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Nachrichten

17.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundespräsident Christian Wulff mit nachdenklichem Blick

Bundespräsident Christian Wulff

Der unter neuem Druck stehende Bundespräsident Christian Wulff hat für Freitag eine Erklärung angekündigt. Wulff werde sich gegen elf Uhr an seinem Dienstsitz im Schloss Bellevue äußern, teilte das Bundespräsidialamt mit. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte am Donnerstag in einem beispiellosen Schritt beim Bundestagspräsidenten die Aufhebung von Wulffs Immunität beantragt, um Ermittlungen gegen ihn einleiten zu können. Die Staatsanwaltschaft erklärte, gegen Wulff und den Filmunternehmer David Groenewold bestehe der Anfangsverdacht der Vorteilsannahme beziehungsweise Vorteilsgewährung. Über die Aufhebung der Immunität von Wulff muss nun der Bundestag abstimmen. SPD und Grüne kündigten umgehend an, dafür zu stimmen.

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Die UN-Vollversammlung hat in einer Resolution das sofortige Ende der Gewalt in Syrien gefordert. Mit großer Mehrheit stimmte das Gremium in New York für den Entwurf, in dem die blutige Unterdrückung der Protestbewegung gegen Staatschef Baschar al-Assad verurteilt wird: 137 Mitgliedsstaaten stimmten dafür, 17 enthielten sich, zwölf stimmten dagegen, darunter China und Russland. Die russische Regierung kritisierte die Resolution als einseitig gegen Assad gerichtet. China und Russland hatten eine ähnliche Resolution im UN-Sicherheitsrat mit ihrem Veto gestoppt. In der UN-Vollversammlung haben sie diese Möglichkeit nicht. Allerdings hat deren Resolution auch nur appellativen Charakter. Sanktionen kann nur der Sicherheitsrat verhängen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von der Resolution als einer seit langem erwarteten Botschaft. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, die Resolution sei ein klares Zeichen der Solidarität mit dem syrischen Volk.

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Der sogenannte Unterhosenbomber muss lebenslang hinter Gitter. Ein Gericht in Detroit befand den Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab des hundertfachen versuchten Mordes für schuldig. Der 24-Jährige hatte an Weihnachten 2009 versucht, ein Flugzeug über der amerikanischen Stadt in die Luft zu sprengen. Den Sprengstoff hatte er in seiner Unterhose ins Flugzeug geschmuggelt. Der Anschlag schlug fehl, weil die Zündung nicht funktionierte. Vor Gericht bekannte er sich nach US-Recht für schuldig, behauptete aber auch, nach islamischem Recht unschuldig zu sein, weil er einen "heiligen Krieg" gegen die USA geführt habe.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat in Peru die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und dem lateinamerikanischen Land hervorgehoben. Bei einem Treffen mit Präsident Ollanta Humala sagte er, Peru zähle zu den Ländern mit großem Potenzial. Die neue Regierung dort bewege sich "in Richtung soziale Marktwirtschaft". Dies biete neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Humala und Westerwelle befürworteten ein schnelles Inkrafttreten des von der EU mit Kolumbien und Peru vereinbarten Freihandelsabkommens. Deutschland ist Perus wichtigster Handelspartner in Europa. In einer Rede an der Katholischen Universität in Lima unterstrich Westerwelle zudem die Bereitschaft Deutschlands, Peru bei der Bekämpfung des Drogenhandels zu unterstützen. An diesem Freitag reist der Bundesaußenminister weiter nach Panama.

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Am Frankfurter Flughafen haben die rund 200 streikenden Vorfeldmitarbeiter ihren Ausstand vom Donnerstag fortgesetzt. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will mit 14 Stunden doppelt so lange streiken wie am Vortag. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurden mehr als 280 Flüge abgesagt. Am Donnerstag waren 172 von 526 geplanten Flügen wegen des Streiks ausgefallen. Die GdF kündigte an, sollte Fraport nicht einlenken, würden die Streiks in der kommenden Woche noch verschärft. Die Streikenden verlangen deutlich höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Der Flughafenbetreiber lehnt Forderungen nach bis zu 73 Prozent mehr Geld als zu hoch ab. Andere Gewerkschaften kritisierten die Streikziele der Gewerkschaft der Flugsicherung als unsolidarisch und egoistisch.

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