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Nachrichten

17.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Euro-Staaten setzen das hochverschuldete Griechenland offen unter Druck. Um zugesagte Sparziele zu erreichen, muss Athen nach einem Beschluss der Euro-Finanzminister im laufenden Jahr noch mehr sparen und den Verkauf von Staatsbesitz ankurbeln. Nach den Worten des Vorsitzenden der Euro-Finanzminister, Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, wird eine "sanfte" Umschuldung des Landes nicht mehr ausgeschlossen. Dem milliardenschweren Rettungspaket für Portugal stimmten die Ressortchefs in Brüssel zu. Das Land muss nach Griechenland und Irland ebenfalls mit Kredithilfen vor der Staatspleite bewahrt werden. -- Zum Nachfolger für den im Oktober turnusmäßig aus dem Amt scheidenden Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, nominierten die Minister den Chef der italienischen Notenbank, Mario Draghi. An diesem Dienstag entscheiden die Finanzminister aller 27 EU-Staaten über schärfere Regeln für spekulative Finanzprodukte. Dabei geht es unter anderem um sogenannte Leerverkäufe, bei denen Spekulanten auf den Verfall einer Währung oder Aktie wetten.

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Der wegen des Verdachts auf sexuelle Belästigung in New York festgenommene Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, bleibt in Untersuchungshaft. Er wurde in ein Gefängnis auf einer Insel im New Yorker East River gebracht. Dort muss er bis zum nächsten Gerichtstermin am Freitag bleiben. Eine Richterin hatte seine Freilassung auf Kaution abgelehnt. Dem IWF-Chef wird vorgeworfen, in einem Hotelzimmer versucht zu haben, ein Zimmermädchen zu vergewaltigen. Allein dafür drohen Strauss-Kahn 25 Jahre Haft. Der 62-Jährige bestreitet alle Vorwürfe. Nach französischen Medienberichten hat Strauss-Kahn ein Alibi für die fragliche Zeit geltend gemacht. Strauss-Kahn wurde in Frankreich als möglicher Kandidat der oppositionellen Sozialisten bei der Präsidentenwahl 2012 gehandelt.

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In der libyschen Hauptstadt Tripolis haben NATO-Kampfflugzeuge Regierungsgebäude angegriffen. Nach Korrespondentenberichten standen die Behörde für innere Sicherheit und der Sitz des Anti-Korruptions-Ministeriums im Stadtzentrum noch Stunden danach in Flammen. Die Gebäude befinden sich in der Nähe der Residenz von Machthaber Muammar al-Gaddafi. Tripolis ist schon seit Wochen Ziel von Luftangriffen der NATO. Drei Monate nach Beginn des Aufstands gegen das Regime in Libyen hatte am Montag der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, Haftbefehl gegen Gaddafi beantragt. Auch Gaddafi-Sohn Saif al-Islam und deren Geheimdienstchef sollen sich nach dem Willen Moreno-Ocampos vor dem Gerichtshof verantworten müssen. Der Chefankläger wirft ihnen unter anderem die Tötung von bis zu 700 friedlichen Demonstranten vor. Gaddafi selbst soll die Angriffe angeordnet haben. Die libysche Regierung wies die Vorwürfe zurück.

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Zum ersten Mal seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak hat sich der in Ägypten regierende Militärrat in einer Rede an das Volk gewandt. Im Fernsehen forderte der Vorsitzende Hussein Tantawi die Menschen zu Ruhe und Einheit auf. Zugleich kündigte er an, man werde religiös motivierte Gewalt nicht tolerieren und hart gegen Anstifter von Gewalt vorgehen. Alle seien aufgefordert, zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage beizutragen. Die unter Korruptionsverdacht stehende Ehefrau Mubaraks überschrieb ihr Privatvermögen unterdessen dem Staat. In Agenturmeldungen hieß es, dabei handele es sich um eine Villa und Konten mit Millionensummen. Nach Behördenangaben können damit die Ermittlungen gegen die 70-Jährige eingestellt werden.

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Bei den Regional- und Kommunalwahlen in Teilen Italiens hat das Mitte-Rechts-Bündnis von Ministerpräsident Silvio Berlusconi Verluste hinnehmen müssen. So ist es der Opposition gelungen, in Berlusconis Heimatstadt und Hochburg Mailand eine Stichwahl zu erzwingen. Bürgermeisterin Letizia Moratti von der Berlusconi-Partei PDL lag nach Auszählung fast aller Stimmen bei nur 41,5 Prozent, der Mitte-Links-Kandidat Giuliano Pisapia bei 48 Prozent. Zudem gewann die Opposition in Turin und konnte ihre Mehrheit in Bologna behaupten. Zur Wahl aufgerufen waren 13 Millionen Italiener in elf Provinzen und 1300 Kommunen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte zunächst wolkenreich mit leichtem Regen. Richtung Süden und Südwesten hin heiter bis wolkig. Höchstwerte zwischen 13 und 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch im Norden wechselnd bewölkt und stellenweise Schauer. Sonst mehr Sonne als Wolken und meist trocken bei 16 bis 25 Grad.

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