1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

16.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi setzen nach Angaben von Menschenrechtlern die weltweit geächtete Streumunition in der Nähe von Wohngebieten ein. Mindestens drei solcher Granaten seien über der umkämpften Stadt Misrata explodiert, berichtet Human Rights Watch in New York. Experten hätten die Munition identifiziert. Sie soll aus Spanien stammen. Streumunition sind Bomben oder Granaten, die sich über dem Gefechtsfeld öffnen und zahlreiche kleinere Sprengsätze niederregnen lassen. Die libysche Regierung bestritt den Einsatz der Waffe. - Misrata wird seit mehr als sechs Wochen von Regierungstruppen belagert. Sprecher der Rebellen berichteten, die Stadt liege wieder unter heftigem Artilleriebeschuss. Zudem seien Panzer und Heckenschützen auch in Wohngebieten im Einsatz.

***

Die Bundesregierung plant, das in Deutschland eingefrorene Vermögen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi für humanitäre Hilfe in dem nordafrikanischen Land zur Verfügung zu stellen. Es gebe Überlegungen, die sichergestellten sechs Milliarden Dollar auf ein Treuhandkonto der Vereinten Nationen zu überweisen, bestätigte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle. Die UN könnten mit dem Geld dann Lieferungen zur Linderung der Not der libyschen Bevölkerung bezahlen. Die Initiative zu solchen Schritten müsse aus rechtlichen Gründen von der EU ausgehen, zitiert das Magazin "Der Spiegel" aus einem Vermerk Brüderles. - Als Reaktion auf die Gewalt in Libyen hat die EU Gaddafi und dessen Gefolgsleute mit einer Reihe von Sanktionen belegt.

***

Bei einem Selbstmordanschlag im Osten Afghanistans sind fünf NATO-Soldaten und vier Angehörige der afghanischen Streitkräfte getötet worden. Der Attentäter habe seine Sprengstoffweste vor dem Eingang eines Militärstützpunktes westlich von Dschalabad gezündet, teilte ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums mit. Die NATO bestätigte den Tod von fünf ihrer Soldaten. Angaben zur Nationalität machte das Militärbündnis zunächst aber nicht. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

***

Der wegen anhaltender Proteste unter Druck stehende syrische Präsident Baschar el Assad will sich an diesem Samstag mit einer erneuten Rede an sein Volk wenden. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen. Assad hatte bei einer Rede vor dem Parlament Ende März, zwei Wochen nach Beginn der gegen ihn gerichteten Proteste, Hoffnungen auf baldige Reformen und eine Aufhebung des Notstands enttäuscht und die Proteste als eine "Verschwörung" des Auslands bezeichnet. - Am Donnerstag war eine neue Regierung unter Leitung des früheren Landwirtschaftsministers Adel Safar gebildet worden. Er soll von den syrischen Behörden zugesagte Reformen wie die Aufhebung des seit dem Jahr 1963 geltenden Notstandsgesetzes und Fortschritte bei der Pressefreiheit umsetzen. - In der zentralsyrischen Stadt Homs wurde bei Protesten nach dem Freitagsgebet nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Sana ein Polizist getötet.

***

In der serbischen Hauptstadt Belgrad sind zehntausende Menschen für eine vorgezogene Neuwahl auf die Straßen gegangen. Schätzungsweise 70.000 Demonstranten waren aus den gesamten Land angereist, um gegen die pro-westliche Regierung von Staatspräsident Boris Tadic zu protestieren. Die Opposition macht dessen Kabinett für die schwierige Wirtschaftssituation im Land verantwortlich und wirft ihm zudem Korruption vor. Führende Mitglieder der oppositionellen nationalistischen Fortschrittspartei drohten damit, die Proteste so lange fortzusetzen, bis eine Neuwahl angesetzt sei. Die Regierung wies die Forderung mit dem Hinweis zurück. dass dies erst geschehe, wenn Serbien wie angestrebt im Herbst eine Zusage für die Aufnahme in die Europäische Union erhalte.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND, die Vorhersage für Samstag: Überwiegend sonnig und trocken, nach Norden und Osten hin später dichtere Wolken und vereinzelt leichter Regen. Tageshöchstwerte zwischen elf Grad auf Rügen und 18 Grad im Breisgau. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag von Norden her dichtere Bewölkung und örtlich etwas Regen. Sonst erneut meist heiter und trocken. Mit Höchsttemperaturen von bis zu 20 Grad noch etwas wärmer.

Die Redaktion empfiehlt