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Nachrichten

16.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Spezialkräfte der Feuerwehr haben an Bord des vor der Küste der italienischen Toskana gekenterten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ein weiteres Todesopfer entdeckt. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, handelt es sich um einen Passagier. Der Tote habe sich auf dem zweiten Deck befunden und eine Schwimmweste getragen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf sechs. Mindestens 14 Menschen werden noch vermisst, darunter auch Deutsche. Unterdessen verdichten sich Hinweise auf schwere Fehler des Kapitäns. Die Reederei warf ihm vor, zu nah an Land gefahren zu sein und das Schiff noch während der Evakuierungsaktion vor den Passagieren verlassen zu haben. Er wurde unter dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung festgenommen. Die "Costa Concordia" mit rund 4200 Menschen an Bord - darunter hunderte Deutsche - war Freitagnacht auf Felsen gestoßen und gekentert. - Da auch eine Ölpest befürchtet wird, bereiten sich Spezialisten einer niederländischen Bergungsfirma darauf vor, die Tanks des Luxusliners leerzupumpen.

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Nach der Bonitätsabstufung zahlreicher Euro-Länder hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble das Urteil der Ratingagentur S&P angezweifelt. Er glaube nicht, dass Standard & Poor's wirklich begriffen habe, was in Europa schon auf den Weg gebracht worden sei, sagte Schäuble im Deutschlandfunk. Zudem glaubt er, dass es den Ratingagenturen vor allem auch um ein "hohes Maß an Werbung" für sie selbst gehe. Einer stärkeren Einbindung der Europäischen Zentralbank (EZB) bei der Lösung der Schuldenkrise sowie gemeinsamen Eurobonds erteilte Schäuble erneut eine Absage. Das Modell der USA, ohne Ende Geld zu drucken, funktioniere in Europa nicht, sagte der CDU-Politiker. Der US-Ratingriese S&P hatte am Freitag neun Euroländern schlechtere Noten für ihre Kreditwürdigkeit verpasst - darunter Europas zweitgrößte Volkswirtschaft Frankreich sowie Österreich, die beide ihr Top-Rating "AAA" verloren.

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Bei der Parlamentswahl in der ehemaligen Sowjetrepublik Kasachstan hat die Partei von Präsident Nursultan Nasarbajew knapp 81 Prozent der Stimmen bekommen. Das teilte die Wahlleitung nach Angaben der Agentur Tengrinews in der kasachischen Hauptstadt Astana mit. Neben der Regierungspartei 'Nur Otan' schafften erstmals zwei andere Parteien den Einzug ins Parlament. Demnach erhalten die staatstreue Wirtschaftspartei 'Ak Schol' (Heller Weg) sowie die 'Kommunistische Volkspartei Kasachstans' Mandate im Abgeordnetenhaus, weil sie jeweils über die Sieben-Prozent-Hürde kamen. Die regierende Partei 'Nur Otan' (Strahlendes Vaterland) hatte bisher ein Ein-Parteien-Parlament gebildet. Die nach einer Änderung des Wahlgesetzes vorgezogene Abstimmung soll nach Angaben der Staatsführung ein Schritt in Richtung Demokratie sein. Die Opposition erhob indessen Betrugsvorwürfe. Die Führung des Landes habe sich bei der Wahl am Sonntag "schmutziger Methoden" bedient, teilte die oppositionelle Partei 'OSDP' mit.

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Der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan hat als Reaktion auf die landesweiten Streiks in seinem Land eine sofortige Senkung der Treibstoffpreise angekündigt. Sie würden auf rund 60 Cents pro Liter gesenkt, erklärte er in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede. Daraufhin sagten die Gewerkschaften ihre für diesen Montag angekündigten Proteste ab. Mit dem Ausstand hatten die nigerianischen Arbeiter seit dem 9. Januar gegen die Streichung von Treibstoffsubventionen protestiert. Eine nächtliche Verhandlungsrunde zwischen der Regierung und Gewerkschaftsführern war am Sonntag ergebnislos geblieben.

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Bei der Verleihung der Golden Globes in Los Angeles hat der französische Stummfilm "The Artist" drei Auszeichnungen erhalten, darunter die für die beste Komödie. Der Hauptpreis für das beste Filmdrama ging an "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten". Hauptdarsteller George Clooney wurde als bester Schauspieler geehrt. Als beste Schauspielerin in einem Drama wurde Meryl Streep für ihre Rolle als Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" ausgezeichnet. Die Golden Globes, die von der Auslandspresse in Hollywood vergeben werden, gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscar-Verleihung im Februar.

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