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Nachrichten

16.08.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

UN-Sicherheitsrat fordert Ende der Gewalt in Ägypten :

Der Weltsicherheitsrat in New York hat die blutigen Auseinandersetzungen in Ägypten verurteilt. Zugleich wurden alle Parteien aufgerufen, die "Aggressionen" einzustellen, wie Argentiniens UN-Botschafterin Maria Cristina Perceval als derzeitige Ratspräsidentin nach einer Dringlichkeitssitzung des Gremiums mitteilte. US-Präsident Barack Obama sagte als Reaktion auf das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte für September geplante Militärmanöver mit den ägyptischen Streitkräften ab. Zugleich forderte er alle Amerikaner auf, Ägypten zu verlassen. Für diesen Freitag riefen die Muslimbruderschaft und Anhänger des entmachteten ägyptischen Präsidenten Mursi zu neuen Protesten auf. Das Innenministerium in Kairo gab bekannt, dass die Polizei scharfe Munition einsetzen werde, um Angriffe auf sie oder öffentliche Gebäude abzuwehren. Die Zahl der Opfer der blutigen Unruhen steigt weiter. Seit Mittwoch wurden landesweit laut offiziellen Angaben fast 640 Menschen getötet und mehr als 4200 verletzt.

Zahl der Toten steigt nach Anschlag in Beirut :

Nach dem verheerenden Bombenanschlag in einem Vorort von Beirut ist die Zahl der Toten nach jüngsten Angaben des Innenministeriums auf 22 gestiegen. Mehr als 200 Menschen seien bei der Explosion der Autobombe verletzt worden. Aus Militärkreisen hieß es, das Fahrzeug sei mit mindestens 60 Kilogramm Sprengstoff beladen gewesen. Das Viertel im Süden von Beirut wird von der Schiitenbewegung Hisbollah und ihrer Miliz kontrolliert. Zu dem Anschlag bekannte sich eine bislang unbekannte Gruppe mit dem Namen "Brigade von Aischa". Sie kündigte weitere Anschläge an.

Gericht bestätigt Haftstrafe von Liu Xiaobos Schwager :

Ein Volksgericht in China hat die elfjährige Haftstrafe gegen den Schwager des inhaftierten chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo bestätigt. Die von Liu Hui eingelegte Berufung gegen seine Verurteilung wegen Betruges wurde abgelehnt. Liu Hui ist der Bruder von Liu Xia, der unter Hausarrest festgehaltenen Frau des Nobelpreisträgers. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verhandlung teilnehmen. Beobachter werten die Verurteilung von Liu Hui als politisch motiviert. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, forderte eine sofortige Freilassung. Die Anklage basiert auf Behauptungen eines dubiosen Geschäftspartners der Investmentfirma, für die Liu Hui gearbeitet hatte. Die Verwandten Liu Xiaobos werden seit seiner Auszeichnung mit dem Nobelpreis 2010 massiv schikaniert.

UN fordern Nothilfe für Nordkorea :

Die Vereinten Nationen haben zu humanitärer Soforthilfe für das weitgehend abgeschottete Nordkorea aufgerufen. In diesem Jahr sei bislang nur ein Drittel der erforderlichen Summe von 150 Millionen Dollar (112 Millionen Euro) gespendet worden, beklagte der zuständige UN-Koordinator Ghulan Isaczai in New York. Das Geld werde dringend für Lebensmittel, medizinische Versorgung und Sanitärprogramme benötigt. Er hoffe, dass die Geberländer trotz der oftmals angespannten Beziehungen zu Pjöngjang schnell und großzügig antworteten. Derzeit sind 2,4 Millionen Nordkoreaner, insbesondere Kinder, stillende Mütter und ältere Einwohner, auf regelmäßige UN-Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Zeitung: NSA verletzte tausendfach Datenschutzregeln in USA:

Der US-Geheimdienst NSA hat nach Informationen der "Washington Post" seit 2008 in Tausenden Fällen gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen oder seine Kompetenzen überschritten. Die Zeitung beruft sich in ihrem Bericht auf eine NSA-interne Untersuchung und andere streng geheime Dokumente, die sie vom früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden erhalten habe. In den meisten Fällen handelt es sich demnach um eine nicht genehmigte Überwachung von amerikanischen Bürgern oder anderen Zielen in den USA. Solche Aktivitäten verstießen gegen die Vollmachten, die die NSA seit 2008 vom Kongress erhalten habe. Die Zeitung spricht von allein 2776 Vorfällen in den vergangenen zwölf Monaten. Viele davon seien aber wohl unbeabsichtigt gewesen und gingen auf Programmierfehler zurück, führt die "Washington Post" weiter aus.

Weltraumteleskop Kepler sucht nicht mehr :

Das Weltraumteleskop Kepler muss seine Suche nach erdähnlichen Planeten wegen eines technischen Defekts beenden. Weil das Problem auch nach mehreren Anläufen nicht behoben werden konnte, kündigte die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Einstellung der Mission an. Auch nach monatelangen Tests waren zwei der vier sogenannten Reaktionsräder nicht mehr in Gang zu bringen, die das Teleskop in Position halten sollten. Kepler war im März 2009 auf die Suche nach einer "zweiten Erde" gestartet und hatte seitdem bereits mehr als 3500 Planetenkandidaten bei anderen Sternen aufgespürt. Das Programm kostete insgesamt etwa 600 Millionen Dollar (rund 450 Millionen Euro).

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