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Nachrichten

16.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:23

Nachrichten von Mittwoch, 16. Juli 2014 – langsam gesprochen als MP3

Israel weitet Angriffe auf Hamas aus:

Nach dem Scheitern einer Waffenruhe im Gaza-Konflikt hat Israel damit begonnen, seine Angriffe auf die islamistische Hamas auszuweiten. Die Wohnhäuser führender Mitglieder der Organisation wurden attackiert. Opfer gab es dabei offenbar nicht. Bei weiteren israelischen Luftangriffen wurden nach palästinensischen Angaben allerdings mehrere Menschen getötet. Die Zahl der Todesopfer im Gazastreifen stieg damit seit Beginn des Militäreinsatzes auf über 200. Die Hamas hatte am Dienstag eine einseitige Feuerpause Israels ignoriert und weiter Raketen über die Grenze geschossen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas reist an diesem Mittwoch nach Kairo, um doch noch einen Waffenstillstand zu vermitteln. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat unterdessen den stellvertretenden Verteidigungsminister Danny Danon entlassen. Der Politiker der rechten Likud-Partei hatte die sechsstündige einseitige Feuerpause zuvor als "Schlag ins Gesicht aller israelischen Bürger" kritisiert.

Atomaufsicht in Japan erklärt zwei Atomkraftwerke für sicher:

Die japanische Atomaufsichtsbehörde hat zwei abgeschaltete Reaktoren für sicher erklärt und damit den Weg zur neuerlichen Nutzung der Kernkraft freigemacht. Die Atomregulierungsbehörde konstatierte, dass die Anlage in Sendai in Südjapan sicher genug ist, um wieder ans Netz zu gehen. 2013 hatte die Regierung die Sicherheitsanforderungen verschärft. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Reaktoren vor dem Herbst hochgefahren werden. Die Regierung und die Betreiberfirma Kyushu Electric Power haben zugesagt, die Bevölkerung und örtliche Behörden in eine Entscheidung über das Hochfahren einzubinden. Dies könnte mehrere Monate dauern. Im März 2011 hatten ein Erdbeben und ein Tsunami im Atomkraftwerk Fukushima zum schwersten Atomunglück seit dem Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986 geführt. Japan schaltete danach alle Atomreaktoren ab. Ministerpräsident Shinzo Abe plädiert jedoch für eine Rückkehr zur Kernkraft.

OSZE beginnt Grenzüberwachung in der Ukraine:

Inmitten anhaltender Gefechte in der Ostukraine soll die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mehrere Grenzübergänge nach Russland überwachen. Die Beobachter würden sich an diesem Mittwoch zu den Kontrollposten Donezk und Gukowo begeben, teilte das russische Außenministerium mit. Die OSZE erwägt nach eigenen Angaben zusätzlich den Einsatz von Aufklärungsdrohnen. Die Überwachung soll verhindern, dass Waffen und Kämpfer in die Ukraine eingeschleust werden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat unterdessen an seinen ukrainischen Kollegen Pawel Klimkin appelliert, alles für neue Krisengespräche der sogenannten Kontaktgruppe zu tun. Dazu gehören außer der Ukraine und Russland auch die nach Moskau orientierten Separatisten und die OSZE. Steinmeier habe sich noch einmal für Videokonferenzen unter Beteiligung der Aufständischen eingesetzt, hieß es am Rande einer Nahost-Reise des Ministers.

Obama und Merkel beenden Funkstille:

US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben erstmals seit der jüngsten Spionageaffäre wieder miteinander telefoniert. Nach Angaben des Weißen Hauses ging es in dem Gespräch um die Ukraine-Krise, die Atomverhandlungen mit dem Iran und um die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Obama sagte demnach, er wolle mit Deutschland in Kontakt bleiben, um die Zusammenarbeit der Geheimdienste zu verbessern. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen je einen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes und des Verteidigungsministeriums. Beide stehen unter dem Verdacht der Spionage für die USA. Die Bundesregierung hat deshalb den Vertreter des US-Geheimdienstes CIA in Deutschland zur Ausreise aufgefordert.

BRICS-Staaten gründen Entwicklungsbank:

Die wichtigsten Schwellenländer, die sogenannten BRICS-Staaten, rufen eigene Finanzinstitutionen ins Leben. Auf ihrem Gipfel in Brasilien hat die BRICS-Gruppe eine Entwicklungsbank gegründet. Die fünf Staaten stellen dafür jeweils zehn Milliarden US-Dollar bereit. Das Kapital soll später auf 100 Milliarden Dollar anwachsen. Außerdem wurde ein eigener Währungsfonds mit Einlagen von 100 Milliarden Dollar beschlossen. Beide Institutionen sollen die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds ergänzen, die vorwiegend durch die westlichen Industriestaaten bestimmt sind. Dies dürfte den Einfluss der Schwellenländer auf die globalen Finanzmärkte erhöhen. Zur BRICS-Gruppe gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

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