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Nachrichten

16.12.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:58

Nachrichten von Dienstag, 16. Dezember 2014 – langsam gesprochen als MP3

Journalisten immer häufiger entführt:

Journalisten müssen nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" immer öfter damit rechnen, während ihrer Arbeit entführt zu werden. Im zu Ende gehenden Jahr wurden weltweit 119 Medienschaffende entführt – 37 Prozent mehr als 2013. Wie aus der "Jahresbilanz der Pressefreiheit" weiter hervorgeht, hat sich zudem die Gesamtzahl der Journalisten (139) und Bürgerjournalisten (20) mehr als verdoppelt, die vor Drohungen, Gewalt oder staatlichen Repressalien ins Ausland fliehen mussten. 66 Journalisten sowie 19 Bürgerjournalisten und elf Medienmitarbeiter sind wegen ihrer Arbeit getötet worden. Zu den gefährlichsten Ländern für Reporter gehören danach Libyen, Syrien, Äthiopien, der Irak, die Palästinensergebiete und der Osten der Ukraine. Vorstandssprecherin Astrid Frohloff beklagte: "In einigen Regionen erleben wir eine neue Qualität der Gewalt im Umgang mit Journalisten, die erschreckt." Im Gefängnis sitzen wegen ihrer Arbeit weltweit 178 Journalisten, wie "Reporter ohne Grenzen" weiter berichtet. Die Länder mit den meisten inhaftierten Journalisten sind China (29), Eritrea (28), Iran (19), Ägypten (16) und Syrien (13).

Tausende gehen gegen Islam auf die Straße:

Trotz bundesweiter Kritik verzeichnet das rechtspopulistische "Pegida"-Bündnis weiter Zulauf. Nach Angaben der Polizei folgten am Montagabend in Dresden rund 15.000 Menschen dem Demonstrationsaufruf der sogenannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Sie gingen unter anderem für ein schärferes Asylgesetz auf die Straße. Es war die neunte und bisher größte "Pegida"-Aktion. An Gegenkundgebungen beteiligten sich mehr als 6500 Menschen. In Bonn haben sich Gegner der "Pegida"-Bewegung einer ausländerfeindlichen Demonstration in großer Überzahl entgegengestellt. Sie verhinderten damit einen geplanten Marsch durch die Innenstadt. Zu der Veranstaltung hatte auch die rechtsextreme "Bürgerbewegung Pro NRW" aufgerufen.

Palästinenser im Westjordanland getötet:

Bei einem israelischen Armeeeinsatz im Flüchtlingslager Kalandija im Westjordanland ist ein 20-jähriger Palästinenser getötet worden. Wie palästinensische Sicherheits- und Rettungskräfte mitteilten, kam er ums Leben, als mehrere Palästinenser festgenommen werden sollten. Die Armee bestätigte, dass es bei dem Einsatz eines Spezialkommandos nahe Ramallah einen Schusswechsel mit "Terroristen" gegeben habe, nachdem diese die Soldaten beschossen und mit Sprengsätzen beworfen hätten. Das Militär sprach von Notwehr. Die Entscheidung der Palästinenserführung, dem UN-Sicherheitsrat an diesem Mittwoch eine ultimative Resolution zur Lösung des Nahostkonflikts vorzulegen, löste inzwischen hektische diplomatische Aktivitäten aus. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der am Montag in Rom mit US-Außenminister John Kerry zusammenkam, wies jegliches "einseitige Diktat einer Fristsetzung" entschieden zurück. In Paris traf sich Kerry anschließend mit den Außenministern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens.

EU sagt Ukraine keine neuen Finanzhilfen zu:

Die Europäische Union will der Ukraine vorerst keine konkreten Zusagen für neue Finanzhilfen machen. Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Regierungschef Arseni Jazenjuk stellte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn lediglich die Organisation einer Geberkonferenz in Aussicht. Wenn die Ukraine ihre Reformen vorantreibe, könne die Konferenz "sehr früh" im kommenden Jahr stattfinden, sagte Hahn. Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hatte die EU zu rascher finanzieller Hilfe aufgerufen. Seine Regierung unternehme alles, um die angeschlagene Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Die EU hat der Ukraine im vergangenen Jahr ein Kredit- und Garantiepaket über 15 Milliarden Dollar angeboten, verlangt aber im Gegenzug weitreichende Wirtschaftsreformen.

Geiselnehmer von Sydney offenbar Einzeltäter:

Australiens Premierminister Tony Abbott hat den Geiselnehmer von Sydney als psychisch labilen Extremisten beschrieben. Der 50-Jährige habe schon vorher zahlreiche Gewalttaten begangen. Bisher geht die Polizei von einem Einzeltäter aus. Der selbsternannte Kleriker stamme aus dem Iran und habe in Australien Asyl genossen. Der Iran hat die Geiselnahme derweil scharf verurteilt und den mutmaßlichen Täter als geistesgestört bezeichnet. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, man habe die australischen Behörden mehrmals über den mentalen Zustand des Predigers informiert. Der Kidnapper hatte 17 Geiseln in einem Café in Sydney stundenlang festgehalten. Polizisten erschossen ihn bei der Erstürmung. Auch zwei der Geiseln wurden getötet, mehrere erlitten Verletzungen.

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