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Sport

16. Wettkampftag: Die Spiele von Peking gehen zu Ende

Am letzten Tag der Olympischen Spiele von Peking wurden noch einmal 12 Olympiasieger gekürt. Die deutschen Athleten spielten dabei keine Rolle.

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Marathonsieger Samuel Kamau Wansiru

Usain Bolt gewinnt Gold bei Olympia China 2008

Usain Bolt drückte den Spielen seinen Stempel auf

In der letzten Leichtathletik-Entscheidung dieser Spiele gab es die erste Marathon-Goldmedaille für Kenia in der olympischen Geschichte. Samuel Kamau Wanjiru siegte in 2 Stunden 6 Minuten 32 Sekunden vor dem Marokkaner Jaouad Gharib und Tsegay Kebede aus Äthiopien. Damit holten Kenias Läufer in Peking fünf Goldmedaillen und überflügelten Äthiopiens Läufer mit ihren vier Erfolgen. Deutsche Läufer waren nicht am Start.

Und auch das gehört dazu: Jamaikas viel gescholtener und oft verdächtigter dreimaliger Olympiasieger Usain Bolt hat 50.000 US-Dollar für die Erdbebenopfer in der chinesischen Provinz Sichuan gespendet.

Russische Dominanz in der Gymnastik

Die russische Gruppe in der Rhythmischen Sportgymnastik hat sich zum dritten Mal in Folge den Olympiasieg gesichert. Silber holte sich China vor Weißrußland. Eine deutsche Gruppe hatte sich nicht qualifiziert. Am Tag zuvor hatte mit Jewgenija Kanajewa ebenfalls eine Russin den Einzelwettbewerb gewonnen.

Medaillen in Ballsportarten vergeben

Koby Bryant und US Kollegen Basketball feiern Sieg gegen Spanien Olympia China 2008

Die US-Basketballer feiern ihren Sieg

Das Basketballteam der USA ist wie erwartet Olympiasieger geworden. Nach einer Durststrecke von acht Jahren holten die NBA-Stars um Kobe Bryant, LeBron James und Dwayne Wade zum ersten Mal seit Sydney 2000 wieder Gold für das Mutterland des Basketballs. In einem lange Zeit engen und spannenden Finale setzte sich die Amerikaner knapp mit 118:107 gegen Weltmeister Spanien durch. Argentiniens Basketballer, die Titelverteidiger von Athen, sicherten sich die olympische Bronzemedaille. Im Spiel um Platz drei besiegten sie Litauen mit 87:75.

Erstmals heißt der Olympiasieger im Handball Frankreich. Im Finale schlugen die Franzosen Island mit 28:23. Für Island war es die erste Silbermedaille bei Olympischen Sommerspielen seit 1956, als ein Dreispringer Zweiter wurde. Spaniens Handballer sind in Peking Dritte geworden. Im Bronzespiel setzten sie sich gegen den Olympiasieger von Athen, Kroatien, mit 35:29 durch.

Die Amerikaner haben sich den Olympiasieg im Volleyball geholt. Im Endspiel schlugen sie Titelverteidiger Brasilien mit 3:1 Sätzen. Russlands Volleyballer haben wie schon vor vier Jahren in Athen die Bronzemedaille gewonnen. Gegen Italien gab es einen glatten 3:0-Erfolg

Ungarns Wasserballer sind zum dritten Mal in Folge und zum neunten Mal insgesamt Olympiasieger. Gegen die USA hieß es im Endspiel 14:10. Serbien holte Bronze durch ein 6:4 gegen Montenegro. Das deutsche Team landete nach einem 8:10 gegen Italien auf dem zehnten Platz.

Box-Medaillen für fünf Nationen

Die Olympiasiege in den sechs olympischen Box-Klassen verteilen sich auf fünf Nationen. Im Halbfliegengewicht und im Halbschwergewicht siegten mit Zou Shiming und Zhang Xiaoping zwei Chinesen. Im leichtgewicht siegte der Russe Alexej Tischtschenko, Badar-Uugan Enkhbat aus der Mongolei war im Bantamgewicht erfolgreich. Der Kasache Bachit Sarsekbajew holte sich Gold im Weltergewicht und bei den Superschweren triumphierte der Italiener Roberto Cammarelle.

Rogge zieht positives Fazit

Jacques Rogge bei Olympia PK im April 2008 in Singapur

IOC-Präsident Jacques Rogge

IOC-Präsident Jacques Rogge hat ein positives Fazit der Spiele von Peking gezogen.China habe die Welt besser kennengelernt, und die Welt habe China besser kennengelernt, sagte Rogge. China habe sich der Welt geöffnet. Der langfristige Effekt werde positiv sein. "Das olympische Dorf war großartig, die Wettkampfstätten erstklassig, die Organisation makellos", sagte Rogge wörtlich.

Zur chinesischen Pressezensur und Unterdrückung von Protesten sagte der IOC-Präsident, die Situation sei "nicht perfekt" gewesen. Doch habe sich die Lage in China im Vergleich zu früher verbessert. Rogge räumte gleichzeitig die Machtlosigkeit des IOC ein. Das IOC könne keine Veränderungen in einem souveränen Staat erzwingen.

Der IOC-Präsident bezeichnete den US-Schwimmer Michael Phelps und den jamaikanischen Leichtathleten Usain Bolt als zwei Ikonen der Spiele.

Stimmungsvolle Schlussfeier - Peking übergibt an London

Abschluss Zeremonie Olympia 2008

Hunderte Tänzer schufen ein farbenprächtiges Bild

Eine Nummer kleiner als die pompöse Eröffnungsfeier fiel am Abend des letzten Olympia-Tages die Schlussfeier aus. Vor 91.000 Zuschauern marschierten die Athleten diesmal nicht getrennt nach Nationen, sondern bunt gemischt in das Nationalstadion ein. Die deutsche Fahne trug dabei Kanutin Katrin Wagner-Augustin. IOC-Präsident Jaques Rogge bedankte sich beim chinesischen Volk, den freiwilligen Helfern und dem Organisationskomitee. "Wir haben wahrhaft außergewöhnliche Spiele erlebt", so Rogge wörtlich. Anschließend wurde die britische Fahne gehisst, die olympische Flagge wurde eingeholt und dem Londoner Bürgermeister Boris Johnson feierlich übergeben. Mit einer achtminütigen Präsentation, in der unter anderem Rocklegende Jimmy Page und David Beckham London repräsentierten, hieß seine Stadt die Jugend der Welt zu den 30. Olympischen Sommerspielen im Jahr 2012 willkommen. Den Abschluss der Show bildeten das Löschen der Olympischen Flamme und ein kurzes aber intensives Feuerwerk.

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