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Nachrichten

16.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die UN-Vollversammlung hat eine "Eskalation" des Bürgerkriegs in Syrien durch den Einsatz schwerer Waffen seitens der Regierung verurteilt. Sie rief alle Konfliktparteien auf, die Empfehlungen einer Konferenz in Genf im vergangenen Juni zur Bildung einer Übergangsregierung rasch umzusetzen. Die Resolution, die allerdings nicht bindend ist, begrüßte die Bildung der oppositionellen "Nationalen Koalition". Der Text, der insbesondere bei Russland auf vehemente Ablehnung stieß, wurde von deutlich weniger Staaten unterstützt als eine ähnliche Resolution im vergangenen August. 107 der 178 anwesenden Staaten stimmten am Mittwoch in New York dafür, bei 59 Enthaltungen und 12-Neinstimmen.

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Im Skandal um die gezielte Überprüfung konservativer Gruppen ist auf Druck von US-Präsident Barack Obama der Leiter der Steuerbehörde IRS, Steven Miller, zurückgetreten. Finanzminister Jack Lew habe Miller zum Rücktritt aufgefordert, sagte Obama. Er versicherte, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit ein solches Fehlverhalten nicht mehr vorkomme. Die IRS hatte kürzlich zugegeben, politische Gruppen ins Visier genommen zu haben, die eine Steuerbefreiung als gemeinnützige Organisation beantragt hatten und Wörter wie "Tea Party" oder "patriotisch" in ihren Namen trugen. Obama steht wegen dieses Skandals erheblich unter Druck. Kritiker werfen ihm eine Aushöhlung des Rechtsstaats vor und verweisen auch auf die jüngst bekanntgewordene Affäre um die heimliche Ausforschung von Telefondaten der US-Nachrichtenagentur AP.

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Mehr als 100 Abgeordnete aus der Konservativen Partei des britischen Premierministers David Cameron haben den Regierungschef im Unterhaus ein weiteres Mal blamiert. Die erklärten Europaskeptiker brachten einen Antrag im Parlament ein, in dem sie die jüngste Regierungserklärung Camerons kritisieren. Darin fehlte die Ankündigung eines Referendums über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Im Januar hatte Cameron signalisiert, er könne sich solch eine Volksabstimmung 2017 vorstellen, wenn er 2015 wiedergewählt werde. Den EU-Kritikern ist das zu vage. Einige wollen das Referendum gesetzlich festlegen lassen, andere es noch vor 2015 abhalten. Insgesamt stimmten 130 Parlamentarier gegen den Premier, 115 von ihnen waren Konservative. Die Partei hat im Unterhaus 305 Sitze.

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Im Kampf gegen die radikal-islamische Sekte Boko Haram hat Nigerias Zentralregierung in drei Bundesstaaten im Nordosten den Notstand ausgerufen. Der Ausnahmezustand gilt für Borno, Yobe und Adamawa. Gleichzeitig kündigte das Militär die Verlegung zahlreicher Soldaten in die Region an. Präsident Goodluck Jonathan erklärte im Rundfunk, man werde den Krieg gegen den Terrorismus gewinnen, was immer es auch kosten sollte. Boko Haram kämpft im mehrheitlich muslimischen Norden für einen streng islamischen Staat. Die Extremisten verüben seit 2009 immer wieder Anschläge auf Christen und ihre Kirchen sowie auf Polizeistationen und staatliche Einrichtungen.

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In Saudi-Arabien ist erstmals eine Übertragung des hochgefährlichen Coronavirus von Patienten auf Mitarbeiter eines Krankenhauses nachgewiesen worden. Unter sechs diagnostizierten neuen Krankheitsfällen seien zwei Klinikangestellte, die mit infizierten Patienten in Kontakt gekommen seien, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mit. Es habe zwar schon erkrankte Mitarbeiter aus dem Medizinbereich, etwa in Jordanien, gegeben, aber eine Übertragung von Patienten sei bisher nicht nachgewiesen worden. An dem Coronavirus, das Ähnlichkeit mit der vor zehn Jahren weltweit grassierenden Atemwegserkrankung SARS aufweist, starben nach WHO-Angaben seit September 2012 weltweit 20 Menschen. Besonders stark ist Saudi-Arabien betroffen. Der genaue Übertragungsweg ist noch unklar.

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