1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

16.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der unter Verdacht der versuchten Vergewaltigung festgenommene Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, ist Presseberichten zufolge von dem Zimmermädchen identifiziert worden, das er sexuell angegriffen haben soll. Die 32-Jährige habe Strauss-Kahn bei einer Gegenüberstellung auf einer Polizeiwache in New York erkannt, berichtet die "New York Daily News". Nach Angaben eines seiner Anwälte stimmte der 62-jährige Franzose einer vor der Polizei gewünschten Untersuchung zu. Dabei sollen mögliche DNA-Spuren des Zimmermädchens an seinem Körper sichergestellt werden. Strauss-Kahn soll jetzt am Montagmorgen Ortszeit dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihm werden versuchte Vergewaltigung, sexuelle Belästigung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Er weist die Anschuldigungen von sich.

***

Die Finanzminister der Europäischen Union kommen in Brüssel zu einem zweitägigen Treffen zusammen. Dabei soll auch endgültig das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Portugal beschlossen werden. EU-Währungskommissar Olli Rehn rief angesichts der wachsenden Skepsis gegenüber Rettungshilfen für strauchelnde Euro-Länder Deutschland zur Unterstützung auf. Indem die EU Portugal unter strikten aber realistischen Bedingungen beispringe, schütze die Gemeinschaft auch die wirtschaftliche Erholung in Deutschland und die Ersparnisse der deutschen Bürger, sagte Rehn der Tageszeitung "Die Welt". Ein weiteres Thema ist die zugespitzte Schuldenkrise in Griechenland. Beschlüsse zu neuen Hilfen sind aber nicht geplant. An dem Treffen sollte auch der Chef des internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, teilnehmen.

***

Vor der israelischen Botschaft in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es in der Nacht zu Ausschreitungen gekommen. Nach einer friedlich verlaufenen Demonstration anlässlich des sogenannten Nakba-Tages habe eine Gruppe versucht, den Eingang des Gebäudes zu stürmen, berichtet der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira. Die Polizei habe Tränengas und Gummigeschosse eingesetzt. Mindestens 40 Menschen seien verletzt worden. Die Palästinenser gedenken am Nakba-Tag der Flucht und Vertreibung hunderttausender Araber aus dem historischen Palästina nach der israelischen Staatsgründung am 15. Mai 1948. Am Sonntag waren bei Palästinenser-Demonstrationen an der israelisch-syrischen und der israelisch-libanesischen Grenze mehr als 20 Menschen getötet worden, als sie versuchten, die schwer bewachten Grenzanlagen nach Israel zu durchbrechen.

***

Der ägyptische Außenminister Nabil al-Arabi ist neuer Generalsekretär der Arabischen Liga. Der 75-jährige wurde von den Außenministern der Mitgliedsstaaten in Kairo einstimmig in das Amt gewählt. Al-Arabi löst seinen Landsmann Amr Mussa ab, der zehn Jahre an der Spitze der Liga stand und nun für das Präsidentenamt in Ägypten kandidieren will. In einer kurzen Rede nach seiner Wahl sagte al-Arabi, die arabische Welt werde derzeit von mehreren Krisen erschüttert. Alle müssten gemeinsam nach Lösungen suchen. Der Arabischen Liga gehören 21 Staaten und die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO an.

***

Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Luis Moreno-Ocampo, will an diesem Montag Haftbefehle gegen drei mutmaßliche Hauptverdächtige für die blutigen Angriffe auf Zivilisten in Libyen beantragen. Das vorliegende Material reiche für einen Prozess schon fast aus, erklärte Moreno-Ocampo in Den Haag. Nach Angaben von Diplomaten gehört zu den drei Libyern, die Moreno-Ocampo voraussichtlich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagen will, auch Machthaber Muammar al-Gaddafi. Der UN-Sicherheitsrat hatte den Internationalen Strafgerichtshof Ende Februar mit Ermittlungen im Libyen-Konflikt beauftragt.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist regnerisch, nur im Osten noch aufgelockerte Bewölkung. Die Höchsttemperaturen erreichen maximal 13 bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag in Norddeutschland zeitweise Regen. Im Süden dagegen voraussichtlich heiter und trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 und 20 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema