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Langsam gesprochene Nachrichten

17.05.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:24

Nachrichten von Mittwoch, 17. Mai 2017 – langsam gesprochen als MP3

Trumps Russland-Affäre zieht weitere Kreise:

US-Präsident Donald Trump soll laut der "New York Times" den inzwischen entlassenen FBI-Chef James Comey gebeten haben, die Ermittlungen wegen der Russland-Kontakte von Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen. Trump hatte Comey vergangene Woche entlassen. Im Skandal um die mutmaßliche Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Russland verteidigte der US-Präsident sein Handeln. Er habe "absolut das Recht" zu einem solchen Vorgehen, erklärte Trump. Bei den streng geheimen Informationen über die IS-Miliz handele es sich den Medienberichten zufolge um Erkenntnisse, die die USA von einem befreundeten ausländischen Geheimdienst erhalten haben. Recherchen der "New York Times" zufolge könnte es sich dabei um Israel handeln.

 

Vorerst keine neuen UN-Sanktionen gegen Nordkorea:

Der Weltsicherheitsrat sieht trotz des erneuten Raketentests Nordkoreas von neuen Sanktionen gegen das kommunistisch regierte Land vorerst offenbar ab. Der UN-Botschafter Uruguays und derzeitige Vorsitzende des Gremiums, Elbio Rosselli, sagte in New York, der Rat lehne die Handlungen Nordkoreas entschieden ab. Alle Länder müssten sich an bereits verhängte Sanktionen des UN-Sicherheitsrats halten. Mehrere UN-Resolutionen untersagen der kommunistischen Führung in Pjöngjang Tests unter Verwendung ballistischer Raketentechnik. Am Montag hatte der Sicherheitsrat den Raketentest vom Sonntag bereits scharf verurteilt und Bereitschaft erkennen lassen, neue Sanktionen gegen Pjöngjang zu verhängen.

 

Neue Todesfälle bei Protesten in Venezuela:

Die Zahl der Toten bei den politischen Unruhen in Venezuela seit Anfang April hat sich auf 42 erhöht. Behörden bestätigten die Tode von drei Demonstranten. Seit Montag hatten erneut tausende Menschen gegen den linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro demonstriert. Sie blockierten stundenlang wichtige Hauptverkehrsstraßen. Örtlichen Medienberichten zufolge gab es Zusammenstöße und Festnahmen von Oppositionellen in sechs Bundesstaaten. Mindestens 155 Bürger Venezuelas sind inzwischen wegen der Proteste durch die Militärjustiz inhaftiert worden. Dies gab die regierungsunabhängige Gruppierung Foro Penal bekannt.

 

Umfangreiche Streiks gegen neue Sparmaßnahmen in Griechenland:

Aus Protest gegen neue Sparmaßnahmen haben die größten Gewerkschaften in Griechenland landesweit Streiks begonnen. Weil die Fluglotsen vier Stunden lang die Arbeit niederlegen, werden Dutzende Flüge verschoben. Die Busse in Athen fuhren am Morgen zunächst nicht, auch die staatliche Bahn wurde bestreikt. Die Fähren sind den zweiten Tag in Folge in den Häfen geblieben. Ärzte staatlicher Krankenhäuser behandeln nur Notfälle. Am Abend will das Parlament ein neues Sparpaket billigen, das Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von gut 4,9 Milliarden Euro vorsieht. Es ist Voraussetzung für weitere Finanzspritzen seitens der Gläubiger an das hoch verschuldete Land.

 

EU fordert Ermittlungen nach Journalistenmorden in Mexiko:

Nach der Tötung von zwei Journalisten in Mexiko fordert die Europäische Union (EU) rasche und transparente Ermittlungen. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini in Brüssel. Innerhalb weniger Stunden waren am Montag zwei Journalisten in Mexiko getötet worden. In der Drogenhochburg Sinaloa erschossen Unbekannte den Korrespondenten der Zeitung "La Jornada", Javier Valdez. Kurz darauf töteten Angreifer den Reporter Jonathan Rodríguez Córdova im Bundesstaat Jalisco. Die mexikanischen Behörden sollten Journalisten effektiv schützen und die Straflosigkeit bei Verbrechen gegen Journalisten und Aktivisten beenden, sagte der EU-Sprecher. In diesem Jahr wurden in Mexiko bereits sechs Reporter getötet. Die Morde werden allerdings fast nie aufgeklärt.

 

BAMF räumt Fehler bei Überprüfung von Asylverfahren ein:

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat Medienberichten zufolge bei der Überprüfung von Altfällen viele Bearbeitungsfehler entdeckt. Nach Informationen der Zeitungen "Bild" und "B.Z." fanden die Kontrolleure der Behörde bei 1.000 Überprüfungen in 10 bis 15 Prozent der Fälle Fehler. Zudem stellt sich das Amt wegen der Untersuchungen zum Fall des mutmaßlich rechtsextremistischen Bundeswehrsoldaten Franco A. auf neue Verzögerungen bei laufenden Asylverfahren ein. Der Abzug erfahrener Entscheider für den Sonderauftrag könne zu einer langsameren Aufarbeitung des Rückstands führen, sagte eine Behördensprecherin. Der Offizier Franco A. hatte sich erfolgreich als syrischer Flüchtling registrieren lassen und subsidiären Schutz erhalten. Innenminister Thomas de Maiziere ordnete daraufhin an, 2.000 positive Asylentscheide zu überprüfen. 

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