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Nachrichten

17.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Arabische Liga hat sich vorläufig nicht auf einen Ausschluss Syriens wegen der dortigen gewaltsamen Unterdrückung der Opposition einigen können. Nach ihrem Sondertreffen in Kairo verlangten die Außenminister des Staatenbundes stattdessen einen "nationalen Dialog" zwischen der Regierung von Staatschef Baschar al Assad und seinen Kritikern. Dieses Treffen solle innerhalb von zwei Wochen in Kairo stattfinden, hieß es in der offiziellen Erklärung. Ziel der Konferenz sei es, die berechtigten Wünsche des syrischen Volkes und den erhofften Wandel zu verwirklichen, die Gewalt zu beenden und eine ausländische Militärintervention zu verhindern. Für einen möglichen Ausschluss Syriens und eine Anerkennung des Nationalrates der syrischen Opposition fand sich keine Mehrheit. Die Proteste in Syrien gehen unterdessen weiter. Seit März wurden dabei nach Schätzungen bereits mehr als 3.000 Menschen getötet.

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Israel hat die ersten Vorbereitungen für den geplanten Gefangenenaustausch mit der palästinensischen Hamas getroffen. Die Behörden brachten zunächst mehr als 400 Häftlinge mit Bussen in eine Unterkunft in der Negev-Wüste. Deren Freilassung wird nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters am kommenden Dienstag erfolgen. Im Gegenzug soll nach der auch mit deutscher Hilfe ausgehandelten Vereinbarung der vor mehr als fünf Jahren verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit über Ägypten in seine Heimat zurückkehren. Weitere palästinensische Gefangene würden, wie es weiter heißt, in den darauf folgenden zwei Monaten entlassen. Insgesamt kommen mehr als 1000 in israelischen Gefängnissen einsitzende Palästinenser frei, unter diesen auch wegen Terrors verurteilte Extremisten.

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Der frühere Chef der französischen Sozialisten, Francois Hollande, tritt für seine Partei bei der Präsidentenwahl im Frühjahr als Herausforderer von Amtsinhaber Nicolas Sarkozy an. Bei der Stichwahl der größten Oppositionspartei um die Kandidatur setzte sich Hollande mit rund 56 Prozent der Stimmen deutlich gegen die frühere Arbeitsministerin Martine Aubry durch. Diese sicherte Hollande ihre Unterstützung zu. - Drei Millionen Menschen beteiligten sich an der Abstimmung. Teilnehmen konnte jeder Franzose, der sich schriftlich zu den Zielen der politischen Linken bekannte und einen Euro Gebühr zahlte. Sarkozy, der in einem Popularitätstief steckt, will laut Medienberichten in Kürze seinen Wahlkampf aufnehmen. Offiziell hat er noch nicht mitgeteilt, ob er sich im April um eine weitere Amtszeit bewerben wird.

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Beim ersten offiziellen Besuch eines deutschen Staatschefs seit mehr als 40 Jahren in Afghanistan hat Bundespräsident Christian Wulff zum weiteren Kampf gegen den Terror aufgerufen. Die Weltgemeinschaft dürfe keine Mühen scheuen, um Terror und Gewalt gegen unschuldige Menschen zu beenden, sagte er bei einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Karsai in Kabul. Zugleich sicherte Wulff weitere Unterstützung der Bundesrepublik auch nach dem Abzug der internationalen Truppen zu. Nach den Gesprächen reiste der Bundespräsident nach Nordafghanistan weiter, wo er am Bundeswehrstandort Masar-i-Scharif mit deutschen Kommandeuren und Soldaten sprach. Die Visite Wulffs war aus Sicherheitsgründen nicht vorher angekündigt worden.

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Eine dauerhafte Lösung der Griechenland-Krise ist nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ohne eine Reduzierung der griechischen Gesamtverschuldung unmöglich. Dieser Schuldenschnitt werde vermutlich höher sein müssen, als man dies noch im Juli ins Auge gefasst habe, sagte der CDU-Politiker im 1. Deutschen Fernsehen. Banken und Investoren hatten damals zugesagt, freiwillig auf durchschnittlich 21 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten. Zuletzt war über 50 bis 60 Prozent spekuliert worden. Der Schuldenerlass werde Teil eines Gesamtplanes sein, der beim EU-Gipfel kommende Woche verabschiedet werde, kündigte Schäuble an. - Die weltweit zunehmenden Proteste gegen die Finanzindustrie nehme er sehr ernst, sagte der Minister. Die Politik müsse jetzt beweisen, dass sie selbst die Regeln setze und nicht von den Märkten getrieben werde.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig. Nur im Nordwesten zunehmend bewölkt. Die Temperaturen steigen auf maximal zwölf bis 20 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag ist es im Südosten noch freundlich und trocken, sonst zieht von Nordwesten her ein Regenband ins Landesinnere. Höchstwerte elf bis 20 Grad.

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