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Langsam gesprochene Nachrichten

17.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:56

Nachrichten von Montag, 17. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

Merkel verteidigt Hamburg als Ortswahl für G20-Gipfel:

Bundeskanzlerin Angela Merkel steht zu der umstrittenen Wahl Hamburgs als Ort des G20-Gipfels. Mit Blick auf die massiven Krawalle und Zerstörungen in Hamburg während des Gipfels sagte Merkel im ARD-Sommerinterview, sie drücke sich nicht vor der Verantwortung. Die Rücktrittsforderungen an den Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz halte sie für falsch, da sie selbst und die Bundesregierung Gastgeber gewesen seien. Inhaltlich sei sie mit dem Verlauf des Gipfels "sehr zufrieden" gewesen. In dem Interview bestand die Bundeskanzlerin auch auf dem deutschen Besuchsrecht für den türkischen NATO-Stützpunkt Konya. Vor wenigen Tagen hatte die Türkei einen geplanten Besuch von Bundestagsabgeordneten abgesagt. Merkel bekräftigte außerdem erneut, nach einem Wahlsieg bei der Bundestagswahl im September vier weitere Jahre regieren zu wollen.

 

Südkorea geht auf Nordkorea zu:

Südkorea hat dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea vorgeschlagen, wieder Militärgespräche aufzunehmen, um Spannungen abzubauen. Das Verteidigungsministerium in Seoul schlug für den kommenden Freitag Verhandlungen auf nordkoreanischer Seite des Grenzortes Panmunjom vor. Ziel sei es, alle "feindseligen Handlungen" entlang der militärischen Demarkationslinie einzustellen. Beide Länder sind durch eine vier Kilometer breite Pufferzone voneinander getrennt. Vermutlich könnte ein Vorschlag sein, die Lautsprecher-Propaganda auf beiden Seiten der Grenze einzustellen. Das Ministerium warte noch auf Antwort aus Nordkorea, sagte ein Sprecher. Das südkoreanische Rote Kreuz will bald zusätzliche Gespräche führen, um die Familienzusammenführung zwischen beiden Ländern fortzusetzen. Südkoreas neuer Präsident Moon Jae In hatte bei seinem Wahlsieg im Mai erklärt, wieder stärker auf die Führung in Pjöngjang zugehen zu wollen.

 

Venezolaner trotzen Gewalt bei Volksabstimmung:

Mindestens 7,1 Millionen Menschen haben sich an dem Referendum gegen die sozialistische Führung unter Präsident Nicolás Maduro beteiligt. Das teilten die Organisatoren des Votums nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmzettel mit. Vor mehreren Wahllokalen gingen Regierungsanhänger gewaltsam gegen Bürger vor. Mindestens eine Frau war vor einem Wahllokal getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden bei dem Vorfall in der Hauptstadt Caracas vier weitere Menschen verletzt. Berichten örtlicher Medien zufolge hatten regierungsnahe bewaffnete Milizen dort von Motorrädern aus auf Bürger geschossen. Bei dem Votum geht es um einen Protest gegen den Kurs der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Der venezolanische Präsident hatte angekündigt, die Volksbefragung nicht anzuerkennen. Das südamerikanische Land wird seit Monaten von schweren Protesten erschüttert. Die Opposition wirft dem Staatschef vor, er wolle eine Diktatur errichten.

 

Indische Abgeordnete wählen neuen Staatspräsidenten:

In Indien wird an diesem Montag ein Nachfolger für Staatspräsident Pranab Mukherjee gewählt. Dafür stimmen die knapp 5000 Abgeordneten der Parlamente des Landes und der Bundesstaaten ab. Zur Wahl stehen Ram Nath Kovind, der von der Regierungspartei nominiert wurde, und die frühere Diplomatin und erste weibliche Parlamentspräsidentin Meira Kumar. Beide Kandidaten stammen aus der untersten Schicht des Kastenwesens, deren Angehörige früher als "Unberührbare" galten und heute Dalits genannt werden. Bereits von 1997 bis 2002 war ein Präsident aus dieser Bevölkerungsgruppe im Amt. Der indische Präsident ist Staatsoberhaupt, erfüllt aber vor allem repräsentative Aufgaben. Die Stimmen werden am kommenden Donnerstag ausgezählt.

 

US-Regisseur und Gruselmeister George A. Romero tot:

Der US-Regisseur George A. Romero ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Wie sein Manager Chris Roe mitteilte, ist der Filmemacher nach einem "kurzen, aber aggressiven Kampf" gegen Lungenkrebs "friedlich" im Schlaf gestorben. Der Filmemacher gilt als Vater der Zombie-Filme. 1968 schockte Romero mit seinem Regiedebüt in "Die Nacht der lebenden Toten". Er drehte ein Dutzend Gruselstreifen, darunter "Crazies", "Zombie" und "Land of the Dead". 2009 stellte Romero beim Filmfest in Venedig mit "Survival of the Dead" sein letztes Regiewerk vor.

 

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