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Nachrichten

17.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:09

Nachrichten von Donnerstag, 17. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Bei einer Schießerei an einem Stützpunkt der ukrainischen Nationalgarde in der Stadt Mariupol sind drei pro-russische Separatisten getötet worden. Zudem seien 13 verletzt und 63 festgenommen worden, teilte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow via Facebook mit. Als Separatisten versucht hätten, auf den Stützpunkt vorzudringen, hätten Soldaten Warnschüsse abgegeben. Im Osten der Ukraine haben pro-russische Milizen Gebäude in mindestens zehn Städten unter ihre Kontrolle gebracht. Auch die Verwaltung der Großstadt Mariupol am Asowschen Meer haben sie eingenommen. Die prowestliche Interimsregierung in Kiew wirft Russland vor, für die Aktionen verantwortlich zu sein. Sie hatte am Mittwoch vergeblich versucht, die pro-russischen Kräfte im Osten zu stoppen. In der Stadt Kramatorsk blockierten Anwohner und pro-russische Uniformierte ohne Abzeichen eine Panzerkolonne und erbeuteten sechs Fahrzeuge. Die ukrainischen Soldaten mussten ihre Munition abgeben. Auch in Slowjansk liefen Armee-Einheiten mit Radpanzern zu moskautreuen Aktivisten über.

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Unmittelbar vor dem Krisengipfel in Genf hat die Ukraine Russland die Unterstützung "terroristischer Aktivitäten" vorgeworfen. Moskau müsse seine Truppen von den östlichen Grenzen der Ukraine abziehen, forderte Außenminister Andrej Deschtschyzja nach seiner Ankunft in Genf. US-Präsident Barack Obama drohte Russland nochmals mit weiteren Sanktionen, falls es an der Destabilisierung der Ukraine festhalte. An dem Treffen in Genf nehmen US-Außenminister John Kerry, dessen Kollegen aus Moskau und Kiew, Sergej Lawrow und Andrej Deschtschyzja, sowie die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teil. Angesichts der erheblichen Differenzen wird nicht mit einem Durchbruch zu einer umfassenden Friedenslösung gerechnet. Eine gemeinsame Basis für weitere Verhandlungen wäre bereits ein wichtiger Erfolg, hieß es in Delegationskreisen.

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Über das Schicksal der im Norden Nigerias verschleppten Schülerinnen gibt es widersprüchliche Berichte. Das Verteidigungsministerium meldete die Befreiung fast aller Mädchen. Armeesprecher Chris Olukolade teilte mit, einer der in die Entführung verwickelten "Terroristen" sei festgenommen worden. Der Direktor des Gymnasiums habe bestätigt, dass acht Mädchen noch vermisst würden. Nach ihnen werde weiter fieberhaft gesucht. Olukolade präzisierte nicht, wieviele Schülerinnen genau befreit wurden. Er machte auch keine Angaben über die Rettungsaktion selbst. Dagegen erklärten die Behörden im Bundesstaat Borno, mehr als 100 Schulmädchen seien weiter in der Hand der radikal-islamischen Sekte Boko Haram.

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Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen wird in Algerien ein neuer Präsident gewählt. Unter den sechs Kandidaten ist der 77-jährige Amtsinhaber Abdelaziz Bouteflika trotz hohen Alters und massiv angeschlagener Gesundheit der haushohe Favorit. Im Wahlkampf hatte sich Bouteflika, der im Frühjahr 2013 einen Schlaganfall hatte, von Parteifreunden vertreten lassen. Dem früheren Regierungschef Ali Benflis wird ein Achtungserfolg zugetraut. Eine Koalition aus fünf Oppositionsparteien hat zum Boykott aufgerufen, weil sie massiven Wahlbetrug befürchtet. In dem öl- und gasreichen nordafrikanischen Staat gibt es große soziale Probleme, die Korruption grassiert. Bouteflika war erstmals 1999 mit Unterstützung der Armee ins Präsidentenamt gewählt worden.

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287 der insgesamt 475 Menschen an Bord der vor Südkorea gesunkenen Fähre werden noch vermisst. Es wird befürchtet, dass viele von ihnen im Inneren des Schiffs "Sewol" eingeschlossen wurden. Taucher suchen trotz starker Strömung unter Flutlichtbeleuchtung nach möglichen Überlebenden. Zur Unterstützung der Rettungs- und Bergungsarbeiten haben die USA den Hubschrauberträger "USS Bonhomme Richard" zum Unglücksort verlegt. Bisher wurden neun Todesopfer geborgen. 179 Passagiere und Crewmitglieder, darunter der Kapitän, konnten laut Küstenwache bisher gerettet werden. Die Fähre war am Mittwochmorgen auf dem Weg zur Insel Cheju, als sie 20 Kilometer vor der Insel Chindo möglicherweise auf einen Felsen auflief. Auch ein Motorschaden wird nicht ausgeschlossen.

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