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Nachrichten

15.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Eine Woche nach dem Taifun "Haiyan" auf den Philippinen ist die Zahl der registrierten Opfer auf mindestens 4460 gestiegen. Ein UN-Sprecher teilte in New York weiter mit, etwa zwölf Millionen Menschen seien betroffen, 920.000 von ihnen hätten ihr Zuhause verloren. Die USA begannen ihren wohl größten humanitären Einsatz der Armee aller Zeiten. Vor der Küste trafen der Flugzeugträger "USS Washington" und sieben Begleitschiffe ein. An Bord sind mehr als 5500 Soldaten sowie über 80 Flugzeuge und 20 Hubschrauber. In der weitgehend zerstörten Hafenstadt Tacloban starten die Helicopter mit Hilfsgütern nun im Minutentakt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die internationale Gemeinschaft angesichts der furchtbaren Verwüstungen zu weiterer Hilfe auf.

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Japan will in Zukunft deutlich weniger für den Klimaschutz tun. Um die Energieversorgung zu sichern, müsse man wieder mehr Gas, Öl und Kohle verbrennen, sagte ein Regierungssprecher in Tokio. Nach der Katastrophe in Fukushima waren alle Atomkraftwerke in Japan abgeschaltet worden. Bis 2020 sollten eigentlich 25 Prozent weniger Treibhausgase produziert werden. Nach neuen Berechnungen wird Japans CO2-Ausstoß bis dahin aber sogar ansteigen. Damit kann das Land die geplanten Klimaschutz-Ziele nicht mehr einhalten. Im März 2011 war das Atomkraftwerk Fukushima bei einem Erdbeben und einem Tsunami schwer beschädigt worden. Seitdem gelten für alle japanischen Atomkraftwerke schärfere Sicherheitsrichtlinien.

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SPD-Chef Sigmar Gabriel ist auf dem Bundesparteitag der Sozialdemokraten mit einem Dämpfer wiedergewählt worden. In Leipzig erhielt er mit 83,6 Prozent sein bisher schlechtestes Ergebnis. Gabriel nannte das angestrebte Regierungsbündnis mit CDU und CSU eine "befristete Koalition der nüchternen Vernunft". Allein die angestrebten Verbesserungen für Arbeitnehmer und die doppelte Staatsbürgerschaft seien aber die Mühe der Verhandlungen wert. Bei der nächsten Bundestagswahl will sich die Partei erstmals auch die Möglichkeit einer Koalition mit der Linkspartei offenhalten. Für diesen Leitantrag, der ein rot-rot-grünes Bündnis unter bestimmten Bedingungen als Option vorsieht, gab es nur eine Gegenstimme und wenige Enthaltungen.

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Irland und Spanien werden im kommenden Jahr als erste Euro-Krisenländer finanziell wieder auf eigenen Füßen stehen. Die Eurogruppe gab grünes Licht für den Ausstieg aus dem Euro-Rettungsschirm. EU-Währungskommissar Olli Rehn sprach nach Beratungen mit den Euro-Finanzministern in Brüssel von einem guten Tag für Europa. Der Finne gab zu bedenken, dass für die beiden hoch verschuldeten Staaten die Probleme aber noch nicht beseitigt seien. Irland hatte 2010 von den Europartnern und dem Internationalen Währungsfonds ein Hilfsprogramm von 85 Milliarden Euro eingeräumt bekommen. Spanien hat für die Sanierung seiner maroden Banken 41 Milliarden Euro in Anspruch genommen.

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Die Polizei im kanadischen Toronto hat nach eigenen Angaben einem international agierenden Kinderpornoring das Handwerk gelegt und Hunderte Kinder gerettet. Die Kriminellen hätten vor allem in Osteuropa Fotos und Filme gemacht und dann in Kanada, den USA, Australien und vielen anderen Ländern verkauft. Fahndern in mehr als 50 Ländern seien die Ermittlungsergebnisse der Operation "Spade" (Spaten) zur Verfügung gestellt worden. Insgesamt seien 341 Menschen festgenommen und 386 Kinder gerettet worden, hieß es weiter. Kopf der Organisation war ein 42 Jahre alter Mann aus Toronto, der schon im Mai 2011 festgenommen worden war.

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Google darf auch künftig Bücher einscannen und im Internet für Online-Suchen kostenfrei zur Verfügung stellen. Ein Richter in New York wies jetzt die Klage der US-Autorenvereinigung ab, die in der Digitalisierung der Werke einen Bruch des Copyrights sah. Google Books bietet nach Auffassung des Richters erhebliche Vorteile für die Allgemeinheit. Millionen Bücher könnten auf einen Schlag durchsucht werden. Der Zugang für Studenten, Lehrer und Forscher werde erleichtert. Der Internetkonzern begann 2004 mit dem Einscannen von Büchern, inzwischen sind mehr als 20 Millionen Werke digitalisiert. Die US-Autoren, die erstmals 2005 vor Gericht zogen, wollen das Urteil anfechten.

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