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Nachrichten

16.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Premierminister von Luxemburg: Jean-Claude Juncker

Jean Claude Juncker, Vorsitzender der Eurogruppe

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Griechenland kann auf die Rettung vor dem Staatsbankrott in letzter Minute hoffen. Am kommenden Montag wollen die Eurostaaten endgültig den Weg für das neue Hilfspaket in Höhe von mindestens 130 Milliarden Euro frei machen. Das kündigte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach einer Telefonkonferenz mit den Finanzministern an. Zugleich teilte er mit, dass die "Troika" von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds ihren Bericht zur sogenannten Schuldentragfähigkeit Griechenlands abgeschlossen habe. Dabei geht es um die Forderung der internationalen Geldgeber an Athen, bis zum Ende dieses Jahrzehnts seine gesamtstaatliche Verschuldung von derzeit 160 auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung zu senken.

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Die Ratingagentur Moody's erwägt die Herabstufung der Bonitätsnote von 17 internationalen Großbanken, darunter auch der Deutschen Bank. Als Grund führte Moody's erschwerte Finanzierungsbedingungen, eine stärkere Regulierung und ein generell schwierigeres Marktumfeld an. In den USA stehen die Schwergewichte Bank of Amerika, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley unter der besonderen Beobachtung der Analysten. In Europa überprüft die Ratingagentur ihre Bewertung für insgesamt neun Großbanken, darunter auch Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland, BNP Paribas, Credit Agricole und Societe Generale. Für die Deutsche Bank könnte die Überprüfung der Bonitätsnote am Ende zu einer Herabstufung um zwei Noten führen, hieß es bei Moody's weiter.

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Frankreichs amtierender Präsident Nicolas Sarkozy hat offiziell seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit erklärt. Der 57-Jährige Konservative bestätigte am Mittwochabend in einem Interview des privaten Fernsehsenders TF1, dass er bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr antreten werde. Er habe sich zur Kandidatur entschieden, weil er den Franzosen etwas zu sagen und Vorschläge zu machen habe, sagte Sarkozy und kündigte an, die Franzosen bei wichtigen Fragen per Referendum zu befragen. Sarkozy liegt in Umfragen seit Monaten hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande. Die Präsidentschaftswahl findet in zwei Wahlgängen am 22. April und am 6. Mai statt.

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Bei dem verheerenden Brand in einem Gefängnis in Honduras sind nach Behördenangaben mindestens 358 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Todesfälle in der Haftanstalt der Stadt Comayagua seien auf Ersticken zurückzuführen. Als wahrscheinlichste Brandursachen gelten eine Brandstiftung durch Insassen oder ein Kurzschluss. Die Feuerwehr warf den Gefängniswärtern vor, zu spät auf den Brand reagiert zu haben, weil sie von einer Häftlingsmeuterei ausgegangen seien. Ob eine solche tatsächlich stattgefunden hat, ist noch unklar. In lateinamerikanischen Gefängnissen kommt es jedoch immer wieder zu Revolten. Die Haftanstalten sind stark überfüllt und Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Gangs an der Tagesordnung.

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Kurz vor der Abstimmung der UN-Vollversammlung über eine Syrien-Resolution ist Russland damit gescheitert, die Erklärung abzuschwächen. Arabische Staaten hätten die Forderung Moskaus zurückgewiesen, teilten westliche Diplomaten in New York mit. Russland hatte verlangt, dass die syrische Opposition gleichermaßen wie die Regierung von Präsident Baschar al-Assad für die Gewalt verantwortlich gemacht werde. Zudem habe eine Passage eingefügt werden sollen, die einen Rückzug der Armee aus den Städten nur dann vorsehe, wenn die Opposition vorher ihre Angriffe eingestellt habe. Der von arbischen Staaten eingebrachte Entwurf fordert die vollständige Umsetzung des Friedensplans der arabischen Liga. Dazu gehören ein sofortiges Ende der Gewalt und ein bedingungsloser Rückzug der Armee aus den Wohngebieten. Eine ähnliche Resolution war Anfang des Monats im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands und Chinas gescheitert. - Die Resolutionen der Generalversammlung sind völkerrechtlich nicht bindend. Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, Deutschland unterstütze die Resolution. Syrien brauche ein Ende der Gewalt und einen politischen Neuanfang.

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Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will den für heute geplanten Streik des Vorfelspersonals auf den Freitag ausdehnen. Falls es beim Flughafenbetreiber Fraport kein Einsehen gebe, werde man am Freitag von 08.00 bis 22.00 Uhr die Arbeit niederlegen, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas. Die GdF will mit den Arbeitskampfmaßnahmen den Druck auf Fraport in den Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag erhöhen. Der Flughafenbetreiber hatte den Schlichtungsempfehlungen des Vermittlers Ole von Beust nicht zugestimmt und eine anschließende Erklärungsfrist der Gewerkschaft verstreichen lassen. Streiken sollen die Beschäftigten der Bereiche Verkehrszentrale, Vorfeldaufsicht und Vorfeldkontrolle. Damit können nur wenige Arbeitnehmer den größten deutschen Flughafen komplett lahmlegen.

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