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Nachrichten

17.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:36

Nachrichten von Dienstag, 17. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Knapper Wahlausgang in Israel erwartet:

In Israel ist die Bevölkerung aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. In den Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der konservativen Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem Mitte-Links-Bündnis unter Oppositionsführer Izchak Herzog ab. Netanjahu schloss bei der Abgabe seiner Stimme abermals eine Koalition mit dem Zionistischen Lager aus. Das Oppositionsbündnis ist ein Zusammenschluss der sozialdemokratischen Arbeitspartei von Herzog und der in der politischen Mitte angesiedelten Partei Hatnua (Die Bewegung) von Ex-Außenministerin Zipi Livni. Im Wahlkampf-Endspurt hatte sich Netanjahu zuletzt deutlich von einer Zweistaatenlösung distanziert. Wer die Schaffung eines Palästinenserstaates wolle, überlasse diese Gebiete islamistischen Terroristen für Angriffe auf Israel, meinte er. Herzog wirft dem Amtsinhaber vor, die Angst vor radikalen Palästinensern zu schüren, um von sozialen Fragen im Land abzulenken.

Keine Wende in Syrien-Politik :

Die US-Regierung hat zur Beilegung des Syrien-Konflikts direkte Verhandlungen mit Machthaber Baschar al-Assad nochmals ausgeschlossen. Jemand, der Zehntausende seiner eigenen Leute habe töten lassen, habe keine Berechtigung, in der Zukunft seines Landes eine Rolle zu spielen, erklärte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki in Washington. Allerdings sei es notwendig, Vertreter des Assad-Regimes in Verhandlungen über eine politische Lösung des Syrien-Konflikts einzubeziehen. Die letzten Friedensgespräche zwischen dem Regime und der Opposition waren vor mehr als einem Jahr in Genf gescheitert. Zuvor hatte US-Außenminister John Kerry Verbündete mit Äußerungen irritiert, die USA und andere Staaten prüften Wege, Assad zu Gesprächen über einen politischen Übergang zu bewegen.

Amnesty verurteilt syrische Verbrechen an Zivilisten:

Im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) soll die syrische Armee mehr als 100 Zivilisten getötet haben, darunter auch zahlreiche Kinder. Das geht aus einem Bericht von Amnesty International hervor. Luftangriffe auf Gebiete der ostsyrischen Stadt Rakka hätten gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen, heißt es darin. Bei den Bombardements seien auch eine Moschee und ein Markt getroffen worden. Die bloße Anwesenheit von IS-Mitgliedern berechtige nicht dazu, Wohngebiete anzugreifen und damit den Tod von Zivilisten in Kauf zu nehmen, erklärte Amnesty. Die Organisation verlangt eine Untersuchung durch den Internationalen Strafgerichtshof. Der IS hatte die Stadt Rakka im vergangenen Jahr zur Hauptstadt eines sogenannten "Islamischen Kalifats" auf syrischem und irakischem Boden erklärt.

Chef der Muslimbrüder droht Todesstrafe:

Ein ägyptisches Gericht will gegen den Anführer der islamistischen Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, und 13 weitere Mitglieder der verbotenen Organisation offenbar die Todesstrafe verhängen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldet, wurde der Fall an den Großmufti weitergeleitet. Bevor in Ägypten ein Todesurteil verkündet werden kann, muss der höchste islamische Rechtsgelehrte angehört werden. Badie und die anderen Muslimbrüder wurden für schuldig befunden, landesweit Anschläge geplant zu haben. Die Verteidigung hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zuvor war Badie bereits vier Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Prozess, in dem ein Todesurteil gegen ihn fiel, wurde neu aufgerollt. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär gehen die Behörden mit aller Härte gegen Mursis Anhänger vor.

Zwölf Hinrichtungen in Pakistan :

In Pakistan sind an einem einzigen Tag zwölf Menschen gehängt worden. Die verurteilten Mörder seien in Gefängnissen in der östlichen Provinz Punjab und in Karachi hingerichtet worden, teilte ein Vertreter des Innenministeriums mit. Seit Aufhebung des Moratoriums für die Todesstrafe im Dezember wurden damit in Pakistan bereits 37 Menschen hingerichtet. Die Regierung hatte die Wiedereinführung der Todesstrafe nach einem Taliban-Anschlag auf eine Schule in Peshawar, bei dem mehr als 140 Menschen getötet worden waren, zunächst für verurteilte "Terroristen" beschlossen. In der vergangenen Woche wurde das Moratorium dann vollständig aufgehoben, betroffen sind nun alle zum Tod verurteilten Häftlinge. Die Vereinten Nationen, die EU und Menschenrechtsorganisationen haben die Entscheidung verurteilt, die Todesstrafe wieder einzuführen.

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