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Nachrichten

17.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Das gegen eine Staatspleite kämpfende Griechenland bekommt einen neuen Finanzminister. Verteidigungsminister Evangelos Venizelos soll das Schlüsselressort von Giorgos Papakonstantinou übernehmen, sagte ein Regierungsvertreter in Athen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Kabinettsumbildung solle noch am Vormittag bekanntgegeben werden. Papakonstantinou ist der Mann hinter dem drakonischen Sparprogramm, gegen das seit Tagen Tausende Griechen auf dem Athener Syntagma-Platz rebellieren. Er hat Gehälter im Öffentlichen Dienst gekürzt und die Mehrwertsteuer mehrfach angehoben, um an die milliardenschweren Hilfsgelder von EU und Internationalem Währungsfonds zu kommen. Papakonstantinou soll einem Bericht des Fernsehens zufolge neuer Umweltminister werden.

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Zu Beratungen über das weitere Vorgehen in der Griechenland-Krise empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Freitag in Berlin den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Bei den Verhandlungen über ein zweites Hilfspaket streiten die EU-Länder derzeit über eine Beteiligung von Banken und Versicherungen als private Geldgeber, wie sie von der Bundesregierung gefordert wird. Die Regierung in Paris sperrt sich gegen eine Umschuldung unter Miteinbeziehung privater Investoren, da französische Großbanken große Mengen griechischer Staatsanleihen halten. Weitere Schwerpunkte des Gesprächs im Kanzleramt sind die Nachfolge an der Spitze des Internationalen Währungsfonds sowie die Konflikte in Libyen, Syrien und Nahost.

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In Ungarn haben die größten Gewerkschaften gegen das Vorhaben der Regierung protestiert, Privilegien für Frührentner rückwirkend aufzuheben und Zehntausende von ihnen zur Arbeit zurückzuschicken. Die größte Kundgebung fand vor dem Parlament in Budapest statt, wo Tausende Soldaten, Feuerwehrmänner und Polizisten der Regierung vorwarfen, die Rechte der Arbeitnehmer zu missachten. Ministerpräsident Viktor Orban will die Beschäftigungsquote anheben, um die Wirtschaft anzukurbeln und die hohen Staatsschulden abzubauen. Das Schuldenniveau liegt bei über 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Beschäftigte in Berufen mit hohem Risiko wie Polizisten, Soldaten und Bergleute können bisher mit 57 Jahren - fünf Jahre früher als andere - in Rente gehen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterarbeiten können.

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In der chilenischen Hauptstadt Santiago haben zehntausende Studierende, Oberschüler und Lehrkräfte für eine bessere Ausbildung demonstriert. Es war eine der größten Kundgebungen der vergangenen Jahre in dem südamerikanischen Land. Die Polizei sprach von 50.000, der Veranstalter von 70.000 Teilnehmern. Die Demonstranten fordern unter anderem eine stärkere finanzielle Beteiligung des Staates an der Bildung sowie eine bessere Ausstattung der staatlichen Schulen. Diese fallen immer weiter gegenüber den renommierten Privatschulen zurück, die sich nur ein Zehntel der Schüler leisten können.

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Das US-Militär hat dem neuen Al-Kaida-Chef Aiman el Sawahiri das gleiche Schicksal angedroht, das dessen Vorgänger Osama bin Laden ereilte. Generalstabschef Mike Mullen sagte in Washington, ein amerikanisches Spezialkommando habe bin Laden getötet, das Gleiche werde man mit Sawahiri machen. Verteidigungsminister Robert betonte, dem 60-jährigen Ägypter fehle das Charisma seines Vorgängers. Das Terrornetzwerk hatte über islamistische Websites die Ernennung Sawahiris zum Nachfolger von Bin Laden verkündet, den US-Soldaten Anfang Mai in seinem Versteck in Pakistan erschossen hatten. Sawahiri, langjähriger Stellvertreter Bin Ladens, hat mehrfach zum Dschihad aufgerufen. Das Außenministerium in Washington hat für die Ergreifung Sawahiris eine Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau nur zögernd nachlassender Regen. Sonst mehr Sonne als Wolken und meist trocken. An den Küsten ebenfalls noch einige Schauer. Höchstwerte zwischen 17 Grad im äußersten Norden und bis zu 26 Grad am Oberrhein. Die weiteren Aussichten: Am Samstag wechselhaft mit mehr Wolken als Sonne. Verbreitet Schauer. Windig bei zwölf bis 24 Grad.

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