16.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 16.12.2017
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Langsam gesprochene Nachrichten

16.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Samstag, 16. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

Koalition von ÖVP und FPÖ in Österreich steht:

Zwei Monate nach der Parlamentswahl in Österreich haben sich die konservative ÖVP und die rechtspopulistische FPÖ auf ein Regierungsbündnis geeinigt. Das gaben ÖVP-Chef Sebastian Kurz und der FPÖ-Vorsitzende Heinz-Christian Strache nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Wien bekannt. Am Montag soll das neue Kabinett vereidigt werden. Der 31-jährige Kurz steht unmittelbar davor, Europas jüngster Regierungschef zu werden. Er kündigte an, Schwerpunkte seiner Regierung seien die innere Sicherheit und der Kampf gegen illegale Migration sowie eine Steuerreform. In Deutschland hat die Führung der Sozialdemokraten Sondierungsgespräche mit den konservativen Parteien CDU und CSU über eine Regierungsbeteiligung beschlossen.

 

Trumps Steuerreform: Der Widerstand bröckelt:

US-Präsident Donald Trump ist mit seiner umstrittenen Steuerreform einen großen Schritt weiter gekommen. Zwei Senatoren, die zuvor mit Ablehnung gedroht hatten, wollen nach einigen Änderungen im Gesetzesentwurf nun dafür stimmen. Damit gilt als wahrscheinlich, dass die Reform in der kommenden Woche von beiden Kammern des Kongresses mit der Mehrheit der republikanischen Stimmen verabschiedet wird. Es wäre Trumps erster großer Erfolg seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr. Die Demokraten wollen die Steuerreform geschlossen ablehnen. Sie bemängeln, dass sie vor allem Unternehmen und Reichen zugute kommt. Nach Berechnungen unabhängiger Gremien wird die Reform außerdem das Haushaltsdefizit innerhalb von zehn Jahren um eine Billion Dollar vergrößern.

 

Tillerson kritisiert China und Russland für Umgang mit Nordkorea:

US-Außenminister Rex Tillerson hat China und Russland direkt für deren Umgang mit Nordkorea im Konflikt um das Atom- und Raketenprogramm kritisiert. Russland erlaube nordkoreanischen Arbeitern, unter "sklavereiähnlichen Bedingungen zu schuften" und Geld an Pjöngjang zu schicken, beklagte Tillerson im UN-Sicherheitsrat in New York. Chinas Rohöllieferungen an Nordkorea behinderten Bemühungen der Weltgemeinschaft, den Konflikt zu entschärfen. Tillerson stellte klar, dass Washington sich von Pjöngjang nicht unter Druck setzen lassen werde. Jüngst hatte er Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten. Nun erklärte der US-Chefdiplomat, Nordkorea müsse sich den Weg zurück an den Verhandlungstisch erst verdienen. 

 

Neue gewalttätige Proteste in Honduras:

Knapp drei Wochen nach der Präsidentschaftswahl in Honduras haben erneut Anhänger der Opposition gegen das Ergebnis protestiert. Die Demonstranten errichteten Straßensperren. In der Hauptstadt Tegucigalpa wurden Steine geschleudert, Autoreifen angezündet und ein Armeefahrzeug in Brand gesteckt. Soldaten setzten Tränengas gegen die Regierungsgegner ein. In den ersten Stunden nach der Wahl am 26. November hatte Oppositionskandidat Salvador Nasralla einen deutlichen Vorsprung vor dem amtierenden Staatschef Juan Orlando Hernández, nach mehrtägigen Verzögerungen bei der Auszählung lag dann aber der Staatschef vorne. Die Opposition erkennt das Ergebnis nicht an und wirft der Regierung Wahlfälschung vor.

 

CSU-Parteitag: Merkel und Seehofer zelebrieren Einigkeit:

Nach ihrem langen Flüchtlingsstreit ziehen CDU und CSU nun mit einem demonstrativen Schulterschluss in die Gespräche mit der SPD über eine Regierungsbildung. Auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg sagte Kanzlerin Angela Merkel, stark seien die Schwesterparteien besonders dann, wenn sie sich einig seien. Zwar werde es immer Reibereien geben, die beide Seiten bereichern oder auch schwächen könnten. Die Schwächephase habe man aber hinter und die Bereicherungsphase vor sich, so Merkel. Auch CSU-Chef Horst Seehofer appellierte an die Unions-Anhänger: CDU und CSU seien "die einzige politische Kraft, die handlungsfähig, regierungsfähig und regierungswillig" sei. Man müsse sich bei den anstehenden Sondierungen mit der SPD genauso geschlossen zeigen wie in den Jamaika-Verhandlungen.

 

Mindestens zwei Tote bei Erdbeben in Indonesien:

Bei dem Erdbeben der Stärke 6,5 auf der indonesischen Insel Java sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 62-jähriger Mann und eine 80-jährige Frau seien in einstürzenden Gebäuden umgekommen, berichtete der Katastrophenschutz. Das Beben hatte sich am Freitagabend nahe der Küstenstadt Cipatujah ereignet. Die Erschütterungen waren auch in der Hauptstadt Jakarta zu spüren. Eine Tsunami-Warnung war nach kurzer Zeit wieder aufgehoben worden. 

 

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