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Nachrichten

15.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die internationale Gemeinschaft angesichts des anhaltenden gewaltsamen Vorgehens der syrischen Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung zum Handeln gegen das Regime in Damaskus aufgerufen. Seit Beginn der Proteste im März seien in dem Land mehr als 5.000 Menschen ums Leben gekommen. Dieses menschenunwürdige Töten dürfe nicht so weitergehen, sagte Ban in New York. Sämtliche Versuche im UN-Sicherheitsrat, eine Resolution gegen die syrische Regierung zu erwirken, scheiterten bisher am Widerstand der Veto-Staaten China und Russland. Nach Angaben von Oppositionellen wurden in Syrien allein an diesem Mittwoch wieder mindestens 21 Zivilisten von Sicherheitskräften getötet. Die meisten starben in der Stadt Hama, in die die Armee unterstützt von Panzern eingerückt ist. Soldaten hätten aus Maschinengewehren gefeuert und Geschäfte in Brand gesteckt, die wegen eines seit Tagen andauernden Generalstreiks geschlossen gewesen seien, berichteten Augenzeugen.

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Bei einer Zeremonie auf einem amerikanischen Militärstützpunkt hat US-Präsident Barack Obama einen symbolischen Schlussstrich unter den Irak-Krieg gezogen. Zugleich dankte er der Armee für ihren Einsatz und gedachte der mehr als 4400 US-Soldaten, die in dem Krieg ums Leben kamen. Der Irak sei zwar nicht perfekt, aber die bis Jahresende friedlich abziehenden US-Truppen verließen eine stabile Nation, sagte Obama vor Soldaten auf der Militärbasis Fort Bragg. Gegen heftigen internationalen Widerstand hatte Obamas Vorgänger George W. Bush im Frühjahr 2003 den Einmarsch in den Irak befohlen und Machthaber Saddam Hussein gestürzt. Rivalitäten zwischen den Volksgruppen und ein Erstarken des Terrornetzwerks Al Kaida beförderten eine Spirale der Gewalt, der Schätzungen zufolge mehr als hunderttausend irakische Zivilisten zum Opfer fielen.

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Außenminister Guido Westerwelle gibt an diesem Donnerstag im Bundestag eine Regierungserklärung zu Afghanistan ab. Anlass ist die schrittweise Reduzierung der deutschen Truppen am Hindukusch. Ab Februar 2012 sollen statt bis zu 5350 Bundeswehr-Soldaten nur noch maximal 4900 eingesetzt werden. Bis 2014 sollen die internationalen Kampftruppen das Land verlassen haben.

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Nach dem überraschenden Rücktritt von FDP-Generalsekretär Christian Lindner versucht Parteichef und Vizekanzler Philipp Rösler, die Krise bei den Liberalen einzudämmen. Nur wenige Stunden nach dem Rücktritt präsentierte Rösler den bisherigen Schatzmeister der FDP, Patrick Döring, als Nachfolger Lindners. Offiziell zum Generalsekretär gewählt werden soll der 38 Jahre alte Döring auf dem FDP-Bundesparteitag im April. Lindner hatte am Mittwoch erklärt, die "Ereignisse der letzten Tage und Wochen" hätten ihn bestärkt, dass er "seinen Platz freimachen" müsse. Konkrete Gründe nannte der 32-Jährige nicht. Allerdings gehen FDP-Kreise von einem Zerwürfnis mit Rösler aus. Die Parteispitze steht unter Druck, weil die Liberalen in Umfragen schon seit längerem bei drei Prozent verharren. Bei Bundestagswahlen würde die FDP damit den Wiedereinzug ins Parlament verpassen.

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Die Schuldenkrise im Euroraum ist eines der zentralen Themen des zweitägigen EU-Russland-Gipfels, zu dem Präsident Dmitri Medwedew nach Brüssel gereist ist. Vor Beginn des Treffens verlautete aus EU-Diplomatenkreisen, Moskau habe die Bereitschaft signalisiert, sich mit bis zu zehn Milliarden Euro an der Stärkung des Euro-Rettungsschirms EFSF zu beteiligen. Von russischer Seite ist eines der wichtigsten Anliegen die Abschaffung der Visapflicht. Medwedew und EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy wollen dazu vorbereitende Schritte vereinbaren. Strittige Themen sollen bei den Beratungen ausgeklammert werden, wie die Lage in Georgien und Libyen sowie das mögliche weitere Vorgehen der internationalen Gemeinschaft angesichts der staatlichen Gewalt gegen die Opposition in Syrien.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken, einige Regenschauer, örtlich Auflockerungen. Schneefallgrenze bei 600 bis 1000 Metern. Höchstwerte vier bis neun Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag dichte Wolken und regnerisch. Recht windig bei Tagestemperaturen von vier bis sechs Grad.

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