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Nachrichten

17.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Mehr als 1000 Menschen haben bei kurzfristig organisierten Gedenkfeiern in Boston der Opfer der Bombenanschläge beim Marathonlauf gedacht. Mit US-Fahnen und Plakaten kamen sie an mehreren Orten der Stadt zusammen, um zu singen und zu trauern. In einem Park nahe der Anschlagstelle zündeten viele Menschen Kerzen an und sangen die amerikanische Nationalhymne. Bisher gingen mehr als 2000 Hinweise aus der Bevölkerung ein, die Bundespolizei FBI hat aber noch keine heiße Spur. Rund 1000 Polizisten ermitteln rund um die Uhr. Inzwischen wurden die drei Todesopfer identifiziert - eine 29-jährige Frau, ein achtjähriger Junge und eine chinesische Studentin. 17 Verletzte sind noch immer in einem kritischen Zustand. Präsident Barack Obama will am Donnerstag in Boston bei einem Gottesdienst für die Anschlagsopfer eine Rede halten.

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IIn einem Brief an einen US-Senator sind Spuren des tödlichen Giftes Rizin gefunden worden. Die Poststelle der Kongresskammer habe das Gift bei einer Routinekontrolle entdeckt, teilten die Behörden mit. Das Schreiben sei an den Republikaner Roger Wicker aus dem Bundesstaat Mississippi adressiert gewesen und abgefangen worden, bevor es sein Büro erreicht habe. Die Bundespolizei FBI und andere Sicherheitsbehörden nahmen die Ermittlungen auf. Über einen möglichen Zusammenhang mit dem Bombenanschlag von Boston konnten die Ermittler zunächst nichts sagen. Der Fall erinnert allerdings an die Briefe mit Milzbrand-Erregern, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 im Kongress auftauchten. Der Brief ohne Absender wurde den Angaben zufolge in Memphis im Bundesstaat Tennessee abgestempelt. Die Poststellen im Kapitol wurden vorerst geschlossen.

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In Venezuela hat Wahlsieger Nicolás Maduro eine für heute geplante Kundgebung der Opposition in der Hauptstadt Caracas verboten. Zur Begründung verwies er auf die Proteste gegen seine Wahl, bei denen am Montag laut Generalstaatsanwaltschaft sieben Menschen ums Leben kamen. Aber auch Oppositionschef Henrique Capriles sagte die geplante Kundgebung aus Sorge vor einer Eskalation ab. Er forderte die Regierung zu einem Dialog über die Zukunft des Landes auf. Bei der Wahl am Sonntag war der Konservative Capriles laut offiziellem Ergebnis dem Sozialisten Maduro mit 1,7 Prozentpunkten unterlegen. Maduro ist der Wunschnachfolger des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez.

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Die italienische Regierung hat mit inflationsgesicherten Anleihen in nur zwei Tagen 17 Milliarden Euro eingenommen. Die sogenannten "Patriotenanleihen" sollen dem Land gegen die Schuldenkrise helfen und waren auf Kleinsparer zugeschnitten. Nachdem das Papier bereits an den ersten beiden Tagen gut weggegangen war, beendete das Finanzministerium die Emission zwei Tage früher als geplant. Die Anleihe hat eine Laufzeit von vier Jahren, einen Mindestzinssatz von 2,25 Prozent und ist inflationsgeschützt. Wer die Papiere bis zum Laufzeitende behält, bekommt zudem eine Treueprämie.

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Im weltweiten Skandal um Billig-Brustimplantate beginnt an diesem Mittwoch im südfranzösischen Marseille der erste Strafprozess. Der Gründer der Brustimplantate-Firma PIP, Jean-Claude Mas, muss sich mit vier früheren Angestellten seines Unternehmens wegen des Vorwurfs der schweren Verbrauchertäuschung und des Betrugs vor Gericht verantworten. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft. Der 73-Jährige hat im Polizeiverhör gestanden, seine Silikon-Einlagen mit einem billigen Industriegel gefüllt und Kontrolleure ausgetrickst zu haben. Mas versicherte, die Einlagen seien nicht gesundheitsschädlich. Mehr als 5000 Frauen klagen in Marseille. Weltweit hatten sich hunderttausende Frauen die Billig-Produkte einsetzen lassen. In Deutschland waren es etwa 5000 Frauen.

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