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Nachrichten

16.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:30

Nachrichten von Dienstag, 16. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

USA töten Al-Kaida-Vize-Chef :

Der Vize-Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida ist in der vergangenen Woche bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getötet worden. Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) bestätigte jetzt den Tod des Top-Terroristen Nasser al-Wahischi. In einer im Internet verbreiteten Videobotschaft erklärte ein Sprecher, der AQAP-Anführer sei bei einem Luftangriff der USA ums Leben gekommen. Der bisherige AQAP-Militärchef Kasim al-Rimi habe nun die Führung übernommen. Zuvor hatte die "Washington Post" einen US-Geheimdienstmitarbeiter mit den Worten zitiert: "Wir bemühen uns, seinen Tod zu verifizieren." Nach Informationen des US-Senders CNN wurde der Vize-Chef am Freitag in der Gegend von Hadramaut östlich der südjemenitischen Stadt Aden getötet. Die Vereinigten Staaten führten al-Wahischi auf der Liste der meistgesuchten Terroristen. Er galt als Nummer zwei nach Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri.

Syrische Kurden rücken auf IS-Hochburg vor:

Syrische Kurden haben nach eigenen Angaben eine strategisch wichtige Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) erobert. Die Stadt Tell Abjad, die an der Grenze zur Türkei liegt, werde inzwischen von den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) kontrolliert, erklärte deren Sprecher im Kurznachrichtendienst Twitter. Außerdem sei die Versorgungsroute des IS in Richtung Al-Rakka gekappt worden. Al-Rakka ist der Hauptsitz des IS in Syrien. Nach Informationen der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat das US-Militär die Offensive mit Luftangriffen unterstützt. Eine unabhängige Bestätigung für diese Angaben gibt es nicht.

Medien: Euro-Länder beschließen Griechenland-Notfallplan:

Die Euro-Länder haben sich laut einem Medienbericht auf einen Notfallplan für Griechenland verständigt. Wenn die Verhandlungen im Schuldenstreit endgültig scheiterten, könnte der griechisch-europäische Zahlungsverkehr kontrolliert werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Sollte Athen sich hiergegen wehren, bliebe den Euro-Ländern als letztes Mittel, Griechenland im Zahlungssystem zu isolieren. Zunächst wolle man jedoch abwarten, ob ein Treffen der Euro-Finanzminister am Donnerstag und Freitag in Luxemburg den erhofften Durchbruch bringe. Falls dabei keine Einigung erzielt werde, kämen umgehend die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammen, so die SZ weiter. Auf diesem Sondergipfel würde dann erneut eine politische Lösung gesucht. Griechenland hat den Zeitungsbericht inzwischen dementiert. Ohne neue Hilfszahlungen seiner internationalen Geldgeber droht Athen ein Staatsbankrott.

Jeb Bush erklärt Präsidentschaftskandidatur:

Der Republikaner Jeb Bush will nach seinem Vater und seinem Bruder ebenfalls US-Präsident werden. Der ehemalige Gouverneur von Florida gab offiziell bekannt, für die Wahlen 2016 zu kandidieren. Er wolle "Amerika reparieren", erklärte Bush vor seinen Anhängern in Miami. Der 62-Jährige versprach mehr Wirtschaftswachstum und bis zu 19 Millionen neue Arbeitsplätze. Jeb Bush ist der elfte Republikaner, der sich um das Präsidentenamt bewirbt. Am Wochenende hatte die Favoritin der Demokraten, die frühere Außenministerin Hillary Clinton, ihre erste große Wahlkampfrede gehalten. Die Vorwahlen beider Parteien beginnen Anfang kommenden Jahres. Die Präsidentenwahl ist für den 8. November 2016 angesetzt.

Paris hält Migranten an Italiens Grenze fest:

Frankreich lässt weiterhin rund 200 afrikanische Flüchtlinge nicht ins Land, die von Italien aus einreisen wollen. Nach Angaben des Roten Kreuzes sitzen die Migranten seit Donnerstag am Grenzübergang zwischen dem italienischen Ventimiglia und dem französischen Menton fest. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi erklärte, Europa müsse das Flüchtlingsproblem "kollektiv" lösen. Er kritisierte die - so wörtlich - "Muskelspiele einiger befreundeter Länder". Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte hingegen, Asylanträge müssten in jenem Land bearbeitet werden, über das ein Flüchtling in die EU eingereist ist. An diesem Dienstag beraten die EU-Innenminister über die Flüchtlingspolitik. Dabei geht es auch um Pläne der Kommission in Brüssel, Migranten über ein Quotensystem innerhalb der Union zu verteilen. Vor allem osteuropäische Staaten lehnen dies ab.

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