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Nachrichten

16.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Deutschland und Frankreich wollen in der Europapolitik weiterhin eng zusammenarbeiten. Das bekräftigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Präsident François Hollande in Berlin. So wollen beide Länder beim EU-Gipfel Ende Juni gemeinsame Vorschläge für mehr Wachstum im Euro-Raum präsentieren. Außerdem zeigten sich Merkel und Hollande einig, dass das hoch verschuldete Griechenland weiterhin unterstützt werden und in der Eurozone bleiben soll. Der Sozialist Hollande war nur wenige Stunden nach seiner Amtseinführung im Pariser Elysée-Palast zum Antrittsbesuch nach Berlin gereist. Er traf dort allerdings erst mit Verspätung ein, weil sein Flugzeug vom Blitz getroffen wurde und wieder umkehren musste. Hollande stieg daraufhin in eine andere Maschine um und brach erneut Richtung Deutschland auf.

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In Griechenland berät Staatspräsident Karolos Papoulias an diesem Mittwoch mit den Vorsitzenden der Parteien über die Bildung einer Übergangsregierung. Sie soll das Land bis zu den angekündigten Neuwahlen führen. Diese sind nötig geworden, weil es Papoulias nach der Wahl vor anderthalb Wochen trotz mehrerer Anläufe nicht gelungen war, die zerstrittenen Parteien im griechischen Parlament zur Zusammenarbeit zu bewegen. Verfechter und Gegner der mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparmaßnahmen hatten sich nicht auf einen gemeinsamen Kurs einigen können. Auch Papoulias' jüngster Vorschlag, eine Expertenregierung zu bilden, stieß bei den Parteichefs nicht auf Zustimmung. Voraussichtlicher Termin für die Neuwahlen ist laut Medienberichten der 17. Juni.

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Wenige Tage vor dem NATO-Gipfel in Chicago kommt der afghanische Präsident Hamid Karsai nach Deutschland. Er wird in Berlin von Kanzlerin Angela Merkel empfangen. Beide Politiker wollen ein Abkommen unterzeichnen, das die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Kabul nach dem geplanten Ende des NATO-Kampfeinsatzes 2014 auf eine verbindliche Grundlage stellt. In dem Dokument werden unter anderem die deutsche Hilfe beim Wiederaufbau des Landes und die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit geregelt. Ein ähnliches Abkommen hat Afghanistan auch schon mit den USA geschlossen. Der NATO-Gipfel findet am kommenden Sonntag und Montag statt. Die Lage in Afghanistan wird dort eines der Hauptthemen sein.

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Pakistan ist offenbar bereit, der NATO wieder die Grenzen für Nachschublieferungen an die Truppen im benachbarten Afghanistan zu öffnen. Darauf deuten Erklärungen aus Islamabad, Washington und Brüssel hin. Als Indiz für ein Ende der Blockade gilt auch die Einladung an den pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari zum bevorstehenden NATO-Gipfel in Chicago. Die freien Routen nach Afghanistan sind auch wichtig für die Vorbereitung des geplanten Rückzugs der fremden Truppen vom Hindukusch. Pakistan hatte den Nachschub über sein Territorium vor einem halben Jahr nach einem US-Luftschlag gekappt, bei dem 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren.

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Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag beginnt an diesem Mittwoch der Prozess gegen den früheren Armeechef der bosnischen Serben, Radko Mladic. Die Anklage wirft dem 70-jährigen Ex-General Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges vor. Er soll unter anderem eine zentrale Rolle beim Massaker von Srebrenica 1995 gespielt haben. Damals erschossen Kämpfer der bosnischen Serben etwa 8000 muslimische Männer und Jungen. Mladic war erst im vergangenen Jahr im Norden Serbiens festgenommen worden. Er hatte nach dem Krieg lange unbehelligt in Belgrad gelebt. Nach dem Sturz des serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic im Jahr 2000 war er untergetaucht.

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