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Nachrichten

17.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die EU-Kommission hat das deutsch-französische Konzept zur Stabilisierung der Eurozone begrüßt. Die von Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Nicolas Sarkozy am Dienstag erarbeiteten Punkte für ein besseres Krisenmanagement seien ein Schritt nach vorne und ein wichtiger politischer Beitrag der beiden größten Länder der Eurozone, betonten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Finanzkommissar Olli Rehn. Als Reaktion auf die Schuldenkrise hatten Merkel und Sarkozy nach einem Treffen in Paris die Schaffung einer gemeinsamen Wirtschaftsregierung für die 17 Staaten der europäischen Währungsunion vorgeschlagen, um deren Wirtschafts- und Finanzpolitik besser koordinieren zu können. Zudem forderten die beiden Spitzenpolitiker die Festschreibung einer Schuldenobergrenze in den Verfassungen aller Eurostaaten und eine Steuer auf Finanztransaktionen. Die vielfach diskutierten gemeinsamen europäischen Staatsanleihen, sogenannte Eurobonds, lehnten sie ab.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich trotz eines Konjunkturrückgangs zuversichtlich zum weiteren Wirtschaftswachstum in Deutschland geäußert. Quartalsschwankungen dürften nicht überbewertet werden, sagte Merkel in Paris. Zuvor hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass inmitten der Schuldenkrise das Wachstum der noch zu Jahresbeginn vor Kraft strotzenden deutschen Wirtschaft fast zum Erliegen gekommen ist. Demnach verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni lediglich ein mageres Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 2011. - Volkswirte hatten zwar mit einer Konjunkturabkühlung gerechnet, aber nicht in diesem Umfang. Die jüngste Entwicklung führten sie unter anderem auf den privaten Konsum zurück, der trotz hoher Beschäftigung und steigender Löhne überraschend schwach war.

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Die Aufständischen in Libyen haben nach Ansicht der NATO mit wichtigen militärischen Erfolgen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi weiter in die Enge getrieben. Die Rebellen seien in den vergangenen Tagen sowohl nach Norden an die Mittelmeerküste als auch in Richtung Osten vorgestoßen, sagte ein Sprecher des Bündnisses in Brüssel. Der Nationale Übergangsrat der libyschen Rebellen gab unterdessen bekannt, spätestens acht Monate nach dem Sturz von Gaddafi die Macht abgeben zu wollen. Da der Übergangsrat nicht gewählt sei, werde er Libyen nicht jahrelang regieren, sagte der Präsident des Gremiums, Mustafa Abdel Dschalil, vor Journalisten in der Rebellenhochburg Bengasi. Dort stellte er auch einen auf Drängen der internationalen Gemeinschaft ausgearbeiteten Zeitplan vor, nach dem die gesamte Übergangsphase maximal 20 Monate dauern soll.

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Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf eine Gegendemonstration am Rande des katholischen Weltjugendtags in Madrid vereitelt. Ein aus Mexiko stammender Chemiestudent habe giftige Gase und andere chemische Substanzen einsetzen wollen, teilten die Ermittler mit. Der 24-Jährige wurde festgenommen. Der geplante Anschlag sei gegen eine Demonstration gerichtet gewesen, zu der 140 Organisationen für Mittwoch aufgerufen hatten. Am Donnerstag wird Papst Benedikt XVI. in Madrid erwartet. Die Veranstalter des Protestmarschs kritisieren, dass für die Papstvisite nach ihrer Ansicht Steuergelder ausgegeben werden. Die Kirche bestreitet dies und betont, dass der Weltjugendtag sich selbst finanziere. An der Eröffnungsmesse des Jugendtags nahmen am Dienstagabend Hunderttausende junger Katholiken teil. Zu dem Treffen sind auch knapp 17.000 Jugendliche aus Deutschland angereist.

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Zwei junge Männer aus dem Nordwesten Englands sind wegen Anstiftung zur Randale zu je vier Jahren Haft verurteilt worden. Das entschied ein Gericht in der Grafschaft Chester. Die Männer hatten über das soziale Netzwerk Facebook zu Randale und Plündereien in der Stadt Northwich aufgerufen. Die Polizei hatte das Schlimmste verhindern können. Richter Elgan Edwards sagte, er hoffe, das Urteil habe abschreckende Wirkung für andere. Ein Polizeisprecher nannte das Urteil "eine klare Botschaft an potenzielle Krawallmacher". In der Vorwoche war es in etlichen britischen Städten zu Ausschreitungen von jungen Leuten gekommen. Bei den vier Nächte dauernden Unruhen wurden fünf Menschen getötet. Es entstand Sachschaden in Höhe von hunderten Millionen Pfund.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südhälfte viel Sonne, Richtung Norden teils kompaktere Wolken und einzelne Schauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 19 bis 29 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Donnerstag zunächst meist sonnig. Im Tagesverlauf kommen von Westen erste Gewitter auf, dabei wird es zunehmend schwül. Die Maximaltemperaturen steigen auf Werte zwischen 21 und 33 Grad.

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