1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

17.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 11:11

Nachrichten von Mittwoch, 17. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

Kerry warnt Russland vor Rückfall in Kalten Krieg:

US-Außenminister John Kerry hat angesichts des von Russland angedrohten Ausbaus seines Atomwaffenarsenals vor einem Rückfall in den Kalten Krieg gewarnt. Natürlich beunruhige ihn das, sagte Kerry zur Ankündigung von Kremlchef Wladimir Putin, bis zum Jahresende mehr als 40 hochmoderne Interkontinentalraketen für seine Atomstreitkräfte anzuschaffen. Vor der Washingtoner Presse verwies der US-Minister auf den START-Abrüstungsvertrag, den Russland und die USA 1991 geschlossen und 2010 erneuert hatten. Darin wurde eine Verringerung der Atomwaffenarsenale beider Länder festgeschrieben. Staatschef Putin hatte am Dienstag gesagt, die Interkontinentalraketen, die er anschaffen wolle, seien fähig, "alle, selbst die technisch am weitesten entwickelten Luftabwehrsysteme zu durchbrechen". Auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte die Pläne umgehend kritisiert und von einer "gefährlichen" Entwicklung gesprochen.

USA fordern von Griechen "ernsthafte" Anstrengungen:

Die USA haben Griechenland im Schuldenstreit mit seinen Gläubigern zu ernsthaften Anstrengungen aufgefordert. US-Finanzminister Jacob Lew habe den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras bei einem Telefonat ermahnt, "ernsthaft" Initiative zu zeigen, um einen "pragmatischen Kompromiss" zu erzielen. Ein Scheitern der Verhandlungen wäre nicht nur für Griechenland problematisch, sondern würde auch eine "generelle Unsicherheit für Europa und die Weltwirtschaft" bedeuten. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte Athen zuvor einen "maßvollen Einschnitt" bei den Verteidigungsausgaben vorgeschlagen. Griechenland gibt im Vergleich mit anderen Staaten viel für Verteidigung aus. Die Verhandlungen über eine Lösung der Griechenland-Krise sind festgefahren.

Ausweitung der EU-Missionen in Mali und Niger:

Als Reaktion auf die Flüchtlingskrise will Deutschland mit Frankreich und Italien die zivilen EU-Missionen in den afrikanischen Ländern Mali und Niger ausweiten. Das sehe ein Diskussionspapier der Außenminister der drei Länder vor, das an die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und die Regierungen der anderen EU-Staaten versandt worden sei, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Demnach sollten die so genannten Eucap-Einsätze in der Sahelzone, bei denen die inneren Sicherheitskräfte beraten werden, um den Bereich des Grenz- und Migrationsmanagements ergänzt werden.

UN: 250.000 Kinder im Südsudan vom Hungertod bedroht:

Im Bürgerkriegsland Südsudan sind laut einem UN-Bericht rund 250.000 Kinder vom Hungertod bedroht. "Jedes dritte Kind ist ernsthaft unterernährt", heißt es in einem in der Hauptstadt Juba veröffentlichten Bericht des UN-Koordinators für humanitäre Hilfe im Südsudan, Toby Lanzer. Die Kriegsparteien hätten bei den jüngsten Kämpfen in großem Umfang Häuser in Brand gesteckt, Schulen und Krankenhäuser zerstört, massenhaft Vieh gestohlen und Infrastruktur etwa zur Trinkwasserversorgung zerstört. Das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe (Ocha) nutzte den Bericht für einen Hilfsappell: Zur Versorgung der bedürftigen Bevölkerung im Südsudan würden bis Jahresende noch etwa 1,63 Milliarden Dollar (1,45 Milliarden Euro) benötigt. Seit der Loslösung vom Sudan im Jahr 2011 leidet der Südsudan unter der Gewalt bewaffneter Gruppen.

Türkischer Ex-Präsident Demirel tot:

Im Alter von 90 Jahren ist der langjährige türkische Staats- und Ministerpräsident Süleyman Demirel an Herzversagen gestorben. Er war zuvor mit einer schweren Atemwegsinfektion in ein Krankenhaus in Ankara gebracht worden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu weiter meldete. Demirel hatte die Politik der Türkei jahrzehntelang geprägt. Insgesamt sieben Mal war er Regierungschef, erstmals 1965, das letzte Mal 1991 bis 1993. Von 1993 bis 2000 hatte er dann das Präsidentenamt inne. Im April 2000 erhielt er die Sonderstufe des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland durch den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau.

Rupert Murdoch übergibt 21st Century Fox an Sohn James:

Der 84-jährige Medienmogul Rupert Murdoch zieht sich zum 1. Juli von der Spitze des Konzerns 21st Century Fox zurück. Der Aufsichtsrat habe dem Plan zur Nachfolge an der Unternehmensspitze zugestimmt, wonach Murdoch den Vorstandsvorsitz an seinen 42-jährigen Sohn James übergeben wird, teilte die Mediengruppe mit. Rupert Murdochs älterer Sohn Lachlan (43) wird neben seinem Vater an die Spitze des Verwaltungsrats rücken. Der US-australische Milliardär hatte sein Medienimperium News Corp vor zwei Jahren aufgespalten. Die profitablen Film- und Fernsehfirmen wurden dabei unter dem Namen 21st Century Fox von den teilweise angeschlagenen Zeitungs- und Buchverlagen abgetrennt. Murdoch und seine Familie sind bei beiden Unternehmen Mehrheitseigner. Auch der deutsche Bezahlsender Sky gehört zum Murdoch-Imperium.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema