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Nachrichten

17.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:01

Nachrichten von Montag, 17. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

Merkel warnt vor Flächenbrand durch Ukraine-Krise:

In einer Rede in Sydney hat Bundeskanzlerin Angela Merkel überraschend deutlich vor einem großen Flächenbrand durch die Ukraine-Krise gewarnt. Weiterhin äußerte die Kanzlerin scharfe Kritik an Russlands Präsident Wladimir Putin. Dieser setze auf das angebliche Recht des Stärkeren und missachte die Stärke des Rechts, sagte Merkel. Russland sehe die Ukraine als seine Einflusssphäre an und trete das internationale Recht mit Füßen, so die Kanzlerin. Dies stelle die europäische Friedensordnung insgesamt infrage. So seien etwa auch Georgien, Moldawien und Serbien besonderen Risiken ausgesetzt. Der russische Präsident hat das Vorgehen auf der Krim in einem ARD-Interview erneut verteidigt. Es habe sich nicht um einen Bruch des Völkerrechts gehandelt, so Putin. Russische Soldaten hätten vielmehr die auf der Krim lebenden Menschen beschützt, damit diese per Volksabstimmung über ihre Zukunft entscheiden konnten.

Iohannis laut Hochrechnungen Sieger der Präsidentenwahl in Rumänien:

Der deutschstämmige Konservative Klaus Iohannis hat sich zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Rumänien erklärt. "Wir haben gewonnen!", schrieb der 55-jährige bürgerliche Politiker auf seiner Facebook-Seite. Zuvor hatte sein Herausforderer, der als Favorit gehandelte sozialistische Regierungschef Victor Ponta, bereits seine Niederlage eingestanden und erklärt, er habe Iohannis zum Sieg gratuliert. Laut ersten Hochrechnungen kam Iohannis auf knapp 56 Prozent der Stimmen. Das erklärte das zentrale Wahlbüro nach Auszählung der Stimmzettel in einem Drittel der Wahllokale.

USA bestätigen Echtheit von IS-Enthauptungsvideo:

Die USA haben die Echtheit des von der Terrormiliz "Islamischer Staat" verbreiteten Videos bestätigt, das die Ermordung einer fünften westlichen Geisel zeigt. Präsident Barack Obama verurteilte die Enthauptung des US-Bürgers Peter Kassig in starken Worten und sprach der Familie sein Beileid aus. Der aus Indianapolis im Bundesstaat Indiana stammende Entwicklungshelfer habe einen "unzähmbaren Geist des Guten und der Ausdauer" in sich getragen, erklärte Obama auf seiner Rückreise vom G20-Gipfel in Australien. Der 26-jährige Kassig engagierte sich nach Angaben seiner Eltern seit März 2012 für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Entführt wurde er vor gut einem Jahr.

Portugals Innenminister tritt zurück:

Portugals Innenminister Miguel Macedo ist wegen eines Korruptionsskandals bei den Visa-Behörden seines Landes zurückgetreten. Er selbst habe mit der Affäre nichts zu tun, betonte der Minister in Lissabon. Aus Respekt vor der Würde der staatlichen Institutionen gebe er sein Amt aber auf. Die Polizei hatte am Donnerstag einen landesweiten Ring korrupter Beamter zerschlagen und elf Verdächtige festgenommen. Ihnen wird Bestechlichkeit, Geldwäsche, unlautere Einflussnahme und Unterschlagung zur Last gelegt. Im Mittelpunkt des Skandals stand das 2012 zur Wiederbelebung der Wirtschaft eingeführte "Golden-Visa"-System: Bürger aus Nicht-EU-Ländern bekommen ein Aufenthaltsrecht, wenn sie beispielsweise Immobilien im Wert von mindestens 500.000 Euro erwerben. Die Verdächtigen sollen diese Regelung nach Ansicht der Ermittler zum Kassieren von Schmiergeld genutzt haben.

Kolumbien setzt Friedensverhandlungen mit Farc-Rebellen aus:

Die kolumbianische Regierung hat die Friedensverhandlungen mit den Farc-Rebellen ausgesetzt. Die Gespräche würden unterbrochen, bis die Umstände der Entführung eines kolumbianischen Generals geklärt seien, zitierte das Verteidigungsministerium Kolumbiens Präsidenten Juan Manuel Santos. Er machte die Farc für das Verschwinden von General Rubén Alzate verantwortlich, der seit Sonntag im Südwesten des Landes vermisst wird. Seit 2012 führt die kolumbianische Regierung Friedensgespräche mit den Farc-Rebellen. In dem seit fünf Jahrzehnten anhaltenden Konflikt mit der Guerillaorganisation wurden nach offiziellen Angaben 220.000 Menschen getötet. Mehr als fünf Millionen Menschen flohen vor der Gewalt.

Diplomat wird Übergangspräsident von Burkina Faso :

Zweieinhalb Wochen nach dem Umsturz in Burkina Faso ist der Diplomat Michel Kafando zum Übergangsstaatschef bestimmt worden. Nach Angaben aus dem Wahlkomitee soll er das westafrikanische Land lenken, bis im November kommenden Jahres umfassende Wahlen stattfinden. Der 72-jährige Kafando war mehrere Jahre lang UN-Botschafter seines Landes. Von 1981 bis 1982 war er Außenminister von Burkina Faso. Seine Nominierung durch das 23-köpfige Wahlgremium muss noch vom Verfassungsrat bestätigt werden. Das Militär hatte in Burkina Faso Ende Oktober die Kontrolle übernommen. Zuvor war der bisherige Präsident Blaise Compaoré unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten und in die Elfenbeinküste geflohen.

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