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Nachrichten

16.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:29

Nachrichten von Donnerstag, 16. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

Netanjahu vergleicht Iran mit Nazi-Regime:

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Gedenktag an den Holocaust zu einem verbalen Angriff auf den Iran genutzt. Dabei verglich er die Vernichtungspolitik der Nazis mit der Außenpolitik Teherans. Er sagte in einer Fernsehansprache, die Nazis hätten das Ziel gehabt, das jüdische Volk zu zerstören und mit einer Herren-Rasse die Erde zu beherrschen. In ähnlicher Weise lege es der Iran darauf an, weite Teile des Mittleren Ostens zu dominieren und den jüdischen Staat zu zerstören. Ausdrücklich kritisierte Netanjahu das jüngste Atomabkommen mit dem Iran. In Israel wird heute mit einer Gedenkminute der rund sechs Millionen Opfer des Holocaust gedacht. In Polen ziehen rund 10.000 Juden aus aller Welt beim "Marsch der Lebenden" von Auschwitz nach Birkenau.

UN-Sondergesandter für den Jemen reicht Rücktritt ein:

Der für den Jemen zuständige UN-Sondergesandte Jamal Benomar will nach Angaben von UN-Vertretern zurücktreten. Der 58-jährige marokkanische Diplomat ziehe die Konsequenzen daraus, dass er den Rückhalt der arabischen Golfstaaten verloren habe. Benomar war seit 2012 Jemen-Gesandter der Vereinten Nationen. Im Jemen liefern sich schiitische Huthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Soldaten seit Wochen heftige Kämpfe mit den Truppen und Milizen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Seit Ende März fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Allianz Luftangriffe auf die Huthi.

Deutsche IS-Mitglieder sollen in Syrien gefoltert haben:

Radikale deutsche Islamisten sollen einem Medienbericht zufolge sowohl als Wächter in Folter-Gefängnissen des "Islamischen Staates" (IS) arbeiten als auch selbst als Folterer aktiv sein. Diesen Verdacht prüfe der Generalbundesanwalt. Die Ermittlungen stützen sich nach gemeinsamen Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" sowie von NDR und WDR auf die Aussagen eines 27-jährigen Deutschen. Er habe bis Juni 2014 selbst in IS-Gefängnissen gesessen. Dann sei er unter ungeklärten Umständen freigekommen. Der Deutsche habe ausgesagt, dass er in der Haft viele der später durch den IS hingerichteten Geiseln kennengelernt habe. Die Bundesanwaltschaft lehne unter Verweis auf laufende Ermittlungen eine Stellungnahme ab.

S&P stuft Kreditwürdigkeit Griechenlands herab:

Die Ratingagentur Standard & Poor´s hat Griechenlands Kreditwürdigkeit erneut herabgestuft. Die Bonitätsnote des Landes werde um eine Stufe von "B Minus" auf "CCC Plus" gesenkt, hieß es in einer Mitteilung der Ratingagentur. Auch der Ausblick für das Rating sei "negativ". Ohne tiefgreifende wirtschaftliche Reformen oder weitere Schuldenerleichterungen könne das Land seine Verpflichtungen nicht erfüllen. Das Statistikamt in Athen teilte unterdessen mit, dass Griechenlands Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr deutlich höher ausgefallen sei als angenommen. Demnach betrug der Fehlbetrag 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die seit knapp drei Monaten amtierende Regierung unter Führung der linken Syriza hatte mit einem Defizit von 1,3 Prozent gerechnet.

Gefährliches radioaktives Material in Mexiko gestohlen:

In Mexiko ist erneut gefährliches radioaktives Material gestohlen worden. Das radioaktive Iridium-192 sei in Cardenas im südlichen Bundesstaat Tabasco entwendet worden, teilte das Innenministerium mit. Der Container mit dem industriell genutzten Material wurde von einem Lastwagen gestohlen. Das Iridium kann dauerhafte Gesundheitsschäden bei Menschen anrichten, selbst wenn diese nur wenige Minuten damit in Berührung kommen. Eine länger andauernde Kontamination kann tödlich enden. Fünf Bundesstaaten wurden in Alarmzustand versetzt. In den vergangenen Jahren war mehrfach radioaktives Material in Mexiko gestohlen worden. Die Täter wussten anscheinend meist nicht um die Gefahr und nahmen es vermutlich aus Versehen mit.

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