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Nachrichten

16.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat die Mitgliedschaft Syriens bei ihrem Gipfeltreffen im saudiarabischen Mekka suspendiert. Begründet wurde der Ausschluss mit dem gewaltsamen Vorgehen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad gegen die Aufständischen in seinem Land. Zuvor hatten die Vereinten Nationen erstmals von Kriegsverbrechen in Syrien gesprochen. Ein Bericht des UN-Menschenrechtsrats machte Regierungstruppen und ihnen nahestehende Milizen für das Massaker in Hula im Mai verantwortlich, bei dem mehr als 100 Zivilisten getötet wurden. Aber auch die Rebellen hätten in mindestens drei Fällen Kriegsverbrechen verübt, hieß es. Unterdessen sind nach Angaben von Oppositionellen mehr als 20 Menschen bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf die Rebellenhochburg Asas getötet worden. Die Stadt liegt nördlich der seit Wochen umkämpften Handelsmetropole Aleppo nahe der türkischen Grenze.

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Der Konflikt in Syrien droht nun auch auf den Libanon überzugreifen. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und Saudi-Arabien haben ihre Staatsbürger aufgefordert, das Land umgehend zu verlassen. Es gebe Drohungen, hieß es zur Begründung. Zuvor hatten bewaffnete Schiiten im Libanon dutzende Syrer entführt. Ein schiitischer Clan-Chef teilte mit, auf diese Weise sollten Angehörige freigepresst werden, die in Syrien von der dortigen Opposition verschleppt worden seien. Im Libanon gibt es sowohl Anhänger als auch Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Golfstaaten unterstützen die syrische Opposition.

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Bei einem Angriff von Aufständischen auf einen Luftwaffenstützpunkt in der nordpakistanischen Provinz Punjab sind mindestens neun Menschen getötet worden. Nach Angaben der Armee stürmten schwer bewaffnete Angreifer in der Nacht zum Donnerstag den Stützpunkt Minhas in Kamra, rund 60 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Islamabad. Anschließend lieferten sie sich demnach mehr als zwei Stunden lang Gefechte mit Sicherheitskräften. Dabei seien Schüsse, Raketenfeuer und Granatenexplosionen zu hören gewesen, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden. Laut Armee wurden bei den Kämpfen mindestens ein Sicherheitsbeamter und acht mutmaßliche Islamisten getötet. Auf dem Stützpunkt in der zentralpakistanischen Provinz Punjab ist die Bau-Abteilung der pakistanischen Luftwaffe angesiedelt. Dort werden Kampfjets vom Typ Mirage und JF-17 gefertigt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Als Hauptverdächtige gelten allerdings pakistanische Taliban-Rebellen, die in der Vergangenheit mehrfach Angriffe auf Armee-Stützpunkte verübten.

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Der Streit um Wikileaks-Gründer Julian Assange eskaliert. Ecuador beschuldigt Großbritannien, mit der Erstürmung seiner Botschaft in London gedroht zu haben. Dorthin hatte sich Assange vor sieben Wochen geflüchtet, weil ihm in Großbritannien die Auslieferung nach Schweden droht, wo die Staatsanwaltschaft ihm Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vorwirft. Der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño sagte in Quito, die britische Regierung habe "ausdrücklich und schriftlich" mit einem Überfall gedroht, falls Assange nicht ausgeliefert werde. Patiño kündigte an, seine Regierung werde am Donnerstag Nachmittag europäischer Zeit bekanntgeben, ob Ecuador dem Wikileaks-Gründer Asyl gewähre. Der britische Fernsehsender BBC berichtete, für eine Ergreifung von Assange könnte der exterritoriale Status der ecuadorianischen Botschaft in London aufgehoben werden.

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Zum Auftakt ihres Besuches in Kanada hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Haushaltsdisziplin der dortigen Regierung gelobt. Kanada sei mit seiner Begrenzung der Staatsausgaben und seinem Wachstumskurs ein Vorbild für Europa, sagte sie mit Blick auf die Eurokrise. Der kanadische Premierminister Stephen Harper wirft den Euro-Staaten vor, nicht genug gegen die Krise zu tun. Von Deutschland verlangt er, dabei eine führende Rolle einzunehmen.

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Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics will sich mit einem neuen Tablet-Computer gegen die Übermacht des iPads von Apple stemmen. Der Konzern stellte die erweiterte Version seines Modells Galaxy Note vor. Samsung hofft, dass Galaxy Note 10.1, das ab sofort in den USA, Großbritannien und Südkorea auf dem Markt ist, zum US-Konkurrenten Apple aufschließen kann. Die frühere Version seines Tablet-Computers verkaufte Samsung seit dem Start im Oktober mehr als zehn Millionen Mal. Apple dagegen brachte allein im ersten Halbjahr 2012 fast 29 Millionen iPads an die Kunden. Damit hat der US-Konzern einen Marktanteil von mehr als 64 Prozent. Samsung kommt auf zehn Prozent. Die beiden Firmen liefern sich zudem einen erbitterten Patentstreit und haben einander weltweit mit Klagen überzogen.

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