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Nachrichten

17.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die syrische Hauptstadt Damaskus ist von zwei Explosionen erschüttert worden. Das staatliche Fernsehen berichtete, es habe sich um terroristische Anschläge gehandelt. Die Täter hätten nach ersten Informationen in Autos deponierte Sprengsätze gezündet. Es habe Tote und Verletzte gegeben, wieviele wurde nicht bekannt. Das Staatsfernsehen berichtete, dass eine Explosion sich vor einem Gebäude des Geheimdiensts und die andere vor einer weiteren Sicherheitsbehörde ereignet hätten. Der Syrien-Sondergesandte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Kofi Annan, will an diesem Wochenende wieder eine Delegation nach Damaskus schicken. Sie solle die Diskussion über seine Vorschläge zur Beendigung der Gewalt fortsetzen, sagte Annan in Genf. Vor dem UN-Sicherheitsrat in New York hatte er die bisherigen Reaktionen von Präsident Baschar al-Assad zuvor als enttäuschend gewertet.

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US-Präsident Barack Obama und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai haben Irritationen über den Abzug der internationalen Truppen vom Hindukusch ausgeräumt. Nach einem Telefonat der beiden Politiker teilte das Weiße Haus in Washington mit, Obama und Karsai hätten den Abzugstermin 2014 bekräftigt. Der afghanische Präsident hatte nach der Empörung über die Verbrennung von Exemplaren des Koran auf einem US-Stützpunkt und dem Amoklauf eines US-Soldaten mit 16 toten Zivilisten erklärt, dass sein Land schon 2013 die vollständige Sicherheitsverantwortung von der NATO-geführten Afghanistan-Schutztruppe ISAF übernehmen wolle. Auch die deutsche Regierung hatte Karsais Vorstoß zurückgewiesen.

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Nach dem Massaker an 16 Dorfbewohnern in Afghanistan ist der mutmaßliche Schütze in die USA verlegt worden. Der 38-jährige US-Soldat und zweifache  Familienvater ist nach Armeeangaben auf einer Militärbasis in Kansas angekommen. Der Mann, den die Armee als Robert Bales identifiziert hat, werde bis zur Erhebung der Anklage gegen ihn in Einzelhaft sitzen. Bales wird vorgeworfen, in einem afghanischen Dorf 16 Zivilisten erschossen zu haben, darunter neun Kinder und drei Frauen. Das Massaker hat die Beziehungen zwischen den USA und Afghanistan schwer belastet. Experten rechnen mit einer baldigen Anklageerhebung. Bales wird sich nach US-Militärrecht verantworten müssen. Es ist aber derzeit noch unklar, wo der Prozess stattfinden wird.

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Der von einem US-Spezialkommando im Mai 2011 getötete Chef des Terrornetzwerks Al Kaida, Osama bin Laden, hatte nach einem amerikanischen Medienbericht einen Mordanschlag auf Präsident Barack Obama geplant. Wie die "Washington Post" berichtet, waren entsprechende Unterlagen in bin Ladens Versteck in Pakistan gefunden worden. Sie unterlägen nicht mehr der Geheimhaltung. Der Al-Kaida-Chef habe einen Angriff auf das Präsidenten-Flugzeug "Air Force One" geplant.

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Im südostasiatischen Osttimor haben die Bürger über den Präsidenten abgestimmt. Gegen Amtsinhaber José Manuel Ramos-Horta von der Revolutionären Front für ein unabhängiges Osttimor (Fretilin) traten elf Gegenkandidaten an. Für einen Sieg in der ersten Runde sind mehr als 50 Prozent der Stimmen erforderlich. Erreicht diese keiner der Kandidaten, finden in zwei Wochen Stichwahlen statt. Offizielle Ergebnisse werden nicht vor Anfang kommender Woche erwartet. Das 1,1 Millionen Einwohner zählende Osttimor ist seit dem Jahr 2002 unabhängig. Zuvor waren in dem südostasiatischen Inselstaat bei einem jahrzehntelangen Kampf gegen Indonesien mehr als 180.000 Menschen getötet worden. Ramos-Horta erhielt 1996 zusammen mit seinem Landsmann Bischof Carlos Belo den Friedensnobelpreis, 2007 übernahm er das Präsidentenamt. Der bitterarme Kleinstaat hängt stark von überwiegend australischer Entwicklungshilfe ab.

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Im Westen Chinas hat sich erneut ein tibetischer Mönch aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Brand gesteckt. Der 20-Jährige habe sich am Freitag vor dem Kloster Kirti in Aba, einer Stadt in der Provinz Sichuan, angezündet, teilte die Aktivistenorganisation Free Tibet mit. Auch Radio Free Asia bestätigte den Bericht. Mehr als 20 Tibeter haben sich im Verlauf des vergangenen Jahres in Brand gesteckt, um damit gegen die Unterdrückung ihrer Religion und Kultur durch Peking zu protestieren.

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Auch nach der Absage des Besuchs des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Bochum rechnet die Polizei mit erheblichen Protestkundgebungen. Die Demonstrationen seien nach wie vor angemeldet, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere zehntausend Demonstranten, vor allem Armenier, Kurden und Aleviten werden in Bochum erwartet, wo Erdogan am Abend die private und undotierte Auszeichnung "Steiger Award" erhalten sollte. Damit sollen Persönlichkeiten geehrt werden, die sich für Toleranz und Menschlichkeit einsetzen. Erdogan hatte seine Teilnahme jedoch nach Angaben des Veranstalters abgesagt. Grund sei der Absturz eines türkischen Militärhubschraubers in Afghanistan, hieß es in einer Mitteilung. Der Steiger ist eine Aufsichtsperson im Bergbau.

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Zum SPORT: In der Ersten Fußball-Bundesliga spielten am Freitag: Hoffenheim - Stuttgart 1:2.

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