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Nahost

17 Tote bei Explosion einer Autobombe in Damaskus

Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Posten des Geheimdienstes in der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Samstag (27.09.2008) mindestens 17 Menschen getötet worden. Die Opfer sollen Zivilisten sein.

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Anders als in den Nachbarländern kommt es in Syrien relativ selten zu Anschlägen

Die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete, 14 weitere Menschen seien verletzt worden, als die Bombe in der Nähe des Bezirks Sajjida Seinab hochging. Unklar blieb zunächst, ob möglicherweise auch Geheimdienstmitarbeiter in Zivil unter den Opfern sind.

Flüchtlingsviertel

Laut SANA waren in dem Auto rund 200 Kilogramm Sprengstoff versteckt. Die Explosion am Morgen war so heftig, dass sie noch in weiter Entfernung zu hören war. In dem Viertel nahe der Straße zum Flughafen liegt die Moschee von Sajjida Seinab, einer Enkeltochter des Propheten Mohammed. Die Grabmoschee wird täglich von schiitischen Pilgern besucht, von denen viele aus dem Iran anreisen. In dem Viertel wohnen zudem viele irakische Flüchtlinge.

Anders als in den Nachbarländern Libanon und Irak sind Bombenanschläge in Syrien, das ein feinmaschiges Geheimdienstnetz hat, selten. Der letzte spektakuläre Bombenanschlag in Damaskus tötete im Februar Emad Mughnija, einen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz, der von den USA als gefährlicher Terrorist gesucht worden war.

Geänderte Politik?

Kritiker des Regimes von Präsident Baschar al-Assad hatten nach früheren Terrorattacken behauptet, diese seien vom Geheimdienst inszeniert worden, um den falschen Eindruck zu erwecken, Syrien werde von islamistischen Terroristen bedroht. Israel und die USA werfen Syrien Unterstützung der Hisbollah und radikaler Palästinensergruppen vor.

Die irakische Regierung hatte in den vergangenen Wochen mehrfach betont, Syrien habe seine Politik geändert und bemühe sich jetzt, das Eindringen von Terroristen in den Irak über die gemeinsame Grenze zu verhindern.