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Nachrichten

16.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:58

Nachrichten von Donnerstag, 16. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Einigung auf befristete Waffenruhe in Aleppo:

Die Konfliktparteien im syrischen Bürgerkrieg haben eine Waffenruhe für die heftig umkämpfte Stadt Aleppo beschlossen. Sie solle ab Mitternacht für zwei Tage gelten, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Außenministerium in Moskau. Wer an der Vereinbarung beteiligt ist, war zunächst noch unklar. Ebenso ist noch ungeklärt, ob die Waffen auch im Rest Syriens schweigen sollen. US-Außenminister John Kerry hatte Russland kurz vor Bekanntgabe der neuen Waffenruhe aufgefordert, das syrische Regime zur Umsetzung einer landesweiten Feuerpause zu drängen. Washington und Moskau hatten sich schon Ende Februar mit anderen Staaten auf einen solchen Schritt geeinigt. Die Waffenruhe war allerdings immer wieder gebrochen worden.

Wrackteile von EgyptAir-Maschine entdeckt:

Vier Wochen nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine hat ein französisches Spezialschiff Teile des Flugzeugrumpfes im Mittelmeer entdeckt. Dies teilte die ägyptische Ermittlungsbehörde mit. Die Ermittler hoffen besonders, dass die Flugschreiber der Maschine gefunden und geborgen werden können. Die französische Marine hatte bereits Signale von einem der Geräte auffangen können. Wo es liegt, ist aber noch unklar. Dabei drängt die Zeit, denn der Datenschreiber und der Stimmenrekorder senden ihre Ortungssignale nur rund einen Monat lang aus. Das EgyptAir-Flugzeug war am 19. Mai mit 66 Personen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Die Behörden erhoffen sich durch die Daten der Blackboxes Aufschluss über die Absturzursache, die derzeit noch unklar ist.

Duterte verhandelt mit maoistischen Rebellen auf den Philippinen:

Der neugewählte philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat zugestimmt, mit den maoistischen Rebellen neue Friedensgespräche aufzunehmen. Die neuen Verhandlungen wurden nach zweitägigen Sondierungen in Norwegen vereinbart. Demnach soll schon Ende Juli ein neuer Anlauf genommen werden, einen der längsten Aufstände in Asien zu beenden. Duterte, der am 30. Juni sein Amt offiziell antreten wird, hatte eine Waffenruhe angeboten und versprochen, kranke oder alte kommunistische Gefangene freizulassen. Er unterhält seit langer Zeit gute Beziehungen zur KP und hatte ihr auch Ministerposten offeriert. - KP-Gründer José Maria Sison hatte jüngst angekündigt, nach fast 40 Jahren aus dem niederländischen Exil zurückzukehren und sich für ein Ende des Aufstands einzusetzen.

Obama empfängt den Dalai Lama und verärgert China:

Ungeachtet scharfer Kritik aus China hat US-Präsident Barack Obama den Dalai Lama empfangen. Das insgesamt vierte Treffen im Weißen Haus sei rein privat gewesen, betonte das Präsidialamt. Obama habe den religiösen Führer der Tibeter aufgefordert, durch einen Dialog mit den chinesischen Behörden zu einer Entspannung im Tibet-Konflikt beizutragen. Der im indischen Exil lebende Dalai Lama tritt für mehr Autonomie Tibets von China ein. Die chinesische Regierung reagierte empört: In einem Kommentar der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hieß es, die US-Regierung habe ihr Versprechen gebrochen, die Bestrebungen Tibets nach Unabhängigkeit nicht zu unterstützen. Die Beziehungen zwischen Washington und Peking sind derzeit angespannt, unter anderem wegen territorialer Ansprüche Chinas im Südchinesischen Meer.

Tränengas und Schlagstöcke gegen Fan-Randale in Lille:

Im französischen Lille hat es bis tief in die Nacht Auseinandersetzungen zwischen Fußball-Fans und der Polizei gegeben. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen etwa 200 Fans vor, von denen ein Teil aus England kam und zum zweiten EM-Gruppenspiel ihrer Mannschaft gegen Wales im nur 40 Kilometer entfernten Lens angereist war. In Lille, wo die Partie zwischen Russland und der Slowakei stattfand, mussten nach Behördenangaben 50 Menschen von Rettungskräften behandelt und 16 in Krankenhäuser gebracht werden. Insgesamt seien 36 Menschen festgenommen worden, unter ihnen auch sechs Russen, die an den Ausschreitungen am vergangenen Samstag in Marseille beteiligt waren, teilten die Behörden mit.

Frankreich als erstes Team im EM-Achtelfinale:

Gastgeber Frankreich hat als erste Mannschaft das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft erreicht. Am zweiten Spieltag der Gruppe A setzte sich das Team gegen Albanien mit 2:0 durch. Im ersten Spiel der Gruppe hatten sich zuvor die Schweiz und Rumänien 1:1 getrennt. Russlands Nationalmannschaft droht indes ein K.o. in der Vorrunde. Am zweiten Spieltag der Gruppe B verlor das russische Team gegen die Slowakei mit 1:2. Der künftige WM-Gastgeber Russland hat bisher nur einen Punkt geholt und muss nun das letzte Gruppenspiel gegen Wales gewinnen, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben.

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