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Nachrichten

16.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:35

Nachrichten von Montag, 16. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

China überholt Deutschland bei weltweiten Waffenexporten:

Beim weltweiten Waffenexport hat China Deutschland in den vergangenen vier Jahren überholt. Das geht aus dem neuen Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor. Zwischen 2010 und 2014 steigerte die Volksrepublik ihren Weltmarktanteil danach auf fünf Prozent. Damit steht China auf der Liste der Rüstungsexporteure an dritter Stelle hinter den USA und Russland, gefolgt von Deutschland und Frankreich. Während die Waffenexporte aus Deutschland um 43 Prozent zurückgingen, schossen sie in China um rund 140 Prozent in die Höhe. Laut Sipri waren die größten Waffenimporteure Indien, Saudi-Arabien, China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan.

Varoufakis hält Griechenlands Liquiditätsproblem für unbedeutend:

Trotz zunehmend leerer Kassen in Athen hält der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis die Lage nicht für dramatisch. Es handele sich um ein "unbedeutendes Liquiditätsproblem", das Europa nicht auseinandertreiben dürfe, sagte er in der ARD. Auf die Frage, ob sein Land noch vor Monatsende zahlungsunfähig werden könnte, wich er aus: "Wir in der griechischen Regierung tun unser Bestes, um sicherzustellen, dass alle Gläubiger ihr Geld zurückbekommen", sagte er. Gleichzeitig müssten auch Rentner, Pensionäre und Staatsbedienstete rechtzeitig ihr Geld bekommen. Griechenland brechen die Steuereinnahmen weg. Zugleich steht die Regierung unter Druck, weil sie laufende Schulden bedienen muss. Noch im März stehen Zahlungen an den Internationalen Währungsfonds und andere Gläubiger in Höhe von 1,6 Milliarden Euro an.

Poroschenko in Berlin - Gespräche mit Gauck und Merkel:

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko will am Jahrestag des Krim-Referendums in Berlin um Unterstützung für sein Land werben. An diesem Montag wird Poroschenko von Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue mit militärischen Ehren empfangen. Später trifft er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unmittelbar vor seinem Besuch verlangte Poroschenko in der "Bild"-Zeitung eine Verlängerung der westlichen Sanktionen gegen Russland mindestens bis zum Jahresende. Den pro-russischen Separatisten warf er vor, die vereinbarte Waffenruhe in der Ostukraine nicht einzuhalten. Vor einem Jahr hatten die Bürger der Krim für den Beitritt der ukrainischen Halbinsel zu Russland gestimmt.

Mehr als eine Million Brasilianer protestieren gegen Präsidentin Rousseff:

In Brasilien ist es zu Massenprotesten gegen Präsidentin Dilma Rousseff gekommen. Nach Polizeiangaben forderten allein in der Finanzmetropole Sao Paulo mehr als eine Million Demonstranten ihre Absetzung. In der Hauptstadt Brasília versammelten sich 45.000 Menschen, in Belo Horizonte, Goiás und anderen Städten waren es jeweils Zehntausende. Rousseff hatte die Wahl im Oktober knapp gewonnen und darauf eine zweite vierjährige Amtszeit angetreten. Brasilien steckt seit fünf Jahren in einer Wirtschaftskrise. Zudem wird das Land von einem Korruptionsskandal beim staatlichen Energiekonzern Petrobras erschüttert.

Venezuelas Parlament billigt Sondervollmachten für Maduro:

Venezuelas linker Staatschef Nicolás Maduro kann für sechs Monate mit Sonderdekreten am Parlament vorbei regieren. Das Abgeordnetenhaus billigte mit seiner sozialistischen Mehrheit ein entsprechendes Gesetz. Als Begründung für die Sondervollmacht wurde die jüngste Entscheidung der US-Regierung angeführt, Venezuela zur nationalen Bedrohung zu erklären. Die Spannungen zwischen Venezuela und den USA haben sich zuletzt verschärft. US-Präsident Barack Obama hatte Strafmaßnahmen gegen Funktionäre der Regierung von Staatschef Maduro ausgeweitet. Er ließ weitere ranghohe Regierungsvertreter auf die Sanktionsliste setzen, die an der Unterdrückung der Opposition und der umstrittenen Festnahme des Bürgermeisters der Hauptstadt Caracas, Antonio Ledezma, beteiligt gewesen sein sollen. Venezuela rief seinen Botschafter aus Washington zurück und startete ein zehntägiges Militärmanöver.

Erste Hilfsfrachter auf Vanuatu gelandet:

Die Nothilfe für den von Zyklon "Pam" verwüsteten Pazifikstaat Vanuatu läuft auf Hochtouren. Mehrere Frachtmaschinen aus Australien und Neuseeland landeten auf dem beschädigten Flughafen der Hauptstadt Port Vila mit Trinkwasser, Nahrung und Plastikplanen. Der Präsident des Landes, Baldwin Lonsdale, sagte, rund 90 Prozent aller Gebäude in der Hauptstadt seien zerstört. Zu den anderen rund 80 Inseln des Staates besteht immer noch kein Kontakt. Das Schicksal von Zehntausenden Menschen ist somit weiter ungewiss. Viele sind nur in ein oder zwei Tagesreisen per Boot zu erreichen. Die Hilfsorganisation Oxfam rechnet mit vielen Opfern, weil die Inseln des Pazifikstaates teilweise sehr flach sind und die meisten Bewohner in schlecht gebauten Hütten leben. "Pam" war in der Nacht zu Samstag über den Inselstaat nordöstlich von Australien gefegt. Er war einer der gewaltigsten Zyklone, die es in der Region bisher gegeben hat.

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