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Nachrichten

16.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:12

Nachrichten von Montag, 16. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

SPD gewinnt Bürgerschaftswahl in Hamburg:

Aus der Hamburger Bürgerschaftswahl ist die SPD als klare Siegerin hervorgegangen. Die Partei von Bürgermeister Olaf Scholz holte 45,7 Prozent der Stimmen. Damit verpasste sie allerdings die absolute Mehrheit und ist nun auf einen Regierungspartner angewiesen. Der bislang allein regierende Scholz strebt eine Koalition mit den Grünen an. Diese kamen auf 12,2 Prozent der Stimmen. Die CDU schnitt mit 15,9 Prozent so schlecht ab, wie noch nie in Hamburg. Die FDP holte 7,4 Prozent und bleibt in der Bürgerschaft. Die Linken erreichten 8,5 Prozent. Auf die AfD entfielen 6,1 Prozent. Ihr gelang damit erstmals der Einzug in ein westdeutsches Landesparlament. Die Wahlbeteiligung in Hamburg lag bei 56,6 Prozent, das ist ein neuer Tiefstand.

Ägypten greift "Islamischen Staat" in Libyen an:

Als Reaktion auf die mutmaßliche Enthauptung koptischer Christen hat Ägypten Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bombardiert. Wie ein Sprecher der Streitkräfte bestätigte, wurden Waffen- und Ausbildungslager der Dschihadisten im Nachbarland Libyen angegriffen. Zuvor hatten die USA die - so wörtlich - "Barbarei" des IS scharf verurteilt. Präsidentensprecher Josh Earnest sagte, die abscheuliche Tat mache deutlich, dass der Konflikt in Libyen nur auf politische Weise gelöst werden könne. Der IS hatte am Sonntag ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung von 21 ägyptischen Kopten an einem Strand in Libyen zeigen soll. Die auf Islamisten spezialisierte Beobachtergruppe "Site" bestätigte die Echtheit des Films. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte danach in einer Fernsehansprache erklärt, sein Land werde in angemessener Weise auf die Morde antworten.

Schäuble wirft Griechenland Verantwortungslosigkeit vor:

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat sich vor einem Treffen mit seinen Kollegen der Eurozone skeptisch über eine mögliche Einigung mit Griechenland geäußert. Er warf der neuen griechischen Regierung unverantwortliches Handeln vor. Schäuble betonte, er wolle keinen Ausstieg der Griechen aus der Währungsunion. Allerdings müsse Athen einen Kurs verfolgen, der die Wirtschaft des Landes wieder wettbewerbsfähig mache. Die Euro-Finanzminister verhandeln an diesem Montag mit Athen über einen Ausweg aus dem Schuldenstreit. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras lehnt weite Teile der Reformauflagen für Rettungskredite der internationalen Geldgeber ab. Das Hilfsprogramm für Griechenland läuft Ende des Monats aus. Ohne Kompromiss über den weiteren Kurs droht dem Land die Pleite.

Mutmaßlicher Täter von Kopenhagen hatte kriminelle Vergangenheit :

Der mutmaßliche Attentäter von Kopenhagen ist laut Medienberichten erst vor gut zwei Wochen aus dem Gefängnis entlassen worden. Die Polizei erklärte, der in Dänemark geborene und aufgewachsene Mann habe mehrere Gewalttaten verübt und gegen Waffengesetze verstoßen. Er habe außerdem Kontakte zu kriminellen Banden gehabt. Der 22-Jährige war am Sonntagmorgen bei einem Schusswechsel mit der Polizei erschossen worden. Nach Angaben der Ermittler handelt es sich um den Mann, der am Samstag zunächst ein Kulturzentrum und anschließend eine Synagoge angegriffen hatte. Er tötete insgesamt zwei Menschen und verletzte fünf weitere. Der Angriff auf das Kulturzentrum hatte vermutlich dem schwedischen Zeichner Lars Vilks gegolten. Er war wegen seiner Mohammed-Karikaturen bereits mehrfach Ziel von Anschlägen.

Hunderttausende Jecken im Straßenkarneval erwartet:

Mit den Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval in den rheinischen Hochburgen seinen Höhepunkt. In Köln, Düsseldorf und Mainz werden Hunderttausende Jecken erwartet. Nachdem der Karnevalszug in Braunschweig am Sonntag wegen einer Terrorwarnung kurzfristig abgesagt worden war, sahen die Behörden keine besondere Gefahr für die Umzüge in anderen Städten. In Köln sollte ursprünglich ein Wagen mitfahren, der den Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris aufgreift. Das Festkomitee hatte ihn allerdings wegen Sicherheitsbedenken zurückgezogen.

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