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Nachrichten

16.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die FDP von Vizekanzler Philipp Rösler verkündet an diesem Freitag das mit Spannung erwartete Ergebnis ihres Mitgliederentscheids über den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM. Ein "Nein" der Parteimitglieder zum geplanten Europäischen Stabilitätsmechanismus, den Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Euro-Ländern vereinbart hat, würde die Koalition aus CDU/CSU und FDP schwer belasten. Eine Gruppe um den Parlamentarier und ESM-Gegner Frank Schäffler hatte den Mitgliederentscheid gegen den Willen der FDP-Spitze initiiert. Damit der Entscheid gültig ist und den Rang eines Parteitagsbeschlusses erhält, muss sich ein Drittel der 65.000 FDP-Mitglieder daran beteiligt haben.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eröffnet an diesem Freitag ein neues Abwehrzentrum von Bund und Ländern gegen Rechtsextremismus. Es ist eine Konsequenz aus den Pannen bei den Ermittlungen gegen die sogenannte Zwickauer Terrorzelle. Diese hatte mindestens zehn Morde in Deutschland verübt, ohne dass Polizei und Verfassungsschutz auf die Rechtsextremisten aufmerksam wurden. Das Zentrum mit Sitz in Köln und Meckenheim in Nordrhein-Westfalen soll die Bedrohung durch Rechtsextremisten besser beurteilen und operative Maßnahmen wie etwa Festnahmen erleichtern.

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Der einstige Top-Terrorist "Carlos" ist zum zweiten Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Pariser Geschworenengericht befand den Venezolaner am späten Donnerstagabend für schuldig, hinter vier Attentaten auf Züge, Bahnhöfe und Zeitungen in den Jahren 1983 und 1984 zu stecken. Bei den Gewalttaten auf französischem Boden waren elf Menschen getötet und fast 150 verletzt worden. Mit dem Urteil ist eine vorzeitige Entlassung von Carlos in den kommenden 18 Jahren ausgeschlossen. Er sitzt wegen drei Morden in den 1970er Jahren bereits eine lebenslange Haftstrafe in einem Pariser Gefängnis ab. Die im Zusammenhang mit einem der Attentate ebenfalls angeklagte Deutsche Christa Fröhlich wurde freigesprochen.

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Die USA stärken die Rolle des Militärs im Antiterrorkampf und schränken zugleich die Rechte Terrorverdächtiger weiter ein. Beide Maßnahmen sind Teil des Verteidigungshaushalts 2012, den der US-Kongress in Washington nun verabschiedete. In einem Zusatz zu dem Ausgabengesetz wird grünes Licht für eine unbegrenzte Haft Terrorverdächtiger auch ohne Prozess gegeben. Verdächtige mit mutmaßlichen Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida müssen außerdem künftig in Militärgewahrsam festgehalten werden. Ursprünglich hatte Präsident Barack Obama wegen der Passage zur Rolle des Militärs sein Veto angekündigt. Er zog die Drohung jedoch zurück, nachdem der Text im Kongress modifiziert worden war. Menschenrechtsorganisationen äußerten sich dennoch enttäuscht über Obamas Einlenken. Der Verteidigungsetat der USA für das kommende Jahr hat einen Umfang von 662 Milliarden Dollar.

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In den USA haben Demokraten und Republikaner im Haushaltsstreit einen Kompromiss gefunden. Der republikanische Abgeordnete Hal Roger sagte, am Freitag solle im republikanisch dominierten Repräsentantenhaus und im demokratisch domierten Senat ein Gesetz mit einem Volumen von einer Billion Dollar beschlossen werden, das die Arbeit der Regierung im Jahr 2012 absichern solle. Um Mitternacht läuft eine Frist ab, nach der die Regierung nicht mehr voll handlungsfähig wäre. Nicht einigen konnten sich beide Seiten auf geplante Steuererleichterungen für etwa 160 Millionen Bürger und bei Finanzhilfen für Arbeitslose. In beiden Bereichen laufen geltende Regelungen zum Jahresende aus. Über den Haushalt tobt in den USA seit Monaten ein erbitterter Streit zwischen Republikanern und Demokraten, der angesichts zahlreicher zu beachtender Fristen immer wieder aufs Neue an Brisanz gewinnt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und regnerisch, örtlich Schnee bis in tiefe Lagen. Vor allem für den Süden Deutschlands wurden Unwetter-Warnungen herausgegeben. Höchstwerte vier bis 11 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Wochenende wechselnde Bewölkung mit häufigen Schauern, mitunter bis ins Flachland als Schneeregen oder Graupel. Im Süden Schneefall. Die Temperaturen gehen etwas zurück.

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