

US-französisches Anti-Terror-Treffen in Paris:

Nach den Anschlägen von Paris beraten Frankreichs Präsident François Hollande und US-Außenminister John Kerry über gemeinsame Maßnahmen ihrer Länder gegen den Terror. Außerdem will Frankreich Unterstützung der anderen EU-Staaten anfordern. Bereits zuvor hatte Hollande angekündigt, hart gegen Islamisten im In- und Ausland vorzugehen. So soll der Ausnahmezustand vom Parlament auf drei Monate verlängert werden. Außerdem will der Präsident Tausende neue Stellen bei den Sicherheitsbehörden und in der Justiz schaffen. Französischen Bürgern, die wegen Terrordelikten verurteilt wurden, soll einfacher als bisher die französische Staatsbürgerschaft entzogen werden können. Hollande hatte außerdem angekündigt, den UN-Sicherheitsrat anzurufen, um eine Allianz der Weltmächte gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu schmieden. Er beorderte zudem den Flugzeugträger "Charles de Gaulle" ins östliche Mittelmeer.

Zahl der weltweiten Terroropfer nimmt massiv zu:

Die Zahl der Terroropfer in der Welt ist im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen. Nach Angaben des in London ansässigen Instituts für Wirtschaft und Frieden kamen mehr als 32.000 Menschen durch Terroranschläge ums Leben - rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies ist der stärkste Anstieg an Opfern, der jemals gemessen wurde. Auch die wirtschaftlichen Kosten des globalen Terrorismus lagen mit 53 Milliarden Dollar zehnmal höher als noch im Jahr 2000. Am stärksten vom Terror betroffen seien Afghanistan, der Irak, Nigeria sowie Pakistan und Syrien. Am schlimmsten war demnach die Lage im Irak, allein dort wurden im vergangenen Jahr fast 10.000 Menschen von Terroristen getötet. Die Miliz "Islamischer Staat" (IS) und die in Westafrika operierende Boko Haram seien für gut die Hälfte aller Terroropfer verantwortlich.

Athen: Einigung mit Geldgebern:

Die griechische Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den internationalen Gläubigern auf ein Bündel von Reformen geeinigt. Dies öffne den Weg für die seit Wochen ausbleibende Hilfstranche von zwei Milliarden Euro für die maroden Finanzen sowie zehn Milliarden Euro für die Sanierung der Banken, sagte Finanzminister Euklid Tsakalotos nach einem Treffen mit Vertretern der europäischen Gläubiger und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Am kommenden Donnerstag soll das ganze Reformpaket vom griechischen Parlament gebilligt werden. Am Freitag könnte die Eurogruppe grünes Licht für die Auszahlung der nächsten Tranche geben, hieß es aus Regierungskreisen weiter. - Das im Sommer vereinbarte neue Hilfsprogramm für Griechenland könnte bis zu 86 Milliarden Euro erreichen. 13 Milliarden Euro Hilfsgelder waren bereits im August geflossen.

Die Ergebnisse der Fußball-EM-Qualifikation:

Irland nimmt kommendes Jahr zum dritten Mal in seiner Fußballgeschichte an einer Europameisterschaft teil. Nach dem 1:1 vor wenigen Tagen in der ersten Playoff-Partie gegen Bosnien-Herzegowina setzte sich das Team von Trainer Martin O'Neill am Montagabend im Rückspiel daheim mit 2:0 durch und sicherte sich die Teilnahme an der EM 2016 in Frankreich. An diesem Dienstag treten in den weiteren EM-Qualifikationsspielen noch Slowenien gegen die Ukraine sowie Dänemark gegen Schweden an. Die Fußball-Europameisterschaft soll trotz der Anschläge von Paris wie geplant im kommenden Jahr in Frankreich stattfinden. Dabei werde die Sicherheit während des Turniers das oberste Gebot sein, erklärte die Europäische Fußball-Union UEFA.

Fußball-Freundschaftsspiel Belgien - Spanien abgesagt:

Während das Freundschaftsspiel zwischen der deutschen und der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft an diesem Dienstag wie geplant in Hannover stattfinden soll, hat der belgische Fußballverband ein für Dienstagabend geplantes Freundschaftsspiel gegen Spanien abgesagt. Der Grund ist die Anhebung der Terrorwarnstufe in Belgien. Danach wird eine Bedrohung als "möglich und wahrscheinlich" angesehen. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Fußballverband berichtete, habe die Regierung geraten, das Spiel ausfallen zu lassen. Im ausverkauften Stadion Roi Baudouin in Brüssel waren etwa 50.000 Fans erwartet worden. Nach der Serie von Terroranschlägen in Paris waren gegen zwei Terrorverdächtige in Belgien am Montag Haftbefehle erlassen worden. Die Fahndung nach dem Bruder eines Selbstmordattentäters von Paris, dem 26-jährigen Salah Abdeslam, verlief bisher ergebnislos.

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