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Nachrichten

16.10.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:09

Nachrichten von Donnerstag, 16. Oktober 2014 – langsam gesprochen als MP3

IS im Irak weiter auf dem Vormarsch:

Trotz der Luftangriffe westlicher und arabischer Verbündeter setzt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ihren Eroberungsfeldzug im Irak fort. Die Dschihadisten hätten erhebliche Geländegewinne gemacht, sagte der US-Sondergesandte John Allen. Erklärtes Ziel der Miliz ist die Einnahme der Hauptstadt Bagdad. In Nordsyrien konnte die Anti-Terror-Koalition dagegen den IS vorübergehend zurückdrängen. Bei Luftangriffen auf die kurdische Enklave Kobane nahe der türkischen Grenze sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums mehrere hundert IS-Kämpfer getötet worden. Es waren demnach die bisher stärksten Luftschläge auf Stellungen der Dschihadisten in Kobane. Dennoch bestehe weiterhin die Gefahr, dass die Extremisten die Stadt noch eroberten, sagte ein Pentagon-Sprecher. Kurden-Präsident Massud Barsani verlangte mehr Hilfe des Westens im Kampf gegen den IS. Vor allem schwere und moderne Waffensysteme würden gebraucht, sagte Barsani der "Bild"-Zeitung.

Obama warnt vor weltweitem Ebola-Ausbruch:

US-Präsident Barack Obama hat die Gefahr eines umfassenden Ebola-Ausbruchs in den USA als gering eingeschätzt, zugleich aber vor einer weltweiten Verbreitung der lebensgefährlichen Epidemie gewarnt. Sollte die Krankheit in Afrika außer Kontrolle geraten, könne sie sich wegen des Reiseverkehrs auf dem ganzen Globus verbreiten. "Wir nehmen das auf höchster Regierungsebene sehr ernst", sagte Obama nach einem Treffen mit dem Chef der US-Seuchenbehörde CDC, Tom Frieden, und seinen Top-Beratern beim Thema Gesundheit. In den USA soll ab sofort eine schnelle Eingreiftruppe der CDC dafür sorgen, dass auch schlecht vorbereitete Krankenhäuser bei neuen Ebola-Fällen richtig handeln. Obama kündigte ein schärferes Vorgehen der Bundesbehörden bei Ebola-Fällen in den USA an. Zuvor hatte ein neuer Ebola-Fall in den USA die Furcht vor einer Ausbreitung der tödlichen Seuche geschürt. Es wurde bekannt, dass sich eine zweite Krankenschwester in Texas mit dem Virus ansteckte und kurz vor dem Ausbruch der Krankheit eine Flugreise unternahm.

Italiens Regierung einigt sich auf Milliarden-Haushaltsmaßnahmen:

Italiens Regierung hat sich auf Steuererleichterungen und Haushaltsmaßnahmen in Milliardenhöhe geeinigt. Das Kabinett von Regierungschef Matteo Renzi gab am Mittwochabend grünes Licht für das neue "Stabilitätsgesetz" im Volumen von rund 36 Milliarden Euro, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Maßnahmen sollen die lahmende Wirtschaft des Landes wieder in Gang bringen. Das Paket sieht unter anderem Steuererleichterungen in Höhe von 18 Milliarden Euro vor. Renzi sagte, es handele sich um die "größte jemals von einer Regierung unternommene Senkung in der Geschichte der Republik".

Europäisch-asiatisches Spitzentreffen in Mailand:

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts und der schwachen Konjunktur in der EU beraten von diesem Donnerstag an rund 50 Spitzenpolitiker aus Europa und Asien über Wege aus der Krise. Bei dem zweitägigen europäisch-asiatischen Gipfeltreffen in Mailand soll über Möglichkeiten für eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen sowie über die internationale Geltung des Völkerrechts etwa angesichts der Proteste für mehr Demokratie in Hongkong gesprochen werden. Auch der Kampf gegen die Seuche Ebola dürfte eine Rolle spielen. Erwartet werden unter anderem Kanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Regierungschef Li Keqiang. Am Rande des Gipfels in der norditalienischen Stadt sind zahlreiche Zweier-Treffen geplant. So kommt Merkel erstmals seit Juli wieder zu einem direkten Gespräch mit dem Kremlchef über die Lage in der Ukraine zusammen.

Zahl der Naturkatastrophen auf Zehn-Jahres-Tief:

Die Zahl der Naturkatastrophen war 2013 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht des Roten Kreuzes hervor. Danach wurden im vergangenen Jahr 337 Naturkatastrophen gezählt, fast die Hälfte des Höchststandes von 2005. Die Zahl der Toten lag bei 22.000 und damit deutlich unter dem Durchschnitt des Jahrzehnts. Am meisten Menschen kamen bei Überschwemmungen ums Leben, gefolgt von Stürmen. Die Gesamtkosten der entstandenen Schäden betrug rund 93 Milliarden Euro. Etwa 10 Milliarden Euro entfielen dabei auf die Flut in Deutschland.

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