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Nachrichten

17.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nordkorea lehnt im Streit um sein Atomprogramm eine Rückkehr von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde - IAEA - jetzt offenbar wieder ab. Wie japanische Medien unter Berufung auf Diplomaten berichteten, reagiert die Führung in Pjöngjang damit auf die Entscheidung der USA, als Reaktion auf den missglückten nordkoreanischen Raketenstart vom Freitag, Nahrungsmittelhilfen für das verarmte kommunistische Land auszusetzen. Im Februar hatten Nordkorea und die USA grundsätzlich vereinbart, dass die IAEA-Kontrolleure im Gegenzug für die Hilfen wieder einreisen dürfen. - Der UN-Sicherheitsrat hatte den gescheiterten Raketenstart am Montag scharf verurteilt. Zudem warnte das UN-Gremium Nordkorea vor zusätzlichen Sanktionen, sollte das Land weitere Raketenstarts oder gar einen Atomtest unternehmen.

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Aus Syrien werden auch nach Eintreffen eines Vorauskommandos der UN-Beobachtermission zur Überwachung der Waffenruhe weiter Kämpfe gemeldet. Bis die Beobachter die Konfliktgebiete aufsuchen können, wird es noch einige Tage dauern. Zunächst muss noch mit der syrischen Regierung über Aufgaben und Befugnisse der UN-Experten verhandelt werden. Die USA warfen dem Regime von Präsident Baschar al-Assad vor, den Sechs-Punkte-Friedensplan des internationalen Sondergesandten Kofi Annan nicht zu respektieren. Es lasse etwa keine friedlichen Demonstrationen zu und setze keine politischen Gefangenen auf freien Fuß. Die aktuellen Nachrichten aus Damaskus seien "nicht gut", sagte ein Sprecher im Außenministerium in Washington. Nach Angaben von Vertretern der syrischen Opposition wurden am Montag landesweit 27 Menschen von den Truppen des Regimes getötet.

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Australien will seine Truppen aus Afghanistan ein Jahr früher abziehen, als bislang geplant. Premierministerin Julia Gillard erklärte in Canberra, die meisten Soldaten würden wohl schon bis Ende 2013 nach Hause zurückkehren. Die afghanische Armee sei bereit, die Sicherung des Landes selbst zu übernehmen, sagte Gillard. Australien hat 1.550 Soldaten in Afghanistan stationiert. Das ist das größte Kontingent eines Landes außerhalb der NATO. Die NATO-Staaten wollen ihre Kampftruppen bis 2014 abziehen. Am Sonntag hatten die radikal-islamischen Taliban Ziele in der Hauptstadt Kabul und in drei Provinzhauptstädten angegriffen und dies als Beginn ihrer Frühjahrsoffensive bezeichnet. In Kabul waren die Angriffe erst am Montagmorgen niedergeschlagen worden.

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Die Finanzkrise hat im vergangenen Jahr den stetigen Anstieg der weltweiten Militärausgaben gestoppt. Wie das renommierte schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI mitteilte, gaben die Staaten 2011 für Rüstung 1,74 Billionen Dollar aus, 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Insgesamt kürzten sechs der Länder mit den höchsten Militärausgaben ihren Verteidigungsetat: Deutschland, Frankreich, Brasilien, Indien, Großbritannien und die USA. Hingegen steigerten Russland und China ihre Ausgaben weiter.

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Als erstes Land außerhalb Europas stellt Japan dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zusätzliche 60 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise zur Verfügung. Japan wolle dem IWF zu mehr Schlagkraft verhelfen, sagte Finanzminister Jun Azumi in Tokio. Der IWF, der finanziell angeschlagenen Ländern unter die Arme greift, hatte im Januar eine Erhöhung seines Etats um 600 Milliarden Dollar vorgeschlagen. Wegen des Widerstands der USA und der Zurückhaltung wichtiger Schwellenländer dürfte diese Summe aber nur schwer zu erreichen sein. Die Euro-Staaten haben rund 200 Milliarden Dollar zugesichert, andere EU-Länder wollen weitere 50 Milliarden Dollar beisteuern.

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