1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

16.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Nordkorea hat für den kommenden Monat den Start eines Forschungssatelliten angekündigt. Eine Langstreckenrakete solle das Flugobjekt zwischen dem 12. und 16. April ins All bringen, melden die offiziellen Medien des kommunistischen Landes. Der Start sei zu Ehren des verstorbenen Führers Kim Il Sung gedacht, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Sollte die Unha-3-Rakete mit dem Beobachtungssatelliten Kwangmyongsong-3 im Gepäck abheben, wäre dies eine Verletzung einer UN-Resolution, die nach einem nordkoreanischen Raketenstart 2009 gefasst worden war. Damals hatte die Regierung in Pjöngjang ebenfalls angegeben, einen Forschungssatelliten ins All befördert zu haben. Andere Staaten kamen jedoch zu der Überzeugung, das Land habe unter dem Deckmantel eines Satellitenstarts die Technologie für eine militärische Langstreckenrakete getestet.

***

Deutschland, die USA und auch die Nato haben den Vorstoß des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai nach einem früheren Ende des Einsatzes der ISAF-Schutztruppe am Hindukusch zurückgewiesen. Die US-Regierung erteilte der Forderung Karsais eine klare Absage. Das deutsche Verteidigungsministerium ließ mitteilen, die NATO habe sich auf 2014 als Abzugstermin verständigt und das stehe. Eine Sprecherin der NATO sagte in Brüssel, zwar sei es Ziel der Allianz, die Sicherheitsverantwortung so schnell wie praktisch möglich an die afghanische Regierung zu übergeben. Es dürfe aber kein Sicherheitsvakuum entstehen. Bei einem Gespräch mit US-Verteidigungsminister Leon Panetta in Kabul hatte Karsai mitgeteilt, Afghanistan wolle die Verantwortung für die eigene Sicherheit von den ausländischen Truppen bereits 2013 statt 2014 übernehmen.

***

Die sechs Länder des Golfkooperationsrates haben ihre Botschaften in Damaskus geschlossen. In einer in Riad verbreiteten Erklärung begründete Generalsekretär Abdellatif al-Sajani die gemeinsame Maßnahme mit dem brutalen Vorgehen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gegen die eigene Bevölkerung. Das Regime massakriere seine Bürger und weise alle auf eine Lösung der Krise gerichteten Initiativen zurück.

***

In Ungarn haben am Nationalfeiertag zehntausende Menschen für und gegen die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban demonstriert. In einer Rede vor seinen Anhängern in Budapest verteidigte Orban seine Politik und verbat sich jede Einmischung von außen. Die Opposition forderte bei ihrer Kundgebung, dass der rechts-konservative Regierungschef die umstrittenen Gesetzes- und Verfassungsänderungen etwa im Justiz- und Medienrecht zurücknimmt. Am Dienstag sperrte die EU Zahlungen aus Entwicklungstöpfen in Höhe von knapp einer halben Milliarde Euro.

***
In Belgien wird an diesem Freitag mit einem nationalen Trauertag der 28 Todesopfer des schweren Busunglücks in der Schweiz gedacht. Um 11.00 Uhr MEZ soll in allen Schulen und öffentlichen Institutionen und möglichst auch in privaten Unternehmen eine Schweigeminute eingelegt werden. Der Bus mit 52 Schülern und Erwachsenen aus zwei belgischen Schulen war am Dienstagabend auf der Rückfahrt von einer Skifreizeit in einem Autobahntunnel im Schweizer Kanton Wallis frontal gegen die Betonmauer einer Nothaltebucht geprallt. Unter den Toten sind 22 Kinder. Die Ursache für das Busunglück ist weiterhin unklar.

***

Vor der Neuwahl in Nordrhein-Westfalen im Mai hat die FDP überraschend ihren früheren Generalsekretär Christian Lindner als Spitzenkandidat nominiert. Ob es ihm gelingt, die in Umfragen bei rund zwei Prozent dümpelnde FDP in den Düsseldorfer Landtag zu bringen, gilt als ungewiss. Auch die Linke liegt in aktuellen Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde und muss um ihren Wiedereinzug in das Landesparlament bangen. SPD und Grüne setzen bei der Neuwahl auf eine klare gemeinsame Mehrheit und wollen ihr Regierungsbündnis fortsetzen. CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen, derzeit Bundesumweltminister in Berlin, wirbt um die Grünen, wollte sich für den Fall eines Wahlsieges aber noch nicht auf einen Koalitionspartner festlegen. Die rot-grüne Minderheitsregierung war mit ihrem Haushaltsentwurf gescheitert. Daraufhin löste sich der Düsseldorfer Landtag einstimmig auf.

***

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Armenien und Aserbaidschan aufgerufen, eine friedliche Lösung im Konflikt um die Region Berg-Karabach zu finden. Der momentane Zustand dürfe nicht dauerhaft so bleiben, sagte Westerwelle bei einem Besuch in der armenischen Hauptstadt Eriwan. Zuvor hatte er sich bereits in Aserbaidschan um eine Lösung bemüht. Der Streit zwischen den beiden verfeindeten früheren Sowjetrepubliken dauert bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten an. Armenien beherrscht Berg-Karabach, das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört.

WWW-Links

Audio und Video zum Thema